Erste Schritte

Gesamtkurs N

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Vorwort

  • Dieser Foliensatz basiert auf dem Online-Lehrgang auf 50Ohm.de
  • Jedes Kapitel ist ein Foliensatz mit mehreren Sektionen
  • Die Sektionen sind als vertikale Slides angeordnet

Der erste Schritt

1) Kurzbeschreibung: Frontansicht eines Amateurfunktransceivers mit eingestellter Frequenz „144.299.95“.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt die Frontansicht eines ICOM-Amateurfunktransceivers IC-746 mit der eingestellten Frequenz „144.299.95“.">
    Abbildung N-1.2.1: Ein Transceiver (Funkgerät) für den Amateurfunk
  • * Jeder darf Funkgeräte kaufen und besitzen * und Amateurfunksendungen empfangen
    1) Kurzbeschreibung: Handmikrofon mit 4x4-Tastenfeld und PTT-Taste.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt ein Handmikrofon der Marke KENWOOD mit einem 4x4-Tastenfeld für einzelne Ziffern und Buchstaben wie auch für weitere Funktionen. An der linken Seite befindet sich eine große PTT-Taste.">
    Abbildung N-1.2.1: Handmikrofon mit PTT-Taste (links oben)
  • Auf Sendung gehen (die PTT-Taste drücken)
    • Taste am Funkgerät oder Mikrofon
    • Schaltet den Transceiver von Empfangs- auf Sendebetrieb um
    • Im Amateurfunk werden Grundkenntnisse in Mathematik benötigt
    • Insbesondere Grundrechenarten und Dreisatz
    • Je nach Klasse mehr Wissen notwendig
    • Der Lehrgang unterstützt, kann aber nicht alles notwendige Wissen vermitteln

    Rufzeichen

    1) Kurzbeschreibung: Einmotoriges Hochdecker-Flugzeug mit dem Luftfahrzeugkennzeichen D-EBPF.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt ein einmotoriges Hochdecker-Flugzeug mit einem dreiblättrigen Propeller. Der Rumpf ist weiß, im oberen Kabinenbereich einschließlich der Motorhaube blau. Das Hauptfahrwerk und das Bugrad sind weiß verkleidet. Auf der rechten Rumpfseite steht in großen, schwarzen Buchstaben das Luftfahrzeugkennzeichen (Rufzeichen) D-EBPF.">
    Abbildung N-1.3.1: Flugzeug mit dem Rufzeichen DEBPF
  • * Funkstationen verwenden Rufzeichen, um sich zu identifizieren * Folge von Buchstaben und Ziffern * Jedes mit Funk ausgerüstete Flugzeug und Schiff hat ein Rufzeichen
    • Persönliches Rufzeichen wird zugeteilt
    • Weltweit eindeutig
    • Muss am Anfang und Ende jeder Verbindung genannt werden
    • Und alle 10 Minuten bei längeren Verbindungen

    Internationale Buchstabiertafel

    • Noch schwieriger bei leisem oder schlechtem Empfang
    • Es kann beim Buchstabieren zu Missverständnissen kommen
    • Jedem Buchstaben wird ein Wort zugeordnet
    • Anstatt des Buchstabens wird das Wort ausgesprochen
    • In Deutschland ist die deutsche Buchstabiertafel bekannt
    • Im Amateurfunk wird gemäß Verfügung 13/2005 der Bundesnetzagentur die internationale Buchstabiertafel verwendet
    • Erste Einführung 1927 durch die International Telecommunication Union (ITU)
    • Anhang 14 der Radio Regulations (RR)
    • Wird auch in der Luftfahrt, dem Seefunk und von der NATO verwendet
    BuchstabeWortAussprache
    AAlfaAL-FA
    BBravoBRA-WO
    CCharlieTSCHA-LI
    DDeltaDELL-TA
    EEchoECK-KO
    FFoxtrotFOX-TROTT
    GGolfGOLF
    HHotelHO-TELL
    IIndiaIN-DI-AH
    JJuliettDJU-LI-ETT
    KKiloKI-LO
    LLimaLI-MA
    MMikeMAIK
    Tabelle N-1.4.1: Die ITU-Buchstabiertafel
    BuchstabeWortAussprache
    NNovemberNO&#8209;WEM&#8209;BER
    OOscarOSS-KAR
    PPapaPA-PA
    QQuebecKWE-BECK
    RRomeoRO-MI-O
    SSierraSIER-RA
    TTangoTÄNG-GO
    UUniformJU-NI-FORM
    VVictorWICK-TOR
    WWhiskeyWISS-KI
    XX-rayÄX-RÄI
    YYankeeJENG-KI
    ZZuluSUH-LUH
    Tabelle N-1.4.2: Die ITU-Buchstabiertafel
    • Ziffern im nationalen Funkverkehr auf Deutsch
    • Im internationalen Funkverkehr auf Englisch
    • Kann auch zum Buchstabieren von Namen oder Orten verwendet werden
    • Es gibt Variationen (Nancy, Sugar, Ocean, Queen,...), die zusätzlich verwendet werden dürfen
    • Umlaute als AE, OE, UE und SS buchstabieren

    Betriebsabwicklung

    • Nur eine Seite kann sprechen – die andere kann nur hören
    • Beim gleichzeitigen Senden hört sich niemand
    • Kenntnisse für einen ordnungsgemäßen Betriebsablauf notwendig
    • Es gibt keine verpflichtenden Vorgaben außer Nennung des Rufzeichens
    • Es macht aber Sinn, sich an der Betriebsabwicklung zu orientieren
    • Frequenzen werden gemeinsam genutzt
    • Erst hören, ob die Frequenz frei ist
    • Zwei- bis dreimal kurz nachfragen, ob die Frequenz frei ist
    #### Allgemeiner Anruf * Geht an *alle* Stationen * Beginnt mit der internationalen Abkürzung *CQ*
    #### Gezielter Anruf * Antwort von einer bestimmten Station erwartet
    In der Antwort wird erst das Rufzeichen der anrufenden Station, dann das eigene genannt
    Ist diese Frequenz frei? DL1PZ > *(keine Antwort)* Ist diese Frequenz frei? DL1PZ > *(keine Antwort)* CQ CQ hier ist DL1PZ mit einem allgemeinen Anruf, hier ist DL1PZ und hört. > DL1PZ hier ist DL9MJ bitte kommen
    DL9MJ für DL1PZ bitte kommen > DL1PZ hier ist DL9MJ
    D*(krschkrsch)*MJ für DK5WP, bitte kommen > Hier ist DL9MJ, wurde ich gerufen?
    Nachfragen, ob man gemeint war
    • Die Frequenz wird der anrufenden Station überlassen
    • Falls die antwortende Station zwischendurch von einer weiteren Station gerufen wurde, soll sie sich mit dieser auf eine andere Frequenz einigen, um der bisherigen Station die Frequenz zurückzugeben

    Das RST-System

    Qualität der Funkverbindung hängt ab von

    • Sendeleistung
    • verwendete Antenne
    • Entfernung
    • aktuelle Ausbreitungsbedingungen
    Im Rapport beschreibt die empfangende Station die Qualität der Verbindung
    WertBereichBedeutungEnglisch
    R1 - 5LesbarkeitReadability
    S1 - 9SignalstärkeSignal Strength
    T1 - 9TonqualitätTone
    Tabelle N-1.6.1: Die Bestandteile des RST-Rapports

    Readability

    Subjektive Bewertung des Lesbarkeit (Verständlichkeit)

    RBeurteilung
    1nicht lesbar
    2zeitweise lesbar
    3mit Schwierigkeiten lesbar
    4ohne Schwierigkeiten lesbar
    5einwandfrei lesbar
    Tabelle N-1.6.1: Anhaltspunkte für die subjektive Bewertung der Lesbarkeit (Verständlichkeit)

    Vom Funkgerät ablesen

    1) Kurzbeschreibung: Display eines Funkgerätes mit Frequenzanzeige „144.315.00“, darunter eine hervorgehobene SWR-Anzeige; Spektrums- und Wasserfalldarstellung eines starken Signals in der Mitte.
2) Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt das Display eines Funkgerätes auf schwarzem Untergrund. Neben weiteren Beschriftungen steht in der Mitte in großen, weißen Ziffern die Frequenz „144.315.00“. Darunter befindet sich eine SWR-Anzeige. Unter der SWR-Anzeige ist in blauer Farbe die Anzeige des Spektrums um die eingestellte Frequenz zu sehen, die von den Angaben „–50k“ (links) und „+50k“ (rechts) begrenzt wird. In der Mitte gibt es einen schmalen, hohen Peak mit kleineren Flanken. Darunter befindet sich ein Wasserfalldiagramm auf dunkelblauem Hintergrund mit einer hellblau-weißen vertikalen Spur unterhalb des Peaks. Die SWR-Anzeige ist hervorgehoben, der Rest der Abbildung ist abgeblendet.
    Abbildung N-1.6.1: Display eines IC9700-Transceivers, hervorgehoben ist das S-Meter, das den aktuellen Empfangspegel anzeigt
    • Wird nur in der Morsetelegraphie und bei digitalen Übertragungsverfahren verwendet
    • Subjektive Beurteilung des Tons
    • Wird im Sprechfunk weggelassen

    Beispiele für RST-Rapporte

    im Sprechfunk

    VerständlichkeitS-Meter$\rightarrow$RST-Rapport
    einwandfrei (=5)+20 dB$\rightarrow$59+20dB
    einwandfrei (=5)9$\rightarrow$59
    ohne Schwierigkeiten (=4)5$\rightarrow$45
    mit Schwierigkeiten (=3)3$\rightarrow$33
    unverständlich (=1)3$\rightarrow$13
    Tabelle N-1.6.1: Beispiele für RST-Rapporte im Sprechfunk

    Ausbildungsfunkbetrieb

    Es gibt zum Zweck der Ausbildung die Ausnahme, dass auch Nicht-Funkamateure auf Amateurfunkfrequenzen senden dürfen.

    Unter unmittelbarer Anleitung und Aufsicht eines zugelassenen Funkamateurs der Klasse E oder A.

    • Der Auszubildende benutzt das Rufzeichen des Ausbilders und hängt den Zusatz „/T“ an: DG2RON/T
    • Ausgesprochen wird das T als „Trainee”
    • Komplett: "DG2RON Trainee"

    Offene Sprache

    Im Amateurfunk darf nur offene Sprache verwendet werden.

    • Keine Verschleierungsverfahren wie geheime Codes
    • Zulässig sind digitale Kodierungen, Morsezeichen und Abkürzungen

    Funkverkehr nur mit Funkamateuren

    Eine Amateurfunkstation darf nur andere Amateurfunkstationen kontaktieren.

    Es ist unzulässig, mit Funkstellen anderer Funkdienste zu funken.

    • Es ist unzulässig, Nachrichten von oder an Nicht-Funkamateure zu übermitteln.
    • Die einzige Ausnahme sind Not- und Katastrophenfälle. Dann ist es erlaubt Nachrichten von und an Nicht-Funkamateure zu senden.

    Gewerbliche Nutzung

    • Der Amateurfunk darf nicht wirtschaftlich genutzt werden.
    • Es ist unzulässig, gegen Geld die Nutzung des Amateurfunks anzubieten.
    • Der Amateurfunk darf nicht für Absprachen in einem Unternehmen benutzt werden.

    Weiterlernen

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