Reduziert bei Übersteuerung die Amplitude im Sendezweig
Nicht verwechseln mit der AGC (Automatic-Gain-Control) im Empfängerzweig
Erfassung der Ausgangsleistung und Vergleich mit vorgegebenen maximalen Wert
Bei Überschreiten wird eine Regelspannung an vorgelagerte HF-Verstärkerstufe gegeben
Amplitude des Sendesignals wird reduziert
Bei SSB ist ein geringfügiges Übersteuern erwünscht
Gleicht Lautstärkeschwankungen in der Stimme aus
ALC-Anzeige ist deshalb oft ein Balken
Verzerrung des Sendesignals
NF-Signal so weit aussteuern, dass ALC gerade nicht anspricht
Senderausgangsleistung
Auf vielen Amateurfunkbändern gilt eine maximale Senderausgangsleistung (PEP, Peak-Envelope-Power) als Grenzwert
Auch unerwünschte Aussendungen sind von Bedeutung
Am Senderausgang
Unter Einbeziehung von Stehwellenmessgerät, Anpassgerät(e), Tiefpassfilter etc.
Messung von unerwünschen Aussendungen, die die Antenne erreichen können
Direkt am Senderausgang
Ohne Zusatzgeräte, Filter oder Kabel
Bei SSB $\rightarrow$ mit Modulation
Ein- oder Zweitonaussteuerung, aber keine Sprache
Messung der maximalen Hüllkurvenleistung (PEP)
Spitzenleistung des Senders bei maximaler Aussteuerung
Leistung bei der höchsten Spitze einer Hochfrequenzschwingung
Durchschnittliche Leistung eines Senders
Unerwünschte Aussendungen II
Ganzzahlige Vielfache der Grundfrequenz
Entstehen durch Signalformen, die nicht sinusförmig sind, insbesondere bei Übersteuerung
Beeinträchtigung anderer Funkdienste
Können reduziert werden
* Nur Frequenzen unterhalb einer bestimmten Grenzfrequenz werden durchgelassen
* Oberwellen können nicht passieren oder werden stark abgeschwächt
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine horizontale Kurve verläuft links bis zur vertikalen Linie und fällt rechts davon steil nach unten ab. Am Ende verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie.">
Abbildung E-11.3.1: Frequenzgang eines Tiefpassfilters
* Nur Frequenzen oberhalb einer bestimmten Grenzfrequenz werden durchgelassen
* Werden im Empfängereingang verwendet, damit tiefe Frequenzen nicht stören
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im linken Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.">
Abbildung E-11.3.1: Frequenzgang eines Hochpassfilters
* Bei Einbandsendern
* Sender im VHF/UHF/SHF-Bereich
* Signale aus der Signalaufbereitung unterhalb der Sendefrequenz unterdrücken
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie fällt sie wieder steil ab und verläuft bis zum Ende der horizontalen Linie auf der Nulllinie.">
Abbildung E-11.3.1: Frequenzgang eines Bandpassfilters
Sender-Stufen und Leistungs-Endstufen sollen verzerrungsfrei arbeiten
Nach Veränderung des Arbeitspunkts auf Linearität (saubere Sinus-Verstärkung) prüfen
Aussendung auf Oberwellen prüfen
Bei Übersteuerung von Sendern und Endstufen entstehen Nebenaussendungen
Diese stören benachbarte Stationen
Übersteuerung vermeiden
Nicht stabile Oszillatoren können zu Aussendungen außerhalb der Bandgrenzen führen
Das kann benachbarte Stationen stören
Ursache z.B. Selbstbaugerät mit nicht quarzstabilisierten Oszillator
Überschreitung der zulässigen Bandbreite kann insbesondere bei AFSK-modulierten FM-Sendern geschehen
Abhilfe durch Hub begrenzen
Oder Aussteuerung der NF reduzieren
Beachten bei Packet-Radio oder Digimodes
Störende Beeinflussung elektronischer Geräte I
Ziel: Störungen vermeiden oder Ursachen durch Gegenmaßnahmen beseitigen
Hochfrequenz gelangt durch Leitungen oder Kabel in ein Gerät
Zum Beispiel über die Netzleitung, Antennenleitung, Lautsprecherkabel
Hochfrequenz gelangt wegen ungenügend geschirmten Gehäuse in die Elektronik
Führt dort zu Störungen
Kann trotz gesetzeskonformen Betrieb eines Senders beim Empfänger in Nähe auftreten
Garagentorsteuerungen oder Funk-Autoschlüssel funktionieren nicht mehr wie gewohnt
Störung von LED-Leuchten
Beim Auftreten von mehreren starken Empfangssignalen
Z.B. TV-Sender und starke Amateurfunkstation in der Nachbarschaft
Führt zu unerwünschten Oberwellen und deren Mischprodukten
Durch Intermodulation werden Phantomsignale hervorgerufen
Korrodierte Kontakte (Metall-Oxide) zwischen Metallen bilden Nichtlinearitäten durch Gleichricht-Effekte
Unerwünschte Mischprodukte auf der Sende- und Empfangsseite
Kann zu Störungen im Fernseh- und Rundfunkempfang führen
Stets nur die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Sendeleistung verwenden
Zur Vermeidung von Störungen von Geräten
Hohe Feldstärken durch hohe Sendeleistungen oder im Strahlungsbereich einer Antenne
Empfänger und Empfangsstufen können übersteuert werden
Verringert die Empfängerempfindlichkeit bis hin zur Blockierung
Verringerung der Sendeleistung führt nicht immer zum Erfolg
Das gestörte Gerät oder die Zuleitung könnte nicht genügend abgeschirmt sein
Hilfe dem Nachbarn anbieten
Nur als letztes Mittel die Behörde einschalten
Sowohl auf Seite des störenden Geräts als auch auf Seiten des gestörten Geräts einbauen
Oberwellenaussendungen unterdrücken
Hochpass oder Bandpass auf Empfängerseite
Übersteuerrung wird minimiert
Sendesignal der Amateurfunkstation wird über den Schirm von Koaxialkabeln oder Zuleitungen in Empfänger oder Geräte in örtlicher Nähe eingekoppelt
Mantelwellensperren in Zuleitungen von Geräten einbauen
Auch Drossel genannt
Ringkerne oder Klappferrite
Weitere Möglichkeit: Verwendung von geschirmten Steuerkabeln
Wenn die Funkanlage als Störquelle vermutet wird
Freiwilligen Nachweis führen
Ausschluss der Amateurfunkanlage als Störquelle
Z.B. TV-Zimmerantenne für Empfang
Verwendung einer Außenantenne mit entsprechenden Vorfiltern