Betriebsabwicklung

Gesamtkurs E

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Pile-up

  • Der Begriff Pile-Up kommt vom englischen Verb "to pile up", was soviel bedeutet wie "sich aufstapeln".
  • Was sich hier aufstapelt, sind die immer mehr werdenden Funkamateure, die alle das gleiche Ziel verfolgen: Eine Verbindung mit der begehrten Station herzustellen.
  • Manchmal wird der CQ-Ruf auf bestimmte Ziffern im Rufzeichen beschränkt, zum Beispiel "only number 5".
  • Oder der Aufruf wird nach Ländern oder Kontinenten vorgenommen, zum Beispiel "Asia only"
  • Selten wird Listenbetrieb gemacht: Eine andere Station nimmt die Kontaktwünsche auf und erstellt eine Liste, die von der begehrten Station abgearbeitet wird.

Split-Verkehr

  • Split-Verkehr ist die am Meisten genutzte Methode um vielen Anrufen eine Verbindung zu ermöglichen.
  • Dabei empfängt die begehrte Station auf einer anderen Frequenz als sie sendet.
  • Die CQ-rufende Station kündigt den Split-Verkehr mit Hinweis auf die Frequenz oder den Frequenzbereich an, in dem sie empfängt. Zum Beispiel "5 up" oder "split 14270 to 14280".
1) Kurzbeschreibung: Diagramm mit einer horizontalen Achse „f“ und Frequenzmarkierungen bei 28,410 MHz („begehrte Station“) sowie bei 28,420 MHz und 28,430 MHz mit darüber eingezeichneter, horizontaler Klammer („Antwortbereich“).
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  • Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“. Auf ihr gibt es Frequenzmarkierungen bei 28,410 MHz, beschriftet mit „begehrte Station“, sowie bei 28,420 MHz und 28,430 MHz. Oberhalb der horizontalen Achse ist eine horizontale Klammer zwischen den beiden Frequenzmarkierungen 28,420 MHz und 28,430 MHz eingezeichnet, die mit „Antwortbereich“ beschriftet ist.">
    Abbildung NE-18.2.1: Split-Verkehr, Sendefrequenz der begehrten Station und Frequenzbereich für Antworten, in dem sie empfängt
  • Contest

    • Im Amateurfunk finden auch Wettbewerbe statt, die als Contest bezeichnet werden.
    • Conteste dienen dem sportlichen Wettkampf, aber auch dazu, die eigene Amateurfunkstation und Betriebsabwicklung zu verbessern.
    • Die Verbindungen sind besonders kurz, weil man in der vorgegebenen Zeitdauer möglichst viele Verbindungen herstellen möchte.
    • Oft erkennt man Conteststationen daran, dass der Namen des Wettbewerbes oder einfach nur "CONTEST" in den CQ-Ruf integriert wird.
    • Zum Beispiel: "CQ FD" oder "CQ Ruhrgebietscontest" oder "CQ Contest".
    • In Telegrafie dann CQ TEST.
    • Welche Daten ausgetauscht werden, kann man der Ausschreibung entnehmen.
    • Es gibt Wettbewerbe, bei denen nach jeder Verbindung die CQ-rufende Station die Frequenz der Gegenstation überlassen muss. Diese werden oft als "Sprint Contest" bezeichnet, ein Blick in Ausschreibung ist angeraten.

    Fuchsjagd (ARDF)

    • Eine weitere Art von Wettbewerb ist das Amateur Radio Direction Finding (ARDF).
    • Die „Füchse“ sind kleine versteckte Sender, die von den Teilnehmern mittels Peilempfängern gefunden und zu Fuß angelaufen werden müssen.
    • Die Füchse senden im zeitlichem Wechsel jeweils ein anderes der folgende Rufzeichen in CW-Morsetelegrafie aus: MO, MOE, MOI, MOS, MOH oder MO5.
    RufzeichenMorse-Code
    MOmo
    MOEmoe
    MOImoi
    MOSmos
    MOHmoh
    MO5mo5
    Tabelle NE-18.4.1: Rufzeichen der Fuchsjagdsender
    1) Kurzbeschreibung: ARDF-Fuchs im Wald mit Wimpel, Sender und Zeitnehmer.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen Fuchsjagdsender, der an einem Baum im Wald befestigt ist. Er ist oben mit einem Wimpel gekennzeichnet, der diagonal in ein weißes und ein rotes Dreieck geteilt ist. An einer Kette um den Baum hängt eine Montageplatte mit einem kleinen Sender und einem Zeitnehmer. Ein Schild mit dem Hinweis „Sportgerät“ enthält weitere Hinweise.">
    Abbildung NE-18.4.2: ARDF-Fuchs im Wald mit Wimpel und Zeitnehmer
  • SSTV

    * Beim Slow-Scan-Television (SSTV) werden stehende Bilder mit geringer Auflösung übertragen. * Rufzeichen und Rapporte werden bei SSTV einfach als Text in die Bilder reingeschrieben.
    1) Kurzbeschreibung: SSTV-Bild von ON1GA an F6BIB mit Foto des Raumschiffs Orion im Hintergrund und regenbogenfarbenem Amateurtext; unten links ein weiteres, verrauschtes Bild.
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  • Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt ein per SSTV übertragenes und teilweise verrauschtes Bild von ON1GA (Kopfzeile „ON1GA Flemalle-Haute JO20RO“) an F1BIB. In Regenbogenfarben steht in vier Zeilen Amateurtext: „F1BIB“ „575 ON1GA“ „TNX For QSO“ „73 GL“. Unten links gibt es ein Foto in einem Rahmen, dessen Inhalt durch das Rauschen nicht identifizierbar ist. Im Hintergrund erstreckt sich über das gesamte Bild ein Schwarzweiß-Foto des Orion-Raumschiffes.">
    Abbildung NE-18.5.1: Ein per SSTV übertragenes Bild
  • Notfunk

    • Ja! Funkamateure dürfen in Not- und Katastrophenfällen durch Übermittlung von Nachrichten für und an Dritte bei der Bewältigung einer Notlage unterstützen.
    • Bei einer Notmeldung sollte man zunächst aufmerksam zuhören und alle wichtigen Informationen notieren.
    • Wird die Notmeldung von einer Rettungsorganisation beantwortet, hält man sich zurück um den Funkbetrieb nicht zu stören.
    • Reagiert keine andere Funkstelle, beantwortet man den Ruf und informiert die Polizei oder Rettungsleitstelle.
    • Idealerweise bleibt man erreichbar und gibt Informationen weiter, bis Hilfe eingetroffen ist.
    • Bei internationaler Beteiligung nutzt man UTC anstelle von lokaler Zeit.
    • Die Notzeichen außerhalb des Amateurfunks sind SOS und Mayday, diese dürfen im Amateurfunk nicht verwendet werden.

    Die IARU hat für die ITU-Region 1 die folgenden Notfunkfrequenzen in den Bandplänen festgelegt, die für den Notfunkbetrieb frei zu halten sind:

    • $3760 kHz$ im $80 m$-Band
    • $7110 kHz$ im $40 m$-Band
    • $14300 kHz$ im $20 m$-Band
    • $18160 kHz$ im $17 m$-Band
    • $21360 kHz$ im $15 m$-Band
    Zusätzlich werden zum Beispiel bei Erdbeben von lokalen Organisationen weitere Frequenzen in den "Amateurfunkmedien" kommuniziert.

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