Bei der Informationsübertragung unterscheidet man grundsätzlich zwischen analogen und digitalen Verfahren.
Digital: in Stufen, nur bestimmte Werte, keine Werte dazwischen
Analog: kontinuierlich, beliebige Zwischenwerte
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „Zeit“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Wert“. Über das Koordinatensystem verteilt ist ein Gitternetz aus kleinen Quadraten eingezeichnet. An den Schnittpunkten einiger Quadrate gibt es kleine Kreise, die eine sinusförmige Kurve oberhalb und unterhalb der Nulllinie bilden.">
Abbildung N-6.1.1: Digitales Signal (abgestuft)
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „Zeit“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Wert“. Eine sinusförmige Kurve läuft über die gesamte Bildbreite entlang der Nulllinie. Weitere Beschriftungen oder Maße sind nicht vorhanden.">
Abbildung N-6.1.2: Analoges Signal (kontinuierlich)
Morsetelegrafie
Einführung eines Morsealphabets 1838 durch Samuel Morse, optimiert durch Friedrich Clemens Gerke
Morseprüfung lange Zeit Vorschrift für Funkamateure auf Kurzwelle
Seit Mitte der 1990er legen Länder fest, ob Morseprüfung notwendig ist
Erst seit 2003 ist die Morseprüfung in Deutschland freiwillig
A
a
K
k
U
u
B
b
L
l
V
v
C
c
M
m
W
w
D
d
N
n
X
x
E
e
O
o
Y
y
F
f
P
p
Z
z
G
g
Q
q
Ä
ä
H
h
R
r
Ö
ö
I
i
S
s
Ü
ü
J
j
T
t
ẞ
ß
Tabelle N-6.2.1: Morsecode (Buchstaben)
0
0
5
5
/
/
1
1
6
6
.
.
2
2
7
7
,
,
3
3
8
8
?
?
4
4
9
9
=
=
Tabelle N-6.2.1: Morsecode (Ziffern und Satzzeichen)
* Übertragung von Audio- sowie Steuersignalen (CAT) zwischen Computer und Transceiver
* Z.B. Transceiver auf Sendung schalten und Signal vom Computer übertragen
Ausführliche Beschreibung: Die Grafik besteht aus sechs Reihen untereinander und zeigt verschiedene Arten von Verbindungen zwischen Smartphone bzw. Laptop und einem Funkgerät. In jeder Zeile ist links ein Smartphone (oben) bzw. ein Laptop abgebildet. Rechts befindet sich jeweils ein Funkgerät. Im Einzelnen sind die folgenden Verbindungen dargestellt:
Reihe 1: links ein Smartphone mit nach rechts zeigenden Funkwellen, rechts ein Funkgerät mit nach links zeigenden Funkwellen; beide Geräte per Funkwellen miteinander verbunden
Reihe 2: links ein Laptop, rechts ein Funkgerät; beide Geräte über ein „Netzwerk“ miteinander verbunden
Reihe 3: links ein Laptop mit einem „Audio“- und einem „USB“-Anschluss, rechts ein Funkgerät mit einem „Audio“- und einem „CAT“-Anschluss; beide Geräte über die Audio-Anschlüsse direkt und über den USB- und CAT-Anschluss über ein „CAT-Interface“ miteinander verbunden
Reihe 4: links ein Laptop mit einem „USB“-Anschluss, rechts ein Funkgerät mit einem „Audio“- und einem „PTT“-Anschluss; beide Geräte über ein „Digimode-Interface“ miteinander verbunden
Reihe 5: links ein Laptop mit „USB“-Anschluss, rechts ein Funkgerät mit einem „Audio“-, einem „CAT“- und einem „PTT“-Anschluss; beide Geräte über ein „Digimode“-Interface miteinander verbunden
Reihe 6: links ein Laptop mit „USB“-Anschluss, rechts ein Funkgerät mit „USB“-Anschluss; beide Geräte direkt miteinander verbunden">
Abbildung N-6.3.1: Beispiele für Verbindungen zwischen Computer und Funkgerät
Hinter dem Mikrofonanschluss im Funkgerät können Verstärker- und Filterstufen für Sprachübertragung liegen $\rightarrow$ ungeeignet für Datenübertragung
Eigener Datenanschluss am Transceiver
Lässt Signale vom Computer unverfälscht passieren
Funkfernschreiben
Ausführliche Beschreibung: Auf dem Foto ist ein an den Kanten abgerundetes Gerät in Mintgrün und Beige mit polierten Metallleisten links und rechts und einer Papierführung oben zu sehen. Ein cremefarbenes Blatt ist eingespannt. Unten befindet sich eine schwarze Tastatur mit weiß beschrifteten, leicht gewölbten Tasten: oben die Zahlenreihe 1–0, darunter ein QWERTZ-Layout mit deutschen Umlauten.">
Abbildung N-6.4.1: Funkfernschreiber
Die Abkürzung RTTY stammt von *radio teletype*
* Beide Funkpartner nutzen das gleiche Übertragungsverfahren (z.B. JS8, PSK, RTTY)
* Gleiche Parameter müssen gesetzt sein
* Verwendung von betrieblichen Abkürzungen und Q-Gruppen
* Mehr Informationsgehalt pro Zeiteinheit
CQ CQ CQ DE DL2AB DL2AB DL2AB PSE K
> DL2AB DE DL1PZ K
DL1PZ DE DL2AB = UR RST 599 599 = DL1PZ DE DL2AB K
> DL2AB DE DL1PZ = TNX RPRT, UR 479 479 BK
BK QSL = VY 73 DE DL2AB SK
> R 73 DE DL1PZ SK
BK
Unterbrechung der Sendung; Formlose Übergabe
CQ
Allgemeiner Anruf (vom Englischen "Seek You")
DE
von
K
Aufforderung zum Senden
PSE
Bitte (vom Englischen "Please")
QSL
Ich bestätige den Empfang
R
Received (Empfangsbestätigung)
RPRT
Rapport (vom Englischen "Report")
Tabelle N-6.4.1: Betriebliche Abkürzungen in der Telegrafie
RST
RST-Rapport
SK
Ende der Verbindung (vom Englischen "Silent Key")
TNX
Danke (vom Englischen "Thanks")
UR
du bist (im Sinne von "dein Signal ist", vom Englischen "you are")
VY
sehr (vom Englischen "very")
73
viele Grüße
=
Trennzeichen
Tabelle N-6.4.1: Betriebliche Abkürzungen in der Telegrafie
CQ CQ CQ DE DL2AB DL2AB DL2AB PSE K
> DL2AB DE DL1PZ K
Allgemeiner Anruf von DL2AB - Bitte Kommen!
DL2AB von DL1PZ - Kommen!
DL1PZ DE DL2AB = UR RST 599 599 = DL1PZ DE DL2AB K
> DL2AB DE DL1PZ = TNX RPRT, UR 479 479 BK
DL1PZ von DL2AB. Dein Signal ist mit dem RST-Wert 599, ich wiederhole, 599. DL1PZ von DL2AB - Kommen!
DL2AB von DL1PZ. Danke für den RST-Rapport, dein Signal ist 479, ich wiederhole, 479. Zurück zu dir!
BK QSL = VY 73 DE DL2AB SK
> R 73 DE DL1PZ SK
Hier bin ich wieder. Ich bestätige den Empfang. Sehr viele Grüße von DL2AB. Ende der Verbindung.
Verstanden. Viele Grüße von DL1PZ. Ende der Verbindung.
Auf die richtige Geschwindigkeit achten
Schnell gegebene Morsezeichen brauchen viel Übung zum Verstehen
Gegenstelle nicht mit der Geschwindigkeit überfordern
Faustregel: Nicht schneller geben, als man selbst aufnehmen kann
Digital Voice (DV)
z. B. mit den Übertragungsverfahren DMR, D-Star, C4FM und M17
Sprachsignale werden vor der Übertragung in einen Datenstrom umgewandelt
Time Division Multiple Access -- Zeitmultiplexverfahren
* Übertragung mehrerer Datenströme in schnell abwechselnder Folge
* Zwei oder mehr Sprachverbindungen nutzen quasi gleichzeitig dieselbe Frequenz
Ausführliche Beschreibung: Im linken Teil der Darstellung stehen untereinander drei farbige Blöcke mit den Kennzeichnungen „A“ (blau), „B“ (gelb) und „C“ (grün). Von allen drei Blöcken geht jeweils ein Pfeil nach rechts zu einer horizontalen Reihe aus drei Blöcken mit den Kennzeichnungen „A“ (blau), „B“ (gelb) und „C“ (grün). Rechts davon steht in der Mitte eine Reihe von drei Punkten, gefolgt von einer zweiten Reihe aus drei Blöcken mit identischer Darstellung. Von dieser Reihe gehen wieder drei Pfeile nach rechts zu drei farbigen Blöcken „A“, „B“ und „C“, die am rechten Bildrand untereinander stehen.">
Abbildung N-6.5.1: TDMA mit drei Verbindungen auf einer Frequenz
Es sind für digitale Sprache oft mehr Einstellungen zu berücksichtigen als zum Beispiel bei einer FM-Verbindung. Zum Beispiel:
Sprechgruppe (Talkgroup)
Raum oder Reflektor zum Zusammenschalten von Relaisfunkstellen