Diese Schichten entstehen an Übergängen zwischen warmen und kalten Luftschichten
Funkwellen können von diesen Schichten reflektiert werden und über größere Entfernungen zurück zur Erde geleitet werden
* Tritt auf, wenn Funkwellen zwischen zwei Inversionsschichten eingeschlossen werden
* Diese Inversionsschichten wirken wie ein natürlicher Wellenleiterkanal
* Ducting kann die Funkwellen über Entfernungen von über 1000 Kilometern tragen
Mehrwegeausbreitung
Funksignal gelangt auf mehr als einem Weg vom Sender zum Empfänger
Reflexion an Gebäude, Gelände, Flugzeuge etc.
Refraktion an Ionosphäre bei Kurzwelle
Führt zu Interferenz mit Verstärkung oder Auslöschung des Signals
Abbildung A-1.2.1: Mehrwegeausbreitung durch Reflexion
Funksignal gelangt auf mehr als einem Weg vom Sender zum Empfänger
Reflexion an Gebäude, Gelände, Flugzeuge etc.
Refraktion an Ionossphäre bei Kurzwelle
Führt zu Interferenz mit Verstärkung oder Auslöschung des Signals
Phase:
90 °
Schwankende Signalstärke $\rightarrow$ Schwund, Fading oder QSB
Verzerrungen des Signals und schlechtere Verständlichkeit
Aurora II
* Die Aurora findet in der Nähe der Pole statt
* Die Aurora ist auf Höhe der E-Region ($\num{90}$ bis $130 km$)
* Geladene Teilchen der Sonne dringen in die Atmosphäre ein
0:00 / 0:00
Die Aurora ist ein stark ionisierter Bereich, die Funkwellen über $30 MHz$ reflektiert
Wird also hauptsächlich mit UHF und VHF verwendet
Sprache ist zu breitbandig, deshalb eignet sich CW am besten
Trotzdem ist das Signal "flatternd" und "verbrummt"
Sporadic-E III
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre mit zwei konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist, sowie den Verlauf von VHF-Signalen. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender führen zwei gestrichelt eingezeichnete, rote Linien in verschiedenen Winkeln zunächst durch eine schmale gelbe Schicht und dann eine breite rosafarbene Schicht hindurch und endet am oberen Bildrand. Eine durchgehende rote Linie führt vom Sender hinauf zu einer ellipsenförmigen Figur in der gelben Schicht und hinunter zum Empfänger. Die ellipsenförmige Figur ist mit „Sporadic-E“ beschriftet.">
Abbildung A-1.4.1: Refraktion bei Sporadic-E
* Sporadic-E: stark ionisierte Bereiche in der E-Region
* Reflexion von hohen Kurzwellenbändern und VHF
* Mit steigender Frequenz tritt Sporadic E seltener auf
* Bei hoher Sonnenaktivität: F-Region-Ausbreitung (z. B. $10 m$-Band) möglich
* Sporadic E kann störend wirken: Funkwellen erreichen die F-Region nicht
* Sprungdistanzen auf ca. $2200 km$ begrenzt
* Tote Zone kann verschwinden
Ionosphäre III
Die UV-Strahlung der Sonne ist für die Ionisierung von Molekülen in der Ionosphäre verantwortlich.
* Die wichtigsten Regionen der Ionosphäre sind die D-, E- und F-Region
* In der Klasse A, es ist wichtig, ihre Höhenbereiche zu kennen
* Sie variieren je nach Tageszeit und Jahreszeit
Die Abhängigkeit von der Tageszeit beeinflusst die Ausbreitung von Funkwellen
Im Sonnenfleckenmaximum funktioniert das $10 m$-Band tagsüber gut
Im Sonnenfleckenminimum ist das $10 m$-Band tagsüber kaum nutzbar
Während des Sonnenfleckenminimums wird tagsüber häufig das $20 m$-Band für Weitverbindungen verwendet
Ebenso wie das $20 m$-Band nur Klasse A vorbehalten
Das $40 m$-Band ist besonders für die Kommunikation über große Entfernungen innerhalb Deutschlands geeignet, wie z. B. von Hamburg nach München
$80 m$ und $160 m$-Bänder sind tagsüber aufgrund der D-Schicht kaum nutzbar, aber nachts zuverlässig
$40 m$-Band ermöglicht nachts größere Reichweiten, da die Ausbreitung über die F2-Schicht erfolgt
F1-Schicht: Führt aufgrund geringerer Höhe zu kürzeren Sprungdistanzen und ist meist unerwünscht
Abbildung A-1.5.1: Solarer Flux und Anzahl der Sonnenflecken von 2005 bis 2025
* Strahlung der Sonne auf $2,8 GHz$
* Wird seit Mitte des 20. Jahrhunderts durchgeführt
* Ist weniger sprunghaft als Zählung der Sonnenflecken
* Reicht von 65 im Aktivitätsminimum und bis über 300 bei starken Maxima
* Werte über 100 führen zu höherer Ionisierung und verbesserten Ausbreitungsbedingungen im KW-Bereich
Die Polarisation einer elektromagnetischen Welle ändert sich bei der Raumwellenausbreitung
Dies ist auf die Faraday-Rotation, Reflexionsphänomene in der Ionosphäre und Multipath-Effekte zurückzuführen
Die empfangene Polarisation kann nicht mehr der ursprünglich gesendeten entsprechen
Tote Zone II
* Je höher die Frequenz, desto größer ist der Radius der toten Zone
* Insbesondere auf den höheren Bändern kann es zur Fehlannahme einer freien Frequenz kommen
* Je flacher die Abstrahlung, desto größer ist der Radius der toten Zone
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines, schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender zeigt eine kurze, gerade grüne Linie in Richtung Mitte, beschriftet mit „Bodenwelle“. Eine rote Linie, beschriftet mit „Raumwelle“, beginnt nahe dem Sender, steigt steil auf, trifft auf eine rosafarbene, bogenförmige Schicht im oberen Bildbereich, läuft schräg nach unten zur Mitte und berührt dort die Oberfläche der Erde, steigt dann erneut schräg nach oben zur rosafarbenen Schicht und fällt anschließend schräg nach unten in Richtung des Empfängers. Die rosafarbene Schicht erstreckt sich breit über die gesamte Grafik und ist unbeschriftet. Zwischen dem Ende der Bodenwelle und dem ersten Auftreffen der Raumwelle ist eine „Tote Zone“ in Form eines Bogens entlang der Erdoberfläche eingezeichnet.">
Abbildung A-1.6.1: Tote Zone
Abbildung A-1.6.1: Simulation der Ausdehnung der Toten Zone bei einem Abstrahlwinkel von $45 °$ in Abhängigkeit der Frequenz, im Januar 2025Abbildung A-1.6.1: Simulation der Ausdehnung der Toten Zone in Abhängigkeit vom Abstrahlwinkel im $40 m$-Band, im Januar 2025
Sprungdistanz II
Klasse E: Sprungdistanz durch Abstrahlwinkel verändern
Abbildung A-1.7.1: Simulation der Sprungdistanz in Abhängigkeit vom Abstrahlwinkel im $40 m$-Band, im Januar 2025
Auch zu beachten:
Höhe der ionisierten Region
die Tageszeit wegen der unterschiedlichen Schichten
genutzte Frequenz wegen unterschiedlicher Refraktionseigenschaften an den Schichten
An den Schichten erklären, wie dadurch die Sprungdistanz verändert wird
Abbildung A-1.7.1: Simulation der Sprungdistanz in Abhängigkeit von Jahreszeit sowie Tag und Nacht im $80 m$-Band bei $45 °$ Abstrahlwinkel; zusätzlich wirkt die Dämpfung der D-Schicht am TagAbbildung A-1.7.1: Simulation der Sprungdistanz in Abhängigkeit der Frequenz bei $45 °$ Abstrahlwinkel, im Januar 2025
MUF und LUF II
* Klasse E: Höchste Frequenz mit der eine Verbindung über die Raumwelle hergestellt werden kann
* Klasse A: Abhängig vom Abstrahlwinkel $\alpha$
* Strahlt man steil ab (z. B. $60 °$), sinkt die MUF und die Funkwelle wird ggf. nicht mehr refraktiert.
* Strahlt man flach ab (z. B. $30 °$), so erhöht sich die MUF.
* Bei $90 °$ Abstrahlwinkel muss das Signal in der Ionosphäre eine $180 °$-Wendung vollziehen
* Kritische Frequenz $f_c$ bei der das Signal reflektiert wird
* MUF ist größer als $f_c$, da in der Regel nicht senkrecht nach oben gesendet wird
Niedrigste Frequenz mit der eine Verbindung über die Raumwelle hergestellt werden kann
* Bei $90 °$ Abstrahlwinkel muss das Signal in der Ionosphäre eine $180 °$-Wendung vollziehen
* Kritische Frequenz $f_c$ bei der das Signal reflektiert wird
* MUF liegt höher als $f_c$, da in der Regel nicht senkrecht nach oben gesendet wird
Separate Angaben je nach Ionosphären-Region möglich
Formelzeichen: fo
Ergänzt durch die Schicht, z.B. foF2
Langer und kurzer Weg II
* Bei einer Richtantenne ist der Drehwinkel der Hauptstrahlrichtung entscheidend für das zu erreichende Funkziel
* Ein anderer Ort kann somit über zwei Drehrichtungen erreicht werden
* Die Strecke ist dabei unterschiedlich lang
Der Drehwinkel unterscheidet sich dabei um $180 °$
Beispiel: von Berlin nach Sydney/Australien ist der kurze Weg bei $75 °$, der lange Weg bei $255 °$
Edge Cases für Besserwisser: $0 °$, $180 °$ und $360 °$ können mit beiden Formeln berechnet werden
Scatter
Damit können größere Entfernungen überbrückt werden
* Englisch *Rainscatter*
* Streuung an Regentropfen in alle Richtungen (Rayleigh-Streuung)
* Tropfengröße muss zur Wellenlänge passen: $6 cm$ und $3 cm$-Band
* Antenne wird auf Regenwolke gehalten
* Rauer Ton in SSB- und CW-Signalen (ähnlich Aurora)
Abbildung A-1.10.1: $10 GHz$ Regenscatter (DL4M Juni 2025)
Brechung der Raumwelle zurück zum Empfänger
Vor allem während der Dämmerung
Starke und schnell schwankende Signalstärke (Flatterfading, flutter fading)
Reflexion (also eigentlich kein Scatter) von VHF, UHF und SHF an Flugzeugen
Flugzeug muss auf Verbindungslinie zwischen Sender und Empfänger sein
Recht kurze Verbindung aufgrund der schnellen Bewegung des Flugzeugs