Veränderung der Phase eines Trägersignals zur Repräsentation von Bitwerten
Weniger anfällig für Amplitudenrauschen $\rightarrow$ ermöglicht höhere Datenraten
*BPSK (Binary Phase Shift Keying)*
* Zwei Phasenwinkel: $0 °$ und $180 °$
* Jeder Winkel repräsentiert einen Bitwert ($\num{0}$ oder $\num{1}$)
QPSK (Quadrature PSK): Vier Phasen ($0 °$, $90 °$, $180 °$, $270 °$) – $2 \text{Bits pro Symbol}$
8-PSK: Acht Phasen – $3 \text{Bits pro Symbol}$
Die Amplitude bleibt konstant; nur die Phase ändert sich
BPSK: Abrupter Sprung von positiver zu negativer Amplitude bei Bitwechsel
QPSK: Mehrere Phasenwinkel mit kleineren Übergängen, wodurch die Kurve geglättet erscheint
Im Zeitbereich: Deutliche, abrupte Phasenwechsel
Im Phasendiagramm (Constellation Diagram): Punkte auf einem Kreis, die die stabilen Phasenlagen anzeigen
PSK bietet eine robuste digitale Kommunikation mit hoher Datenrate und guter Rauschfestigkeit
Symbolumschaltung und Bandbreite
Die Anzahl der pro Zeitspanne übertragenen Symbole ist die Symbolrate und wird in der Einheit Baud ($Bd$) ausgedrückt.
Je schneller Amplitude, Frequenz oder Phase verändert werden, umso breitbandiger wird das erzeugte Signal.
Je häufiger zwischen verschiedenen Symbolen umgeschaltet wird, um so größer ist die Bandbreite.
Sie entstehen, wenn beim Drücken bzw. Loslassen der Morsetaste der Träger plötzlich ein- bzw. ausgeschaltet wird.
Mehrwertige Verfahren
* $C$ → Datenübertragungsrate in $\bit/s$
* $R_{ s }$ → Symbolrate in $Bd$
* $n$ → Symbolgröße in $\bit/\text{Symbol}$
*RTTY*: Umschaltung zwischen zwei Symbolfrequenzen, sodass pro Symbol ein Bit ($\num{0}$ oder $\num{1}$) übertragen werden kann.
→ Datenrate = Symbolrate
*FT4*: Umschaltung zwischen vier Symbolfrequenzen, so dass pro Symbol zwei Bit ($\num{00}$, $\num{01}$, $\num{10}$ oder $\num{11}$) übertragen werden können.
→ Datenrate = 2 $\cdot$ Symbolrate
Doch dann muss ein Empfänger z.B. zwischen vielen unterschiedlichen Amplituden unterscheiden können. Somit wird das Verfahren anfälliger für Störungen.
Orthogonales Frequenzmultiplexverfahren (OFDM)
* Es ist auch möglich, einen Datenstrom auf mehrere Träger zu verteilen, die auf unterschiedlichen, jedoch nahegelegenen Frequenzen liegen.
* Bei OFDM werden die einzelnen Träger in einem Abstand platziert, wo ein „Übersprechen“ vermieden wird.
Im Zusammenspiel mit Fehlerkorrekturverfahren mit redundanter Datenübertragung, ist es so möglich, trotz schmalbandiger Störungen eine fehlerfreie Übertragung zu erreichen.
Durch die geringere Symbolrate ist die Dauer eines jeden Symbols länger.
Im Falle zeitlicher Verschiebungen aufgrund von Mehrwegeausbreitung ist der Anteil der Überlagerung zwischen den Signalen entsprechend geringer.
Shannon-Hartley-Gesetz
Aus diesen beiden Größen kann mit dem Shannon-Hartley-Gesetz die theoretisch maximal erreichbare Datenübertragungsrate für einen Übertragungskanal berechnet werden.
Ein leicht zu merkender Wert stellt sich bei einem Signal-Rausch-Verhältnis von $0 dB$ ein.
Hier entspricht die Bandbreite in Hertz genau der maximal erreichbaren Datenrate in $\bit/s$.
Da die Rechnungen dazu recht komplex sind, wurden die Prüfungsfragen so gestaltet, dass man das Ergebnis leicht abschätzen kann.
Durch ein SNR von $0 dB$ entspricht die Bandbreite in $Hz$ genau der maximal erreichbaren Datenrate in $\bit/s$, also $2,7 k\bit/s$.
Durch ein SNR von $0 dB$ entspricht die Bandbreite in $Hz$ genau der maximal erreichbaren Datenrate in $\bit/s$, also $10 M\bit/s$.
Durch ein SNR von $-20 dB$ muss die maximal erreichbare Datenrate kleiner als $2,7 k\bit/s$ sein. Es kann nur $39 \bit/s$ richtig sein.
Durch ein SNR von $30 dB$ muss die maximal erreichbare Datenrate größer $10 M\bit/s$ sein. Es kann nur $100 M\bit/s$ richtig sein.
Quellencodierung
* Möglichst effiziente Nutzung des Frequenzspektrums.
* $\rightarrow$ Kompression der Nutzdaten, die sogenannte Quellencodierung.
* Entfernung von Redundanzen (z. B. Wiederholungen) oder Irrelevanzen (weniger wichtige Informationsteile) aus dem Datenstrom.
Kanalcodierung
* Die Abbildung zeigt einen Sender und einen Empfänger, welche über einen Kanal miteinander verbunden sind.
* Durch atmosphärische Einflüsse oder Aussendungen anderer Stationen kann es zu Störungen auf dem Kanal kommen, welche zu Fehlern bei der Übertragung führen.
Wir unterscheiden zwei Arten der Kanalcodierung:
Fehlererkennung: Man kann erkennen, dass bei der Übertragung ein Fehler aufgetreten ist, und dann z. B. eine erneute Übertragung anfordern.
Vorwärtsfehlerkorrektur: Fehler, die bei der Übertragung entstehen, werden mit Hilfe der Redundanz beim Empfänger korrigiert.
Fehlererkennung
Zusätzliches Prüfbit (Parity Bit) wird an Daten angehängt
Zwei Varianten:
Even Parity: Anzahl der Einsen wird auf gerade Anzahl festgelegt
Odd Parity: Anzahl der Einsen wird auf ungerade Anzahl festgelegt
Sender und Empfänger müssen sich über das verwendete Verfahren einigen
* Zu übertragendes Byte
* Es werden 5 Einsen gezählt → ungerade Anzahl
* Prüfbit muss auf $\num{1}$ gesetzt werden, um eine gerade Anzahl zu erreichen
* Das Prüfbit wurde auf $\num{1}$ gesetzt
* Das resultierende Byte hat eine gerade Anzahl an Einsen
* Bei einer Fehlerübertragung stimmt das Prüfbit nicht mehr
* Ursprüngliches Byte: 4 Einsen (gerade)
* Prüfbit wird auf $\num{0}$ gesetzt
Bei einem Ein-Bit-Fehler wird die Parität umgekehrt → Fehler erkannt
Bei zwei Fehlern bleibt die Parität gleich → Fehler unentdeckt
Bei drei Fehlern ändert sich die Parität wieder → Fehler erkannt
Zusätzliche Prüfbits können Mehrbitfehler erkennen
Bei variablen Nachrichten werden oft Prüfsummenverfahren wie die zyklische Redundanzprüfung (CRC) eingesetzt
CRC erkennt Fehler bis auf eine gewisse Restwahrscheinlichkeit
Fehlerkorrektur
Erkennt der Empfänger einen Fehler (z. B. mittels Prüfbits), kann er um eine erneute Übertragung bitten
Bei der Vorwärtsfehlerkorrektur wird zusätzliche Redundanz (z. B. weitere Prüfbits) hinzugefügt
So wird nicht nur erkannt, dass ein Fehler vorliegt, sondern auch an welcher Stelle $\rightarrow$ das fehlerhafte Bit kann berichtigt werden
Im Englischen spricht man von Forward Error Correction (FEC)
Der Hamming-Code nutzt mehrere Parity Bits, um nicht nur Fehler zu erkennen, sondern auch zu korrigieren
Ziel: Ein einzelner Bitfehler soll lokalisiert und berichtigt werden
* Beispiel: Übertragung eines 11-Bit-Datenworts
* Ziel: Fehlererkennung und -korrektur bei einem Bitfehler
* Die Positionen der Bits werden alphabetisch benannt, um die einzelnen Bereiche zu identifizieren
* Anordnung der Datenbits mit zusätzlichen Bit-Positionen für Parity Bits
* Anstelle eines einzelnen Prüfbit werden vier Parity Bits ($p_1$–$p_4$) eingesetzt
* Diese decken unterschiedliche Bereiche der Datenbits ab – ähnlich einem Kreuzworträtsel
* Jedes Parity Bit sichert einen bestimmten Bereich der Daten ab
* Für jeden Bereich wird das Parity Bit mittels Even Parity berechnet
* Tritt ein Fehler auf, können die fehlerhaften Bereiche identifiziert und korrigiert werden
* Durch die Kombination der Parity-Bereiche lässt sich der fehlerhafte Bit-Standort bestimmen
* Beispiel: Wird ein bestimmtes Bit (z. B. Bit $k$) während der Übertragung verändert, schlagen alle zugehörigen Paritätsprüfungen fehl – der Fehler liegt also bei Bit $k$
Mapping
Wandelt digitale Daten in spezifische Signalpunkte (Symbole) um
Entscheidend für Modulationstechniken wie QAM und QPSK
Ermöglicht die Übertragung der Daten über das Kommunikationssystem
Bei QPSK werden jeweils zwei Bits zu einem Symbol zusammengefasst
Es ergeben sich 4 mögliche Kombinationen: $\num{00}$, $\num{01}$, $\num{10}$, $\num{11}$
Jede Kombination wird einem bestimmten Signalpunkt zugeordnet
Jedem Symbol wird eine eigene Phase zugewiesen
Typische Phasen in $90 °$-Schritten:
$\num{00}$ entspricht $0 °$
$\num{01}$ entspricht $90 °$
$\num{10}$ entspricht $180 °$
$\num{11}$ entspricht $270 °$
Schritt 3: Mapping auf das Konstellationsdiagramm
* Das Konstellationsdiagramm stellt die Signalpunkte in einem quadratischen Diagramm dar
* Die X-Achse (*I*n-Phase) und die Y-Achse (*Q*uadratur) zeigen die Amplituden der Signalbestandteile
* Für QPSK liegen die vier Signalpunkte an den Enden eines Quadrats
$\num{00}$ bei $0 °$: Punkt auf der positiven X-Achse
$\num{01}$ bei $90 °$: Punkt auf der positiven Y-Achse
$\num{10}$ bei $180 °$: Punkt auf der negativen X-Achse
$\num{11}$ bei $270 °$: Punkt auf der negativen Y-Achse
Die klare Trennung der Phasen erleichtert das Auseinanderhalten der Symbole – auch bei Rauschen
Sende- und Empfangsketten
Effektive Bandbreitennutzung durch intelligente Kombination
Gleichzeitige Fehlererkennung und -korrektur durch Redundanz
Quellencodierer: Daten komprimieren
Kanalcodierer: Redundanz zur Fehlererkennung und -korrektur hinzufügen
Mapper: Binäre Daten auf Symbole (z. B. Amplitude & Phase bei QAM) abbilden
De-Mapper: Symbole auf binäre Daten abbilden
Kanaldecodierer: Fehler erkennen und korrigieren
Quellendecodierer: Daten dekomprimieren
Synchronisation
Dient dazu, dass der Empfänger den Beginn der Sendung erkennt