Sicherheit

Gesamtkurs E

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Baurecht und Haftung

1) Kurzbeschreibung: Metallmast auf einem Dach mit mehreren Antennen.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen Antennenmast, der auf einem Hausdach installiert ist. Unten befindet sich eine große Kurzwellen-Richtantenne mit zwei Elementen, darüber eine kleinere 2-Element-Antenne für VHF und darüber eine UHF-Richtantenne mit mehreren Elementen. An der Spitze ist eine vertikale Rundstrahlantenne für UKW montiert.">
    Abbildung NE-21.1.1: Antennenanlage für KW, VHF und UHF auf einem Hausdach
  • * Baurechtliche Bestimmungen des Bundeslandes * Höhe, Abstände zu Nachbargrundstücken, Windlast, etc. * Es haftet der Eigentümer oder Betreiber der Antennenanlage

    Energieleitungen

    1) Kurzbeschreibung: Auf einem Hausdach montierter Dachständer, von dem mehrere Freileitungen wegführen.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt das Dach eines Hauses mit einem metallischen Dachständer mit zwei Querträgern, auf denen mehrere Isolatoren montiert sind. Mehrere Freileitungen gehen von dem Mast ab.">
    Abbildung NE-21.2.1: Dachständer
  • * Antenne freihalten von Energieleitungen * Bei Beschädigung der Antenne dürfen keine Teile und Leitungen die Energieversorungsleitungen berühren

    Wenn eine Antenne eine Energieversorgungsleitung berührt, besteht akute Gefahr von lebensgefährlichen Stromschlägen!

    Öffnen elektrischer Geräte I

    • Zum Eigenschutz das Gerät vom Netz trennen!
    • Kondensatoren können längere Zeit Energie speichern, die gefährlich werden können
    • Auch ohne Netzanschluss besteht weiterhin Lebensgefahr bei der Berührung von Kondensatoren!

    Blitzschutz

    • Antennen sind durch direkte Blitzeinschläge gefährdet
    • Schutzmaßnahmen nach anerkannten Regeln der Technik ergreifen
    • Es gibt vom VDE die Norm VDE 0185-305

    Arbeiten an einem Blitzschutzsystem sollten ausschließlich durch Blitzschutzfachkräfte vorgenommen werden, die über eine entsprechende Ausbildung verfügen!

    Blitzerdung

    • Wenn aber ein Blitz einschlägt, dann in die exponierte Antenne
    • Deshalb müssen Antennenanlagen geerdet oder in ein vorhandenes Blitzschutzkonzept integriert werden
    [photo:191::Durch Überspannung völlig zerstörter Kondensator in einem Netzteil. Ursache war ein Blitzeinschlag in der Nähe der Station. Hier kam die Überspannung über das Stromnetz.]
    * Auch ein Blitz in der Nähe kann durch Überspannung große Schäden anrichten * Ursache ist Induktion in Strom- oder Telefonienetz
    * Blitzschutz-Zwischenstecker für Koaxialkabel mit Gasentladungsröhre * Antennenzuleitung nach dem Funkbetrieb erden, z.B. an Gebäudeerdungsanlage * Dafür ist eine Erdungsleitung notwendig
    * Massiver Draht, keine Litze * Kupfer $16 mm\squared$ * Aluminium $25 mm\squared$ * Stahl $50 mm\squared$
    • Bei Änderungen an der Blitzschutzanlage eine Blitzschutz-Fachkraft einbeziehen
    • Insbesondere beim Anschluss von Antennen-Standrohren an die Blitzschutzanlage
    • Aufnahme der Veränderungen in das Blitzschutzkonzept des Gebäudes

    Potentialausgleich

    • Durch Potentialausgleich wird eine gefährliche Berührungsspannung zwischen den Geräten vermieden
    • Mittels Erdung werden unerwünschte elektrische Ströme vom Gehäuse in die Erde abgeleitet
    • Geräte mittels kurzer Leitungen zusammenführen
    • Mit Haupterdungsschiene des Gebäudes verbinden
    • VDE 0855-300 für Erdung von Funkanlagen
    1) Kurzbeschreibung: Zwei Fotos mit den Rückseiten zweier Funkgeräte mit diversen Anschlüssen; gelbe Pfeile markieren jeweils eine als GND beschriftete Masse-Schraube.
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  • Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Fotos mit den Rückseiten von Funkgeräten. Im oberen Foto ist eine schwarze Rückwand mit Kühlrippen links zu sehen. Rechts oben zeigt ein gelber Pfeil auf eine silberne Schraube mit gelber Beschriftung „GND“. Im unteren Foto ist die silbergraue Rückseite eines weiteren Geräts abgebildet. Links befindet sich eine durch einen gelben Pfeil mit „GND“ markierte Schraube.">
    Abbildung NE-21.6.1: Schraubanschluss Ground (GND) am TRX
  • Der Anschluss von Potentialausgleich und Erdung sollte nur vorgenommen werden, wenn man genau weiß, was man tut. Im Zweifel sollte man sich von einem erfahreneren Funkamateur oder einer Elektrofachkraft helfen lassen.

    Schutzerdung und Potentialausgleich I

    Problem:

    • Leitfähige Gegenstände können unerwünschte Potentiale (Spannungen) aufweisen
    • Z.B. elektrische Aufladung, Blitz oder Fehler im Gerät
    Maßnahmen: * Elektrisch leitende Teile miteinander verbinden * Bei Koaxialkabeln die Schirme miteinander verbinden und an der Haupterdungsschiene anschließen

    Statische Aufladung von Antennen

    • Unerwünschte Spannungen an Antennen durch statische Aufladungen
    • Bei ungeerdeten Drahtantennen
    • Z.B. durch Regen und Hagel
    • Führt zu Prasselstörungen beim Empfang
    * Abhilfe: Einbringen von Ableitwiderständen zwischen Leitern der Antennenzuführung und der Erdung der Amateurfunkstation * Hochohmig, z.B. $100 kΩ$ * Dadurch wird die Funktion der Funkanlage nicht beeinträchtigt

    Berühren von Antennen I

    • Hohe Wechselspannungen
    • Verursachen Herzrhythmusstörungen, Verbrennungen und andere Verletzungen
    • Kann zum Tod führen
    • Auch zu Sekundärunfall wie Sturz von der Leiter durch Erschrecken und Verkrampfen

    Aufenthalt im Strahlengang

    • Hoher Antennengewinn
    • Aus wenig Eingangsleistung wird eine hohe Strahlungsleistung
    • $20 dB$ sind üblich $\rightarrow1 W$ Sendeleistung werden $100 W$ Strahlungsleistung
    • Gefahr für Körper, insbesondere Augen, Gehirn und Hoden
    • Kann zu Erkrankungen dieser Organe führen
    • Die Strahlung ist nicht direkt zu spüren
    • Der Aufenthalt im direkten Strahlengang von Sendeantennen ist zu vermeiden!

    Weiterlernen

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