Die für uns Funkamateure wichtigste Spannungsquelle ist, neben Batterien, das Netzgerät. Es wird über das Stromnetz mit $230 V$ Wechselspannung versorgt und erzeugt eine Gleichspannung von $13,8 V$. Damit lassen sich Funkgeräte und Zubehör versorgen.
Wichtig ist, dass die Ausgangsspannung bei Last konstant bleibt.
Bei Netzgeräten, besonders mit einem Metallgehäuse, ist ein normgerechter Anschluss an das Stromnetz wichtig. Der Schutzleiter (grün/gelb) hat dabei die Aufgabe im Fehlerfall die Spannung zur "Erde" abzuleiten und damit die Haussicherung auszulösen, damit keine gefährliche Spannung am Metallgehäuse anliegt. Bei einer 3-adrigen Leitung sind die Adernkennfarben wie folgt festgelegt:
* Liefert konstanten Strom
* Unabhängig von der angeschlossenen Last
* Theorie: Unendlich großer Innenwiderstand
* Praxis: Sehr hoher Innenwiderstand
Labornetzgeräte
Ladetechnik von Akkus
### Spannungsquelle
* Reale Spannungsquelle wird mit $R_L$ belastet $\rightarrow$ Klemmenspannung $U_k$ sinkt
* Grund ist der Innenwiderstand
* Ohne Belastung / im Leerlauf: $U_q = U_L$
* Nicht messbar mit einem Multimeter
* Rechnerisch ermitteln: $R_i = \frac{\Delta U}{\Delta I}$
$Q = I \cdot t \Rightarrow t = \frac{Q}{I} = \frac{Q_{\mathrm{max}} - Q_{10\%}}{I} = \frac{54 A\hour}{0,8 A} = 67,5 \hour$
gegeben: $U = 12 V$
gegeben: $Q = 5 A\hour$
gesucht: $W$
$W = P \cdot t = U \cdot I \cdot t = U \cdot Q = 12 V \cdot 5 A\hour = 60,0 W\hour$
Photovoltaik
* Solarzelle wandelt optische Strahlungsenergie in elektrische Energie um
* Grundsätzlicher Aufbau wie in einer Diode
* Durch die Strahlungsenergie werden Elektronen freigesetzt
* Bei Anschluss eines elektrischen Verbrauchers können diese fließen
Kenngrößen von Solarzellen
Bezeichnung
c: Abkürzung
Erklärung
Leerlaufspannung
${U}_{OC}$
Ist die Spannung, die ohne Last bei voller Sonneneinstrahlung anliegt.
Kurzschlussstrom
${I}_{SC}$
Ist der Strom, welcher bei einem Kurzschluss am Ausgang, bei voller Sonneneinstrahlung, fließen wird.
Tabelle EA-7.4.1: Kenngrößen von Solarzellen
Bei Reihen- und Parallelschaltung verändern sich Klemmenspannung und der maximale Laststrom
* Wandelt Gleichspannungen um $\rightarrow$ DC/DC-Wandler
* z.B. von $13,8 V$ auf $5 V\rightarrow$ Step-DOWN (Tiefsetzsteller)
* z.B. von $12 V$ auf $19 V\rightarrow$ Step-UP (Hochsetzsteller)
Es entstehen Verluste durch die Bauteile in der Schaltung
* Um die Wechselspannung zu einer Gleichspannung zu wandeln, benötigen wir einen Gleichrichter.
* Die einfachste Möglichkeit ist die Gleichrichtung mit einer Diode, denn eine Diode leitet den Strom nur in eine Richtung.
Gleichrichter II
* Bei positiver Halbwelle lässt Diode $D$ Strom fließen
* Lädt Kondensator $C_L$ auf Spitzenwert der Wechselspannung und versorgt Lastwiderstand $R_L$
* Bei negativer Halbwelle sperrt Diode $D$
* Kondensator $C_L$ entlädt sich über Lastwiderstand $R_L$
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „5 ms/Div.“ und einer vertikalen Achse „3 V/Div.“. Der Nullpunkt unten links trägt die Beschriftung „0 V“. Das Gitter besteht aus sieben horizontalen und sieben vertikalen Gitterlinien. Eine Kurve verläuft ausschließlich zwischen der fünften und der sechsten Gitterlinie und beginnt zunächst steil, geht in ein abgerundetes Maximum über und läuft dann etwas flacher aus. Nach zwei vertikalen Gitterlinien beginnt ein neuer Zyklus.">
Abbildung EA-7.7.1: Welligkeit der Ausgangsgleichspannung $U_L$
Am Lastwiderstand $R_L$ stellt sich eine pulsierende Gleichspannung $U_L$ ein
* Je größer die Kapazität, umso geglätteter die Gleichspannung
* Die Trafospannungen sind Effektivspannungen
* Für die Bemessung des Kondensators muss die Spitzenspannung bestimmt werden
* Für die Diode ist die Spitzen-Spitzen-Spannung relevant
* Erweiterte und häufige Gleichrichterschaltung
* Beide Halbwellen werden verwendet
* Pulsierende Gleichspannung am Ausgang mit doppelter Frequenz wie Eingangsspannung
Mit dem folgenden Applet kann man beide Halbperioden getrennt anschauen.
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit horizontalen Leitern. Links gibt es oben und unten jeweils einen Anschlusspunkt, dazwischen die Beschriftung „~ 230 V“. Beide horizontalen Leiter sind mit der Primärwicklung eines Transformators verbunden, dessen Kern durch zwei parallele vertikale Striche angedeutet wird. Die Sekundärwicklung des Transformators endet in einem Brückengleichrichter aus vier Dioden mit dem Dreieck nach rechts und einem vertikalen Strich an der Spitze. Die beiden Wechselstromeingänge der Brücke sind mit „~“ gekennzeichnet, die beiden Gleichspannungsausgänge mit „–“ (links) und „+“ (rechts). Von beiden Ausgängen geht nach rechts jeweils ein horizontaler Leiter ab. Beide Leiter sind über einen Kondensator vertikal miteinander verbunden. Im oberen Leiter folgt eine Spule (Halbbögen nach oben gerichtet), danach eine weitere vertikale Verbindung mit dem unteren horizontalen Leiter, diesmal über einen mit „C_S“ gekennzeichneten Siebkondensator. Beide horizontalen Leiter enden rechts an einem Anschlusspunkt.">
Abbildung EA-7.8.1: Gleichrichterschaltung mit Siebung
* Mit Ladekondensator $C_L$ und LC-Siebglied mit $C_S$
* Kleinere Amplituden der pulsierenden Gleichspannung
* Kondensatoren laden sich auf die sekundäre Spitzenspannung auf
Im Leerlauf kann die Diodenspannung vernachlässigt werden.
$\hat{U} = U_S \cdot \sqrt{2} = 28,75 V \cdot 1,41 \approx 40 V$
Vollweggleichrichter
* Positive Halbwelle an oberer Wicklung gegenüber Mittelanzapfung $\rightarrow D_1$ leitet
* An $D_2$ liegt zu diesem Zeitpunkt eine negative Halbwelle an $\rightarrow$ sperrt
Mit dem folgenden Applet kann man beide Halbperioden getrennt anschauen.
Anoden sind an den Ausgang angeschlossen
Gleichspannung wird gegenüber der Mittelanzapfung negativ
Halbwellen befinden sich unterhalb der Nulllinie
Nach der Gleichrichtung existiert eine pulsierende Gleichspannung mit doppelter Frequenz zur Eingangsspannung.
Restwelligkeit
In einer Gleichrichterschaltung entsteht am Ausgang eine Gleichspannung mit einer überlagerten Wechselspannung $\rightarrow$ Restwelligkeit
Kann mit einem Oszilloskop betrachtet werden
Schaltnetzteil I
Schaltnetzteile bringen die Eingangsspannung auf eine höhere Frequenz, wodurch kleinere Transformatoren eingesetzt werden können und bieten effizientere Wege die Ausgangsspannung konstant zu halten.
Hoher Wirkungsgrad
Geringes Gewicht
Geringes Volumen
Durch die hohen Frequenzen kann es zu hochfrequenten Störungen kommen, die besonders im Kurzwellenbereich stören.
Bei für den Amateurfunk konzipierten Netzgeräten ist das inzwischen kein Problem mehr, bei Netzgeräten in der Unterhaltungselektronik schon.
Schaltnetzteil II
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis aus zwei horizontalen Leitern und zwei Anschlusspunkten im linken Teil. Die beiden Anschlusspunkte sind mit „230 V“ und einer Wellenlinie beschriftet und mit dem oberen und dem unteren Ausgang einer aus vier Dioden gebildeten Brücke in Diamantform (Brückengleichrichter) verbunden. Der rechte Ausgang der Brücke ist mit einem vertikal gezeichneten Kondensator mit „+“-Zeichen am oberen Anschluss verbunden; der untere Anschluss geht auf den unteren horizontalen Leiter, der mit dem linken Ausgang der Brücke verbunden ist. Vom rechten Ausgang der Brücke führt außerdem ein Leiter nach rechts über einen mit „E“ bezeichneten Schalter zum oberen Anschluss der Primärwicklung (links) eines Transformators. Der untere Anschluss der Primärwicklung führt zurück zum unteren horizontalen Leiter der linken Seite der Schaltung. Auf der Sekundärseite (rechts) des Transformators ist am oberen Anschluss eine Diode eingezeichnet (Symbol mit Dreieck nach rechts zur Sperrlinie), die zum oberen der beiden rechten Anschlusspunkte führt. Zwischen dem oberen und dem unteren Anschlusspunkt befindet sich ein weiterer, vertikal gezeichneter Kondensator mit „+“-Zeichen am oberen Anschluss.">
Abbildung EA-7.12.1: Prinzipschaltbild Schaltnetzteil
* Elektronischer Schalter E regelt eine konstante Ausgangsspannung
* Schaltzeit wird variiert
* Schalter ist länger geschlossen $\rightarrow$ mehr Energie zur Lastseite $\rightarrow$ Ausgangsspannung steigt an
* Dieses ist der *Impulsbreitenmodulator*
* Trennung der Eingangs- und Ausgangsseite
* Hält Störsignale der Schaltung von der Netzspannungseite fern
* Andernfalls wirkt das Stromnetz wie eine Antenne
- PE darf nicht mit L1 oder N verbunden sein.
- Drossel T darf keine Trafo-Funktion haben.
Spannungsstabilisierung
Beispielsweise bei durch Akku betriebenen Geräten
Empfindliche Baugruppen (z.B. Oszillatoren) würden die Frequenz ändern
Abhilfe: Spannungsstabilisierung
* Sehr einfache Schaltung
* Kann die Ausgangsspannung in Grenzen stabil halten
* Leistungstransistor wird als veränderlicher Widerstand betrieben
* Bildet zusammen mit dem Lastwiderstand einen Spannungsteiler
* Wirkungsgrad ist oft sehr niedrig
gegeben: $U_{\mathrm{in}} = 13,8 V$
gegeben: $U_{\mathrm{out}} = 9 V$
gegeben: $I = 900 mA$
gesucht: $P_V$
$U_{IC1} = U_{\mathrm{in}} - U_{\mathrm{out}} = 13,8 V - 9 V = 4,8 V$
$P_V = U_{IC1} \cdot I = 4,8 V \cdot 900 mA = 4,32 W$
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Beide haben einen Anschlusspunkt an beiden Enden. Der untere Leiter liegt an Masse. Im oberen horizontalen Leiter gibt es in der Mitte einen Baustein „IC1“ mit Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Links und rechts davon ist eine vertikale Verbindung zwischen beiden horizontalen Leitern eingezeichnet. In der linken Verbindung ist ein polarisierter Kondensator (zwei parallele Linien, die obere mit „+“ beschriftet) eingezeichnet. Die rechte Verbindung geht über einen anderen Kondensator. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts ist ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.">
Abbildung EA-7.13.1: Festspannungsregler
* Ausgelegt als IC
* Arbeiten wie linare Spannungsregler mit sehr genauer Spannungsreferenzquelle und optimaler elektronischer Regelung
* Auch bei starker Schwankung auf der Eingangsseite ist die Ausgangsseite sehr stabil
$U_{IC1} = U_{\mathrm{in}} - U_{\mathrm{out}} = 13,8 V - 5 V = 8,8 V$
$P_V = U_{IC1} \cdot I = 8,8 V \cdot 500 mA = 4,4 W$
Fernspeiseweiche
* Englisch: BIAS-T
* Gleichspannungsübertragung auf einem Koaxialkabel gleichzeitig zum HF-Signal
* Spannungsversorgung von Baugruppen an der Antenne (z.B. LNA)
* Besteht aus nur drei Bauteilen
* $C_1$ hält das Gleichspannungssignal vom RX fern
* Fehlt $C_1$ wird die Gleichspannung gegen Masse kurzgeschlossen
* Gleichspannung wird über die Induktivität auf den Innenleiter geführt und koppelt HF ab
* Induktivität muss für den Strom passend gewählt sein
Sicherungen
Im Netzgerät und/oder in der Verbindungsleitung zum Transceiver gibt es sogenannte Feinsicherungen
Diese unterbrechen im Fehlerfall (Kurzschluss oder Überlastung) den Stromfluss
Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt drei Feinsicherungen mit unterschiedlicher Auslösezeit in Verpackungen, beschriftet mit „Träge“ (1,25 A), „Flink“ (6,3 A) und „Mittelträge“ (400 mA). Darunter sind zwei Sicherungshalter gezeigt. Links ist ein zerlegter Sicherungshalter mit Schraubgewinde zu sehen, in dem eine Feinsicherung aus Glas mit Metallkappen an den Enden steckt. Rechts davon befindet sich ein Sicherungshalter mit zwei Klemmen, die eine Feinsicherung aus Glas enthalten.">
Abbildung EA-7.15.1: Feinsicherungen
Defekte Sicherungen dürfen nur durch gleichartige ersetzt werden!
Dabei ist sowohl auf Stromstärke als auch die Auslösecharakteristik zu achten, die angibt, wie schnell eine Sicherung auslöst (flink, mittelträge, träge).