Jeder Funkamateur mit Zulassung zum Amateurfunkdienst in Deutschland
Rufzeichen wird durch die BNetzA zugeteilt
Weltweit eindeutig
Darf nur durch den zugeteilten Funkamateur benutzt werden
Ausführliche Beschreibung: Auf weißem Hintergrund sind drei Gruppen von Schriftzeichen angeordnet. Links stehen grüne Buchstaben, darunter steht in Grün „Präfix“. In der Mitte stehen orangefarbene Ziffern, darunter steht in Orange „Numeral“. Rechts stehen blaue Buchstaben, darunter steht in Blau „Suffix“. Von oben nach unten:
Zeile 1 – links „K“ (grün), in der Mitte „4“ (orange), rechts „E A X“ (blau)
Zeile 2 – links „W Z“ (grün), in der Mitte „6“ (orange), rechts „Y“ (blau)
Zeile 3 – links „D L“ (grün), in der Mitte „1“ (orange), rechts „F L O“ (blau)">
Abbildung NE-4.1.1: Aufbau Rufzeichen: DL1FLO, WZ6Y, K4EAX
Drei Teile:
* Präfix
* Ziffer
* Suffix
Ist länderspezifisch zugeordnet
Zur Lokalisierung von Amateurfunkstationen
Werden durch die Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) festgelegt
Stehen in den Radio Regulations (RR)
Mitgliedsstaaten sollen dieses in nationales Recht umsetzen
Tabelle NE-4.1.1: Beispiel für personengebundene, deutsche Amateurfunkrufzeichen
Fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen
Klubstationen
In Deutschland durch die BNetzA
Nach Rufzeichenplan
Verwendungszweck erkennbar anhand von Präfix, Ziffern und Suffix
Steht während der Prüfung zur Verfügung
Persönliche Rufzeichen
In Deutschland gibt es drei Zulassungsklassen
Klasse N (Entry Level License)
Klasse E (Novice)
Klasse A (Advanced)
Die Klasse ist am Präfix und der Ziffer erkennbar
Klasse
Präfix und Ziffer
Klasse N
DN9
Klasse E
DO1 - DO9
Klasse A
DB1 - DD9
DF1 - DH9
DJ1 - DM9
Tabelle NE-4.2.1: Präfixe und Ziffern für personengebunde Rufzeichen
Klasse
Rufzeichen
Klasse N
DN9AAA, DN9BB
Klasse E
DO2AAA, DO2BB
Klasse A
DL3AAA, DL3BB
Tabelle NE-4.2.2: Beispiele für personengebunde Rufzeichen
Nach bestandener Prüfung Antrag bei BNetzA stellen auf Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst
Darauf kommt die Zulassungsurkunde mit persönlichem Rufzeichen
Erst danach darf Funkbetrieb aufgenommen werden
Die Zulassung ist nicht übertragbar
Auf dem Antrag können Wunschrufzeichen angegeben werden
In der Rufzeichenliste der BNetzA oder in der Webabfrage der BNetzA nach freien Rufzeichen schauen
Es gibt keinen Anspruch auf die Zuteilung eines bestimmten Rufzeichens
Ohne Wunschrufzeichen wählt die BNetzA ein Rufzeichen aus
Auswahl von Rufzeichen
Kurzschreibweise des Namens
Initialen
Gute Verständlichkeit beim Sprechen
Einfache Morsetelegrafie
Wortwitz
In der Regel ändert die BNetzA ein Rufzeichen nicht
Bei Änderungen von Regularien oder Zulassungsklassen kann es notwendig werden
Bei Stellung eines neuen Antrags auf Zulassung zum Amateurfunkdienst wird ein neues Rufzeichen vergeben
Klubstationen
Ausführliche Beschreibung: Die Luftaufnahme zeigt ein flaches Gebäude an einem Waldrand mit mehreren Antennenmasten auf einer kleinen Wiese. Direkt neben dem Gebäude stehen zwei hohe, mit Abspannseilen gesicherte Gittermasten, jeweils mit mehreren horizontalen Antennenträgern und zahlreichen querstehenden Elementen. In der Platzmitte steht ein Mast mit einer Leiter und einer runden Arbeitsplattform. Links befindet sich eine hohe Vertikalantenne.">
Abbildung NE-4.3.1: Eine Klubstation
* Gemeinsamer Betrieb einer Station
* Gruppe von mindestens 3 Funkamateuren
* Erhalten ein spezielles Rufzeichen
Rufzeichenplan
Rufzeichen
Klasse
DAØAA
-
DAØZZZ
A
DAØA
-
DA3Z
A
DA6A
-
DA9Z
E
DBØA
-
DD9Z
A
DFØA
-
DH9Z
A
DJØA
-
DM9Z
A
DFØAA
-
DFØZZZ
A
Tabelle NE-4.3.1: Rufzeichen für Klubstationen
Rufzeichen
Klasse
DKØAA
-
DKØZZZ
A
DLØAA
-
DLØZZZ
A
DNØA
-
DNØZ
E
DNØAA
-
DNØZZZ
E
DOØA
-
DO9Z
E
DP3A
-
DP9Z
A
DQØA
-
DR9Z
A
Tabelle NE-4.3.2: Rufzeichen für Klubstationen
Zur Beantragung ist ein Stationsverantwortlicher zu benennen
Muss selbst Funkamateur mit Zulassung sein
Rufzeichenklasse muss der für die Klubstation gleich sein
Wird Inhaber eines auf 5 Jahre zugeteilten Rufzeichens
Verlängerung muss rechtzeitig beantragt werden
Verwendung erst nach Zuteilung möglich
Von jedem Funkamateur mit Zulassung
Nicht auf die Mitglieder der Gruppe beschränkt
Klasse N oder E darf an Klubstation mit Klasse A Betrieb machen
$\rightarrow$ Jedoch nur im Rahmen seiner Bänder und Leistung
Klasse A darf an Klubstation der Klasse E oder N Betrieb machen
$\rightarrow$ Jedoch nur im Rahmen der Bänder und Leistung der Klubstation
Die niedrigste Klasse gibt die maximale Berechtigung vor.
Station N
Station E
Station A
Funkamateur N
N
N
N
Funkamateur E
N
E
E
Funkamateur A
N
E
A
Tabelle NE-4.3.1: Darstellung im Rahmen welcher Klasse Funkbetrieb durchgeführt werden darf, wenn sich Klasse des Funkamateurs und Klasse der Klubstation unterscheiden
Eine Klubstation darf kurzzeitig an anderen Standorten betrieben werden
Eine Meldung an die BNetzA ist nicht erforderlich
Bei Veranstaltungen oder ähnlichem nützlich
Ausbildungsrufzeichen
TODO Neues Bild
* Funkamateure der Klasse E und A sind automatisch Ausbilder
* Unter Aufsicht
* Im Berechtigungsumfang des Ausbilders
* Personengebundenes Rufzeichen + "/T" bzw. "/Trainee"
* Klubstation + "/T" bzw. "/Trainee"
für Personen ohne Besitz eines entsprechenden Amateurfunkzeugnisses
nicht für Aussendungen des Ausbilders selbst
die praktische Vorbereitung auf das Ablegen der fachlichen Prüfung
muss in unmittelbarer Nähe des Auszubildenden sein
bei Bedienung und Betriebsabwicklung anleiten
schaltet den Sender im Extremfall ab
muss auf Verlangen der BNetzA Auskunft über "Art und Umfang" des Ausbildungsbetriebs geben
Remote-Stationen
Ausführliche Beschreibung: Im rechten Teil der Abbildung steht ein Haus, in dessen Umrissen die Frontseite eines Funkgerätes eingezeichnet ist. Darunter befindet sich die Beschriftung „DL1FLO“. Im linken Teil der Abbildung steht ein Antennenmast, mit „Remote“ beschriftet, von dessen Spitze blau eingefärbte Funkwellen ausgehen. Zwischen dem Haus und der Antenne ist eine Verbindungslinie eingezeichnet, die mit „Internet“ beschriftet ist.">
Abbildung NE-4.5.1: Remotestation
* Remotestationen ermöglichen einen Betrieb an einem anderen Standort
* z.B. wenn am Wohnort keine eigene Station realisiert werden kann
* Die gesamte Bedienung erfolgt ferngesteuert
* Betrieb durch Funkamateure der Klasse A
* Mitbenutzung möglich
Remotebetrieb muss durch den Betreiber angezeigt werden
Mit Betriebsmeldung und Kontaktdaten an die BNetzA
Erreichbarkeit während des Betriebs unter den angegebenen Kontaktdaten
Ununterbrochene, mittelbare und vollständige Kontrolle der Station
Kann über Hilfsmittel oder Helfer erfolgen
Bei Störungen muss die Stationen in einen sicheren Zustand versetzt werden
Erlaubnis des Betreibers für Nutzung notwendig
Betreiber darf nur berechtigte Funkamateure die Remotestation nutzen lassen
Klubstationen der Klasse A dürfen als Remotestation betrieben werden
Muss auf die Mitglieder der Gruppe von Funkamateuren begrenzt sein
Ist an einer Remotestation möglich
Es gelten die gleichen Regeln wie für den Ausbildungsbetrieb
Auch an Remote-Klubstationen möglich
Rufzeichenzusätze
Zusatz
Gesprochen
Bedeutung
am
aeronautisch mobil
An Bord eines Luftfahrzeugs, das sich im Flug befindet
mm
maritim mobil
An Bord eines Schiffs auf See
m
mobil
Von einem Landfahrzeug oder einem Schiff auf Binnengewässern aus
p
portabel
Zu Fuß unterwegs oder vorübergehend ortsfest
R
Remote
Remote-Betrieb
T
Trainee
Ausbildungsfunk
Tabelle NE-4.6.1: Mögliche Rufzeichenzusätze
Geschrieben mit "/"
Gesprochen direkt im Anschluss an das Rufzeichen oder mit "Stroke"
Schreibweise
Aussprache
DL1FLO/m
Delta Lima Eins Foxtrott Lima Oskar (Stroke) Mobil
DM4EAX/p
Delta Mike Vier Echo Alpha X-Ray (Stroke) Portabel
DL1ASN/mm
Delta Lima Eins Alpha Sierra November (Stroke) Maritim Mobil
DG2RON/am
Delta Golf Zwei Romeo Oscar November (Stroke) Aeronautisch Mobil
Tabelle NE-4.6.1: Sprechweise von Rufzeichenzusätzen, "Stroke" ist optional und kann weggelassen werden
An Bord eines Luftfahrzeugs (Flugzeug, Heißluftballon, Zeppelin, o.ä.)
Muss sich komplett in der Luft befinden
Keine Verbindung zum Boden
Betrieb muss vom Luftfahrzeugführer erlaubt sein, jedoch nicht von der BNetzA genehmigt werden
An Bord eines Wasserfahrzeugs (Motorboot, Segelyacht, o.ä.)
Außerhalb der 12-Meilen-Zone
Auf Flüssen, Seen oder ähnlichen Binnengewässern darf "/m" (mobil) verwendet werden
Betrieb muss vom Schiffsführer erlaubt sein, jedoch nicht von der BNetzA genehmigt werden
In einem Landfahrzeug wie Auto oder Zug
Oder an Bord eines Schiffs auf Binnengewässern
Station vorübergehend an einem Standort, der nicht auf der Zuteilungsurkunde eingetragen ist
z.B. in der Natur
Auch bei Bewegung (zu Fuß) mit tragbarem Funkgerät
Betrieb an einer Remote-Station
Optional "/R" bzw. "/Remote"
Bei Ausbildungsfunkbetrieb ist "/T" bzw. "/Trainee" verpflichtend
Alle anderen Zusätze sind freiwillig und können weggelassen werden
Besondere Anlässe
Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt die QSL-Karte der Klubstation mit dem Sonderrufzeichen DA200TF anlässlich des 200. Geburtstages des Dichters Theodor Fontane. In der Mitte steht das Rufzeichen „DA200TF“ in großer, roter Schrift, darüber „German Amateur Radio Special Station“ und mit kleiner, weißer Schrift „ITU: 28“. Links neben dem Rufzeichen ist ein Reliefbild von Fontane zu sehen, darunter in Weiß die Aufschrift „DOK: BRA“. Am unteren Rand sind nebeneinander drei Diplomurkunden des „Theodor-Fontane-Diploms“ in den Varianten „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ abgebildet. Im Hintergrund zeigt die Karte eine weite Wiese mit hohem grünem Gras, dahinter ein gelbliches Feld, eine Baumreihe am Horizont und einen bewölkten blau-weißen Himmel.">
Abbildung NE-4.7.1: QSL-Karte der Klubstation mit dem Sonderrufzeichen DA200TF anlässlich des 200. Geburtstag von Theodor Fontane
* Klubstationsrufzeichen mit 4-7stelligem Suffix
* z.B. für historische Ereignisse, Stadtfeste oder Sportereignisse
* Die ganze Amateurfunkwelt kann an dem Ereignis teilhaben
Maximale Zuweisung für 1 Jahr durch die BNetzA
Keine Verlängerung möglich
Suffix kann aus Ziffern und Buchstaben bestehen
Das letzte Zeichen muss immer ein Buchstabe sein
Auch im Ausland kann es Sonderstationen geben
Die Rufzeichen können andere Vorgaben haben
Rufzeichen
Zuteilung
Ereignis
DL1250BRET
2017
1250 Jahre Stadt Bretten
DL500BIER
2016
500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot
DF13DEJU
2019
Erstflug der Junkers F 13
DL73AFUG
2022
73. Geburtstags des Amateurfunkgesetzes
DB50AFZ
2022
50 Jahre Amateurfunkzentrum
DP44N44T
2022
44 Jahre Ortsverband N44
DC0YOTA
2021
Youngsters On The Air
DL22MAUS
2022
Türen auf mit der Maus!
DL0ELEFANT
2022
Türen auf mit der Maus!
Tabelle NE-4.7.1: Beispiele für Sonderstationen
Fernbediente und automatische Stationen
Funkamateur muss die Station besetzt betreiben
Aussendungen dürfen nur unter Aufsicht erfolgen
Direkt an der Sendeanlage oder mittelbar via Remote-Station
Ausnahme: Fernbediente und automatische Stationen
Ermöglicht Funkverbindungen zwischen Funkamateuren, die sich nicht direkt erreichen können
Sendet alles, was sie auf einer Frequenz empfängt, auf einer anderen wieder aus
Sendet nur immer das gleiche
In regelmäßigen Abständen
Oftmals nur das Rufzeichen
Zur Untersuchung der Ausbreitungsbedingungen
Relaisfunkstellen
Ausführliche Beschreibung: Am unteren Rand verläuft eine dünne horizontale Bodenlinie. In der Mitte ragt ein großer Berg mit zwei unterschiedlich hohen Gipfeln. Auf dem höheren Gipfel steht ein kurzer, senkrechter Mast; an dessen Spitze gehen zwei kurze Stäbe schräg nach links oben und rechts oben ab (Antenne). Links am Fuß des Berges steht eine einfache Strichmännchenfigur, die in der Hand ein kleines rechteckiges Gerät mit kurzer, schräg nach oben gerichteter Stabantenne hält; von dem Gerät gehen mehrere konzentrische, orangefarbene, bogenförmige Linien aus, die nach rechts oben zeigen. Spiegelbildlich dazu steht rechts am Fuß des Berges eine zweite Strichmännchenfigur mit einem gleichen Gerät und Antenne; vor diesem Gerät sind ebenfalls mehrere konzentrische, orangefarbene, bogenförmige Linien zu sehen, die nach links oben weisen.">
Abbildung NE-4.9.1: Schematische Darstellung einer Relaisfunkstelle mit Nutzern
* Ermöglicht eine größere Reichweite als bei direkter Verbindung
* Meist an exponierten Standorten, z.B. Berggipfeln, Hochhäusern, (Kirch-)Türmen
* Oder in Satelliten
eine fernbediente Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die empfangene Amateurfunkaussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Signale fernausgelöst aussendet und dabei zur Erhöhung der Erreichbarkeit von Amateurfunkstellen dient
Auch kurz genannt: Relais oder Repeater
Senden regelmäßig ihr Rufzeichen aus
Rufzeichen beginnt in der Regel mit DB0, DM0 oder DO0
* Relaisfunkstellen werden nicht mit persönlichen Rufzeichen betrieben.
* Relaisfunkstellen sind üblicherweise nicht ständig besetzt.
* Relaisfunkstellen müssen nicht zwingend an geografisch exponierten Standorten betrieben werden.
* Empfängt auf der Eingangsfrequenz das Signal einer Amateurfunkstation
* Strahlt es zeitgleich auf der Ausgabefrequenz aus
* Damit der Sender nicht stört, sind die Frequenzen meistens unterschiedlich
Den Abstand nennt man *Frequenzablage* oder kurz *Ablage*
Band
Ablage
$10 m$
$100 kHz$
$2 m$
$600 kHz$
$70 cm$
$7,6 MHz$
$23 cm$
$28 MHz$
Tabelle NE-4.9.1: Frequenzablage
Eingabefrequenz: $431,275 MHz$
Ablage: $+7,600 MHz$
Ausgabefrequenz: $438,875 MHz$
Crossband-Betrieb
Sendet und empfängt gleichzeitig auf zwei verschiedenen Bändern, z.B. $2 m$ und $70 cm$
Umsetzung der Sendeart auch möglich, z.B. SSB auf FM
Vermittelt Daten statt Sprache
Empfängt und sendet Datenpakete
Aussendung kann nur in Teilen oder zeitversetzt geschehen
Datenpakete können wiederholt werden
Einzelne Datenfelder können geändert werden
Ggf. sind weitere Einstellungen für die Verbindung zum Relais notwendig
Diese Informationen sind in Repeaterverzeichnissen, auf Webseiten oder beim Relaisverantwortlichen erhältlich
Neben FM-Repeatern gibt es welche für digitale Sprache wie DMR oder D-Star
Der benötigte Platz im Frequenzspektrum
Wide-FM: $25 kHz$
Narrow-FM: $12,5 kHz$
Repeater mögen Narrow-FM, da sonst Signale verzerrt sind und benachbarte Frequenzen gestört werden
Grundsätzlich können alle Funkamateure mit ihrem zugeteilten Rufzeichen fernbediente Amateurfunkstellen nutzen
Betreiber kann zur Sicherstellung des störungsfreien Betriebs Funkamateure ausschließen
Die BNetzA ist hiervon zu unterrichten
Kurze Durchgänge
Mobile und portable Stationen sind oft nur kurzzeitig in Empfangsreichweite
Pause zwischen den Durchgängen zum Reinmelden anderer Stationen
Bei gleichzeitiger Spracheingabe wird die Aussendung bis zur Unlesbarkeit gestört
"Doppeln" durch ordentliche Übergabe vermeiden
Aussendung erst dann beginnen, wenn die vorige Station beendet hat
Nach Anlage 1 der AFuV
Für automatische Station oberhalb von $30 MHz$ mit $50 W$ ERP
Empfangene Signalstärke (S) ist die des Relais
Es wird darauf verzichtet
Nur die Lesbarkeit (R) wird im Rapport beurteilt
Baken
Automatisch arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage
Ständig wiederkehrende Aussendungen
Zu Feldstärkebeobachtungen oder Empfangsversuchen
Kann auch in Satelliten sein
* Fest zugewiesene Frequenz
* Fester Standort
* Rufzeichen in regelmäßigen Abständen
* Meist in Morsetelegrafie
Empfangbarkeit abhängig von wechselnden Ausbreitungsbedingungen
Indikator für die Machbarkeit einer Funkverbindung
Reflexion an Polarlichtern im VHF-Band durch "Aurora-Baken" testen
Durch Peilung Antennenausrichtung überprüfen
Internationales Bakenprojekt (IBP)
* Größere Anzahl Baken auf allen Kontinenten verteilt
* Senden in einem festgelegten zeitlichen Ablauf nacheinander aus
* Alle auf der gleichen Frequenz
Band
Frequenzbereich
$10 m$
$28190-28225 kHz$
$12 m$
$24929-24931 kHz$
$15 m$
$21149-21151 kHz$
$17 m$
$18109-18111 kHz$
$20 m$
$14099-14101 kHz$
Tabelle NE-4.10.1: Frequenzbereiche für Baken gemäß IARU-Bandplan
Keinen Funkbetrieb dort durchführen!
Linkstrecken
Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt eine Person auf einem Flachdach, die an einem Antennenträger mit zwei Parabolspiegeln und mehreren Stabantennen arbeitet.">
Abbildung NE-4.11.1: Wartungsarbeiten am HAMNET-Knoten DB0FC, im Vordergrund die Richtantenne für die Linkstrecke zu DB0BWL
* Fest eingerichtete Funkverbindung zwischen zwei Amateurfunkstellen
* Automatisch arbeitende Station
* Benötigt eigene Zulassung mit Rufzeichen durch BNetzA
Kann als analoge Brücke zwischen Relais dienen
Arbeitet meistens im $GHz$-Bereich des Amateurfunk-Spektrums
Bilden zusammen das HAMNET (Highspeed Amateurradio Multimedia NET-work)
Satelliten
Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen kantigen, metallischen Körper mit abgerundeten Kanten und schrägen Seitenflächen mit einer Oberfläche aus vertikalen Streifen abwechselnd aus goldfarbenen und silbrigen Paneelen. Entlang der Kanten und Paneelfugen sind zahlreiche halbrunde Schraub- oder Nietköpfe sichtbar. Oben in der Mitte sitzt eine federnde Sockelaufnahme, aus der eine dünne Stabantenne herausragt. Der Körper ist auf einem transparenten Träger geneigt montiert und von einer Glasvitrine umgeben. Vor dem Objekt steht ein Schild mit der Überschrift „OSCAR I Communications Satellite“ und dem Zusatz „Full-scale model“.">
Abbildung NE-4.12.1: Modell des ersten Amateurfunksatelliten OSCAR 1, der 1961 für 22 Tage aus dem Orbit der Erde eine Bake im $2 m-Band$ sendete und von 570 Funkamateuren aus 28 Ländern gehört wurde
* Umrunden die Erde in kreis- oder elliptischen Bahnen und in unterschiedlichen Höhen
* Erster Amateurfunksatellit bereits 1961 (OSCAR 1)
* OSCAR: "Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio"
* Bis heute mehrere 100 Satelliten im Orbit (gewesen)
Relaisfunkstelle auf dem Satellit wird "Transponder" genannt
Uplink: Funkstrecke von der Erde zum Satelliten
Downlink: Funkstrecke vom Satelliten zur Erde
Unterschiedliche Frequenzbänder für Up- und Downlink
Einfachere Trennung von Sende- und Empfangssignal
Baugröße von Filtern wird reduziert
Satellitenantennen müssen ausgerichtet sein
Azimut
* stammt von arabisch السموت (as-sumūt, "die Wege")
* Richtung entlang des Horizonts
* Wird wie beim Kompass in Grad gemessen
* $0 °$/$360 °$ Norden – $90 °$ Osten – $180 °$ Süden – $270 °$ Westen
Ausführliche Beschreibung: In der Mitte der Abbildung gibt es die perspektivische Darstellung einer Kreisfläche mit den Winkelangaben „0° N“, „90° O“, „180° S“ und „270° W“ sowie darüber „90° Zenit“. Rechts oben ist ein Satellit eingezeichnet, dessen Position im Weltraum mithilfe der „Elevation“ (in roter Schrift mit rotem Pfeil für die vertikale Abweichung von der Kreisfläche) und des „Azimuth“ (in blauer Schrift mit blauem Pfeil für die horizontale Abweichung von 0° N auf der Kreisfläche) bestimmt wird.">
Abbildung NE-4.12.1: Azimut und Elevation im Raum
Azimut und Elevation
Satellitenantennen müssen ausgerichtet sein
Elevation
* leitet sich von lateinisch elevare ("erheben") ab
* Vertikaler Winkel über dem Horizont
* $0 °\rightarrow$ direkt am Horizont
* $90 °\rightarrow$ senkrecht über einem
Ausführliche Beschreibung: In der Mitte der Abbildung gibt es die perspektivische Darstellung einer Kreisfläche mit den Winkelangaben „0° N“, „90° O“, „180° S“ und „270° W“ sowie darüber „90° Zenit“. Rechts oben ist ein Satellit eingezeichnet, dessen Position im Weltraum mithilfe der „Elevation“ (in roter Schrift mit rotem Pfeil für die vertikale Abweichung von der Kreisfläche) und des „Azimuth“ (in blauer Schrift mit blauem Pfeil für die horizontale Abweichung von 0° N auf der Kreisfläche) bestimmt wird.">
Abbildung NE-4.12.1: Azimut und Elevation im Raum
Im Amateurfunkdienst gibt es eine Pflicht zur offenen Sprache
Ausnahme: Steuersignale zwischen Bodenstationen und Amateurfunksatelliten
Dürfen zum Zwecke der Verschleierung verschlüsselt werden
Damit können Dritte die Signale nicht mitlesen
Dient der Sicherheit der Satelliten vor Steuerkommandos von Unbefugten
In Deutschland gilt das auch für automatische und fernbediente Stationen sowie Remote-Stationen
Exterritoriale Stationen
Amateurfunkstelle außerhalb des Hoheitsgebiets der BRD
Und kein anderes Land hat an diesem Standort ein Hoheitsgebiet
Rufzeichen aus dem Block DP0AA bis DP2ZZ
Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt die deutsche Neumayer-Station in der Antarktis. Das rechteckige Stationsgebäude ist weiß und grau gestreift, hat eine rot abgesetzte Dachpartie und steht erhöht auf vielen dunklen Stützen. An der Stirnseite steht in großen Buchstaben „Neumayer-Station“. Auf dem Dach befinden sich ein roter Aufsatz und mehrere Stabantennen, Maststrukturen und mehrere weiße Radome.">
Abbildung NE-4.13.1: Auf der Polarforschungsstation Neumayer III befindet sich die Amateurfunkstation DP0GVN.
Beispiele:
Internationale Raumstation (ISS): DP0ISS
Neumayer III-Forschungsstation in der Antarktis: DP0GVN
Forschungsschiff Polarstern: DP0POL
Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt ein Schiff in Seitenansicht mit dem Bug nach links. Am dunkelblauen Rumpf steht im vorderen Teil der Schriftzug „POLARSTERN“. Der Aufbau ist weiß, mit mehreren orangefarbenen Rettungsbooten an den Seiten und zwei auffälligen roten Kran-Rahmen-Konstruktionen vorne und hinten. Auf den Schiffsaufbauten stehen Masten mit zahlreichen Antennen, Gitterstrukturen und mehreren kugelförmigen Radomen. Ein hoher Schornstein in Schwarz und Orange ragt in der Mitte empor.">
Abbildung NE-4.13.1: Die Amateurfunkstation an Bord des Forschungsschiff Polarstern verwendet das Rufzeichen DP0POL.