Damit sind passive Filterschaltungen möglich, um nur bestimmte Frequenzen passieren zu lassen
*Zur Erinnerung*
* Kondensator blockiert niedrige Frequenzen und lässt hohe Frequenzen durch
* Spule blockiert hohe Frequenzen und lässt niedrige Frequenzen durch
* Bei niedrigen Frequenzen hat der Kondensator einen sehr hohen Widerstand
* Schaltung wirkt wie ein frequenzabhängiger Spannungsteiler
* $U_\text{A}$ ist dadurch sehr klein
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im linken Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.">
Abbildung NE-11.1.1: Filtercharakteristik eines Hochpass
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts. Im oberen horizontalen Leiter ist ein Kondensator eingefügt. Rechts davon gibt es eine Ableitung über einen Widerstand zum unteren horizontalen Leiter. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts ist ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.">
Abbildung NE-11.1.2: Hochpass aus Kondensator und Widerstand
* Bei niedrigen Frequenzen hat der Kondensator einen sehr hohen Widerstand
* Schaltung wirkt wie ein frequenzabhängiger Spannungsteiler
* $U_\text{A}$ ist dadurch sehr groß
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine horizontale Kurve verläuft links bis zur vertikalen Linie und fällt rechts davon steil nach unten ab. Am Ende verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie.">
Abbildung NE-11.1.1: Filtercharakteristik eines Tiefpass
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts. Im oberen horizontalen Leiter ist ein Widerstand eingefügt. Rechts davon gibt es eine Ableitung über einen Kondensator zum unteren horizontalen Leiter. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts rechts ist ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.">
Abbildung NE-11.1.2: Tiefpass aus Kondensator und Widerstand
* Es gibt eine Resonanzfrequenz, bei der der Wechselstromwiderstand (Impedanz) sehr gering ist
* Bandpass, Saugkreis (eine Frequenz wird rausgesaugt)
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale, V-förmige Kurve, deren Minimum nahe der Nulllinie liegt. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.">
Abbildung NE-11.1.2: Impedanzverlauf eines Serienschwingkreis
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. In der Mitte des oberen Leiters zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus vier nach rechts gerichteten Halbbögen (Spule) und darunter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei horizontalen Strichen (Kondensator) ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.">
Abbildung NE-11.1.3: Serienschwingkreis aus Kondensator und Spule
* Es wird der Impedanzverlauf gezeigt
* Die Filtercharakteristik ist in einer der kommenden Fragen
* Es gibt eine Resonanzfrequenz, bei der der Wechselstromwiderstand (Impedanz) sehr hoch ist
* Bandsperre, Sperrkreis
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale Kurve mit umgekehrter V-Form, deren Anfang und Ende bis in die Nähe der Nulllinie reichen. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.">
Abbildung NE-11.1.2: Impedanzverlauf eines Parallelschwingkreis
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus vier nach oben gerichteten Halbbögen (Spule). Parallel dazu ist ein Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei vertikalen Strichen (Kondensator) eingezeichnet. Es besteht keine Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.">
Abbildung NE-11.1.3: Parallelschwingkreis aus Kondensator und Spule
* Es wird der Impedanzverlauf gezeigt
* Die Filtercharakteristik ist in einer der kommenden Fragen
kein Elektrolyt, da diese nur bei Gleichspannung funktionieren
Keramik- oder Luftkondensatoren können für hohe Frequenzen eingesetzt werden
Oszillatoren
Es gibt verschiedene Methoden
* Schwingungserzeugung mit Spule und Kondensator als Schwingkreis
* Ein aufgeladener Kondensator entlädt sich an der Spule
* Eine aufgeladene Spule entlädt sich am Kondensator
* Je nach Wert der Bauteile in einer bestimmten Frequenz
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus vier nach oben gerichteten Halbbögen (Spule). Parallel dazu ist ein Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei vertikalen Strichen (Kondensator) eingezeichnet. Es besteht keine Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.">
Abbildung NE-11.2.1: Parallelschwingkreis aus Kondensator und Spule
* Die passiven Bauelemente haben bei veränderlicher Temperatur unterschiedliche Werte
* Höhere Frequenz bei *kleinerer* Kapazität oder Induktivität
* Niedrigere Frequenz bei *höherer* Kapazität oder Induktivität
Schwingungserzeugung mit Quarz (Siliziumdioxid $SiO_2$)
Umgekehrter Piezoelektrischer Effekt an einem Quarzkristall
Quarz wird mit einem (schlechten) LC-Oszillator zum stabilen Schwingen angeregt
Bessere Frequenzstabilität
Vermeiden
Abschirmung durch Metallgehäuse
Frequenzvervielfacher I
Ein Oszillator schwingt nur auf einer Frequenz
Um eine höhere Frequenz zu erhalten, kann diese ganzzahlig vervielfacht werden
Rechts unten im Blockschaltbild ist der Multiplikator
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein Block mit der Aufschrift „G“, drei wellenförmigen Linien und einem kleinen Rechteck mit je einer Linie darüber und darunter (Oszillator). Es schließt sich ein Block mit einem Schrägstrich und der Aufschrift „f“ (oben links) und „2 f“ (unten rechts) (Frequenzvervielfacher) an. Ein zweiter Frequenzvervielfacher mit der Aufschrift „3 f“ (unten rechts) und ein dritter Frequenzvervielfacher mit der Aufschrift „2 f“ (unten rechts) folgen. Ganz rechts befindet sich ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker) und der Beschriftung „PA“. Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.">
Abbildung NE-11.3.1: Frequenzvervielfacher nach einem Oszillator
Mischer
Beim Mischen von zwei Eingangs-Frequenzen entstehen immer zwei Ausgangs-Frequenzen
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus einer einzigen Baugruppe und einem Signalfluss von links nach rechts. In der Mitte steht ein Block mit einem diagonalen Kreuz im Kreis (Mischer). Ein Pfeil von links ist mit „21 MHz“ beschriftet, ein Pfeil von unten mit „31,7 MHz“. Ein aus dem Mischer nach rechts zeigender Pfeil ist mit „? MHz“ beschriftet.">
Abbildung NE-11.4.1: Mischer mit zwei Eingangsfrequenzen
In der Regel ist nur eine von den beiden Frequenzen erwünscht
Die unerwünschte Frequenz wird durch Filter beseitigt
Bis dahin sollte diese Frequenz nicht außerhalb der Mischerstufe zu detektieren sein
Deshalb wird die Mischerstufe vor Abstrahlungen gut geschirmt, z.B. mit einem Metallgehäuse
Konverter und Transverter
Signale auf einem Frequenzband werden in ein anderes Frequenzband umgesetzt
z.B. wird ein $2 m$-Signal im Empfang als ein $70 cm$-Signal ausgesendet
Signal wird nur in eine Richtung umgewandelt
Im Grunde ein einfacher Mischer
Beim Transverter funktioniert die Umsetzung in beide Richtungen
Die Umsetzung erfolgt auch hier durch Mischung
Frequenz des Generators wird ver-3-facht: $38,666 MHz \cdot 3 = 116 MHz$
*TX Weg*
* Die $28-30 MHz$ vom TRX werden mit $116 MHz$ gemischt
* Das Signal kann $86-88 MHz$ oder $144-146 MHz$ sein
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus fünf Baugruppen, von denen drei im oberen Zweig und zwei im unteren Zweig jeweils mit einer horizontalen Linie verbunden sind. Der Signalfluss ist von links nach rechts. Oben links gibt es einen mit „144 MHz“ beschrifteten Eingang, rechts davon steht ein Block mit drei Wellenlinien, von denen die obere und die untere durchgestrichen sind (Bandpassfilter). Es folgt ein Block mit einem diagonalen Kreuz (Mischer) und ein weiterer Block mit drei Wellenlinien, von denen die obere und die untere durchgestrichen sind (Bandpassfilter). Nach rechts führt aus dem Block heraus eine Linie zu einem mit „2,4 GHz“ beschrifteten Ausgang. Im unteren Zweig gibt es links einen Block mit der Aufschrift „G“, drei wellenförmigen Linien und einem kleinen Rechteck mit je einer Linie darüber und darunter (Quarzoszillator). Über diesem Block steht „10 MHz“, unterhalb „TCXO“. Der Block ist nach rechts mit einem Block mit der Aufschrift „PLL“ verbunden. Hier gibt es von unten einen Eingang „Ext. GPSDO“. Die PLL ist mit dem Mischer von unten verbunden; der Eingang am Mischer ist mit „2,256 GHz“ beschriftet.">
Abbildung NE-11.5.1: Konverter für das $13 cm$-Band
Verstärker
Dabei ist die Ausgangsleistung gegenüber der Eingangsleistung größer.
Es ist eine Spannungsquelle notwendig.
Wir haben im Kapitel Transistor schon gesehen, wie das funktioniert.
Linearität bedeutet: Eine Verdoppelung des Eingangssignals muss zu einer Verdoppelung des Ausgangssignals führen
Linearitätsabweichungen sind unerwünscht, weil sie zu Frequenzen führen, die im Originalsignal nicht vorhanden sind.
Sie werden im NF-Bereich als Verzerrungen wahrgenommen und im HF-Bereich als Oberwellen
* Mehr zu Oberwellen im Abschnitt Unerwünschte Ausstrahlungen im Kapitel Sender
* Ausnahme sind Verstärker für FM, da bei FM die Information mittels Frequenzänderung und nicht mit einer Änderung der Amplitude übermittelt wird.
NF-Verstärker finden im Amateurfunk zum Beispiel bei der Anhebung des Signals für eine Ausgabe im Lautsprecher Anwendung
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f/kHz“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „U_A“. Eine Kurve beginnt links auf der Nulllinie, steigt steil an, geht dann in einen horizontalen Teil über, bevor sie wieder steil zur Nulllinie abfällt. Durch die Punkte, an denen sich die Richtung der Kurve ändert, verlaufen vertikale gestrichelte Linien. Ihre Schnittpunkte mit der Nulllinie sind mit „0,3“ bzw. „3,0“ beschriftet.">
Abbildung NE-11.6.1: Typischer Frequenzgang für einen Amateurfunk Mikrofonverstärker
Damit verhindert man das Einströmen von Hochfrequenz in das Stromnetz