Je nach Frequenz breitet sich eine Funkwelle anders über unseren Planeten aus.
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige, mehrfarbige Grafik zeigt die konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Am linken Ende der Schichten gibt es die Kennzeichnung der „Höhe [km]“ mit den Markierungen „bis 10“, „50-90“, „90-130“ und „130-400“. Am rechten Ende stehen die Bezeichnungen der Schichten „Troposphäre“, „D-Region“, „E-Region“ und „F_1 + F_2-Regionen“. Ein vertikaler Doppelpfeil mit der Beschriftung „Ionosphäre“ reicht von der unteren Grenze der D-Region bis zur oberen Grenze der F_1 + F_2-Regionen. Innerhalb der E-Region gibt es eine ellipsenförmige Figur mit der Beschriftung „Sporadic-E“.">
Abbildung NE-3.1.1: Ionosphäre, Troposphäre und Sporadic-E
* Der Funkhorizont, der etwas weiter geht als der sichtbare Horizont (VHF, UHF und höher)
* Überreichweiten durch Wetterereignisse in der Troposphäre (VHF, UHF und höher)
* Besondere Überreichweiten durch Sporadic-E (VHF, UHF)
* Die Raumwelle durch Brechung an der Ionosphäre (Kurzwelle)
Funkhorizont
Ausführliche Beschreibung: Eine dicke, schwarze Linie stellt stilisiert eine Bergkette mit Hügeln und Tälern dar. Auf der ersten Bergspitze von links gibt es eine Markierung, beschriftet mit „S“. Im Tal rechts der zweiten Bergspitze gibt es zwei Markierungen, beschriftet mit „E_1“ und „E_2“. Auf der dritten Bergspitze ist eine weitere Markierung eingezeichnet, beschriftet mit „E_3“. Im Tal rechts davon steht eine weitere Markierung „E_4“. Von S aus gehen gerade, rote Linien zu den anderen vier Markierungen ab.">
Abbildung NE-3.2.1: Ausbreitung
* Funkwellen im VHF- und UHF-Bereich verhalten sich ähnlich wie Licht
* Licht reicht maximal bis zum geografischen (sichtbaren) Horizont
* Funkwellen schaffen ca. 15% mehr Reichweite
* Folgen ein wenig der Erdkrümmung
Hohe Gebäude oder Berge stören
Je höher die Antenne, umso größer die Reichweite
Weite Verbindungen von Bergen statt aus dem Tal
Troposphärische Inversionsbildung
Ausführliche Beschreibung: Die Grafik zeigt eine schwarze Stadtsilhouette mit verschieden hohen Gebäuden und Türmen vor einem hellblauen Hintergrund. Darüber befinden sich verschiedene Luftschichten mit den Beschriftungen „Kalte Luft“ (mit einer blauen Wellenlinie links und rechts der Beschriftung), darüber „Warme Luft“ (in einer gelblichen, nach oben ausgedünnten Schicht) und darüber „Sehr kalte Luft“. An der Grenze zwischen der warmen Luft und der sehr kalten Luft gibt es zwei horizontale weiße Streifen. Vier weiße, geschwungene Pfeile zeigen aus der Schicht der sehr kalten Luft in den unteren Teil der warmen Luft.">
Abbildung NE-3.3.1: Troposphärische Inversionsbildung, Schichten unterschiedlicher Temperatur liegen aufeinander, an der Grenze der Schichten werden Funkwellen im VHF-Bereich reflektiert
* Besonderer Effekt in der Troposphäre (ca. $15 km$)
* *Troposphärische Inversionsschichten* zwischen warmen und kalten Luftschichten
* Führt zu erheblich größeren Reichweiten im VHF-Bereich ($800-1000 km$)
* Tritt hauptsächlich im Frühjahr und Herbst auf
Troposphäre II
Im folgenden Kapitel werden mehrere Begriffe verwendet, die vorab erklärt werden
Beugung: Wellen werden an einem Hindernis abgelenkt
Streuung: Ablenkung der Wellen durch Interaktion von Teilchen
Reflexion: Gleichgerichtete Streuung
Brechung oder Refraktion: Ablenkung der Wellen durch Änderung der Ausbreitungsgeschwindigkeit durch ein anderes Medium mit anderer Dichte
Bereits bekannt: Die für den Amateurfunk relevanten Schichten in der Atmosphäre
In der Troposphäre finden Erscheinungen des Wetters statt
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige, mehrfarbige Grafik zeigt die konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Am linken Ende der Schichten gibt es die Kennzeichnung der „Höhe [km]“ mit den Markierungen „bis 10“, „50-90“, „90-130“ und „130-400“. Am rechten Ende stehen die Bezeichnungen der Schichten „Troposphäre“, „D-Region“, „E-Region“ und „F_1 + F_2-Regionen“. Ein vertikaler Doppelpfeil mit der Beschriftung „Ionosphäre“ reicht von der unteren Grenze der D-Region bis zur oberen Grenze der F_1 + F_2-Regionen. Innerhalb der E-Region gibt es eine ellipsenförmige Figur mit der Beschriftung „Sporadic-E“.">
Abbildung NE-3.4.1: Für den Amateurfunk relevante Schichten in der Atmosphäre
* Überhorizontverbindungen bei VHF/UHF entstehen durch Beugung, Reflexion und Streuung in der Troposphäre
* Bereiche mit unterschiedlicher Temperatur und Dichte
Ausführliche Beschreibung: Die Grafik zeigt eine schwarze Stadtsilhouette mit verschieden hohen Gebäuden und Türmen vor einem hellblauen Hintergrund. Darüber befinden sich verschiedene Luftschichten mit den Beschriftungen „Kalte Luft“ (mit einer blauen Wellenlinie links und rechts der Beschriftung), darüber „Warme Luft“ (in einer gelblichen, nach oben ausgedünnten Schicht) und darüber „Sehr kalte Luft“. An der Grenze zwischen der warmen Luft und der sehr kalten Luft gibt es zwei horizontale weiße Streifen. Vier weiße, geschwungene Pfeile zeigen aus der Schicht der sehr kalten Luft in den unteren Teil der warmen Luft.">
Abbildung NE-3.4.1: Troposphärische Ausbreitung an verschiedenen Luftschichten
Schichten unterschiedlicher Temperatur liegen aufeinander
An der Grenze der Schichten werden Funkwellen im VHF-Bereich reflektiert
Ermöglichen Funkverbindungen mit Stationen in rund $\num{800}$ bis $1000 km$ Entfernung
Troposphärische Inversionsbildung tritt hauptsächlich im Frühjahr und Herbst auf
Aurora I
Hauptsächlich über magnetischen Nord- und Südpol
Sauerstoff- und Stickstoffatome werden vom Sonnenwind angeregt oder ionisiert
Sonnenwind: Elektrisch geladene Teilchen
Bei Sonneneruptionen besonders stark
Funkwellen können sich an ionisierten Sauerstoff- und Stickstoffatomen brechen
Insbesondere für VHF-DX-Verbindungen nutzbar
Sprache nur schlecht nutzbar (große Bandbreite)
Für CW und Digimodes brauchbar
Rapport: für T wird "A" vergeben, da Ton rau und schwankend ist
0:00 / 0:00
Sporadic-E
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre mit zwei konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist, sowie den Verlauf von VHF-Signalen. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender führen zwei gestrichelt eingezeichnete, rote Linien in verschiedenen Winkeln zunächst durch eine schmale gelbe Schicht und dann eine breite rosafarbene Schicht hindurch und endet am oberen Bildrand. Eine durchgehende rote Linie führt vom Sender hinauf zu einer ellipsenförmigen Figur in der gelben Schicht und hinunter zum Empfänger. Die ellipsenförmige Figur ist mit „Sporadic-E“ beschriftet.">
Abbildung NE-3.6.1: Refraktion (Brechung) von Funkwellen an stark ionisierten Bereichen der E-Schicht
* Im Sommer mit größeren Reichweiten ($1000-2000 km$)
* Refraktionen (Brechungen) an ionisierten Bereichen
* Treten in $100-110 km$ in der E-Schicht auf
* Tritt zufällig und schwer vorhersagbar auf
* Sehr kleine Bereiche
Sporadic-E II
Regional begrenzte ungewöhnlich hohe Ionisation der E-Schicht
Refraktion (Brechung) von Funkwellen in VHF und UHF
Auch $10 m$-Band möglich
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige, mehrfarbige Grafik zeigt die konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Am linken Ende der Schichten gibt es die Kennzeichnung der „Höhe [km]“ mit den Markierungen „bis 10“, „50-90“, „90-130“ und „130-400“. Am rechten Ende stehen die Bezeichnungen der Schichten „Troposphäre“, „D-Region“, „E-Region“ und „F_1 + F_2-Regionen“. Ein vertikaler Doppelpfeil mit der Beschriftung „Ionosphäre“ reicht von der unteren Grenze der D-Region bis zur oberen Grenze der F_1 + F_2-Regionen. Innerhalb der E-Region gibt es eine ellipsenförmige Figur mit der Beschriftung „Sporadic-E“.">
Abbildung NE-3.7.1: Für den Amateurfunk relevante Schichten in der Atmosphäre
* Funkverbindungen mit Sprungentfernungen unter $1000 km$
* Durch Refraktion an einer Sporadic-E-Schicht
* Insbesondere im $10 m$-Band
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre mit zwei konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist, sowie den Verlauf von VHF-Signalen. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender führen zwei gestrichelt eingezeichnete, rote Linien in verschiedenen Winkeln zunächst durch eine schmale gelbe Schicht und dann eine breite rosafarbene Schicht hindurch und endet am oberen Bildrand. Eine durchgehende rote Linie führt vom Sender hinauf zu einer ellipsenförmigen Figur in der gelben Schicht und hinunter zum Empfänger. Die ellipsenförmige Figur ist mit „Sporadic-E“ beschriftet.">
Abbildung NE-3.7.1: Refraktion bei Sporadic-E
Ionosphäre
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines, schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender zeigt eine kurze, gerade grüne Linie in Richtung Mitte, beschriftet mit „Bodenwelle“. Eine rote Linie, beschriftet mit „Raumwelle“, beginnt nahe dem Sender, steigt steil auf, trifft auf eine rosafarbene, bogenförmige Schicht im oberen Bildbereich, läuft schräg nach unten zur Mitte und berührt dort die Oberfläche der Erde, steigt dann erneut schräg nach oben zur rosafarbenen Schicht und fällt anschließend schräg nach unten in Richtung des Empfängers. Die rosafarbene Schicht erstreckt sich breit über die gesamte Grafik und ist unbeschriftet.">
Abbildung NE-3.8.1: Brechung an der Ionosphäre
* Im oberen Teil der Erdatmosphäre
* Hat großen Einfluss im Kurzwellenbereich
* Sonnenstrahlung erzeugt elektrisch geladene Teilchen
* Funkwellen werden daran gebrochen (refraktiert) $\rightarrow$ Raumwelle
* Weltweite Funkverbindungen möglich
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „Jahre“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Sonnenflecken im Mittel pro Monat“. Es gibt Skalenmarkierungen bei „1750“ (Nullpunkt), „1800“, „1850“, „1900“, „1950“ und „2000“ auf der horizontalen Achse und bei „0“ (oberhalb des Nullpunktes), „50“, „100“, „150“, „200“, „250“ und „300“ auf der vertikalen Achse. Eine durchgehende, wellenförmige blaue Linie mit spitzen Maxima und tiefen Minima im Abstand von etwa 1 Jahr verläuft von links nach rechts. Die Höhe der Maxima variiert untereinander sehr stark.">
Abbildung NE-3.8.1: Die Anzahl der Sonnenflecken, die über den elfjährige Sonnenzyklus schwankt
* Ausbreitungsbedingungen wechseln täglich und nach Jahreszeit
* Sonnenflecken haben einen großen Einfluss
* Alle 11 Jahre treten starke Sonnenflecken auf
* Mehr elektromagnetische Strahlung und Materie in der Ionosphäre
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines, schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender zeigt eine kurze, gerade grüne Linie in Richtung Mitte, beschriftet mit „Bodenwelle“. Eine rote Linie, beschriftet mit „Raumwelle“, beginnt nahe dem Sender, steigt steil auf, trifft auf eine rosafarbene, bogenförmige Schicht im oberen Bildbereich, läuft schräg nach unten zur Mitte und berührt dort die Oberfläche der Erde, steigt dann erneut schräg nach oben zur rosafarbenen Schicht und fällt anschließend schräg nach unten in Richtung des Empfängers. Die rosafarbene Schicht erstreckt sich breit über die gesamte Grafik und ist unbeschriftet. Zwischen dem Ende der Bodenwelle und dem ersten Auftreffen der Raumwelle ist eine „Tote Zone“ in Form eines Bogens entlang der Erdoberfläche eingezeichnet.">
Abbildung NE-3.8.1: Die Tote Zone, die für die Bodenwelle zu nah und für die Raumwelle zu weit weg ist.
* Auf Kurzwelle kann es zu einer *Toten Zone* kommen
* Für die Bodenwelle zu weit – für die Raumwelle zu nah
* Nur eine Seite einer Funkverbindung hörbar
Ionosphäre II
Vertiefung im Bereich Wellenausbreitung
Strahlung der Sonne schlägt Elektronen aus Sauerstoff- und Stickstoff-Atomen und -Molekülen in der Hochatmosphäre $\rightarrow$ Ionisation
Freie Elektronen werden von Funkwellen zum Schwingen angeregt $\rightarrow$ Refraktion der Funkwellen
In ca. $\num{50}$ bis $450 km$ Höhe
Refraktion von Kurzwellen, wodurch weltweite Kommunikation ermöglicht wird
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige, mehrfarbige Grafik zeigt die konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Am linken Ende der Schichten gibt es die Kennzeichnung der „Höhe [km]“ mit den Markierungen „bis 10“, „50-90“, „90-130“ und „130-400“. Am rechten Ende stehen die Bezeichnungen der Schichten „Troposphäre“, „D-Region“, „E-Region“ und „F_1 + F_2-Regionen“. Ein vertikaler Doppelpfeil mit der Beschriftung „Ionosphäre“ reicht von der unteren Grenze der D-Region bis zur oberen Grenze der F_1 + F_2-Regionen. Innerhalb der E-Region gibt es eine ellipsenförmige Figur mit der Beschriftung „Sporadic-E“.">
Abbildung NE-3.9.1: Für den Amateurfunk relevante Schichten in der Atmosphäre
* Ionisation verleiht Kurzwelle einzigartige Fähigkeiten
* Dichte der freien Elektronen bestimmt die Brechungsfrequenz
* Höhere Dichte $\rightarrow$ höhere Frequenz
* Die Schichten verschwinden durch Rekombination der Ionen und Elektronen, wenn sie nicht mehr durch Sonnenstrahlung angeregt werden
In ca. $90-130 km$ Höhe
Entsteht tagsüber mit Maximum zur Mittagszeit
Verschwindet etwa 1 Stunde nach Sonnenuntergang
Sprungdistanz ca. $2000 km$ bis $10 MHz$
Starke Ionisation $\rightarrow$ Sporadic-E
Namensgebene: E(lektrische)-Schicht
In ca. $200-400 km$ Höhe
Am stärksten ionisierte Schicht
$F_1$-Schicht existiert nur am Tag
$F_2$-Schicht bleibt nachts bestehen
Sprungdistanz ca. $4000 km$
* Im Schnitt alle 11 Jahre durch Umkehrung des Magnetfelds
* Intensivere Ultraviolett- und Röntgenstrahlen
* Führt zu starker Ionisation der $F_2$-Region
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „Jahre“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Sonnenflecken im Mittel pro Monat“. Es gibt Skalenmarkierungen bei „1750“ (Nullpunkt), „1800“, „1850“, „1900“, „1950“ und „2000“ auf der horizontalen Achse und bei „0“ (oberhalb des Nullpunktes), „50“, „100“, „150“, „200“, „250“ und „300“ auf der vertikalen Achse. Eine durchgehende, wellenförmige blaue Linie mit spitzen Maxima und tiefen Minima im Abstand von etwa 1 Jahr verläuft von links nach rechts. Die Höhe der Maxima variiert untereinander sehr stark.">
Abbildung NE-3.9.1: Zählung der monatlichen Sonnenflecken seit 1749
Im Aktivitätsminimum sind die Frequenzbänder oberhalb des $20 m$-Bandes (z. B. $10 m$) meist nicht nutzbar
Tote Zone I
Bereich, wo die Bodenwelle nicht mehr hin gelangt
Und die Raumwelle noch nicht hingelangt
Abhängig vom Reflexionswinkel der Raumwelle
Funkstationen in der Toten Zone können mich nicht hören
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige Grafik zeigt die Lage der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Auf der Erde steht links und rechts jeweils ein kleines, schwarzes Antennensymbol, beschriftet mit „Sender“ (links) und „Empfänger“ (rechts). Vom Sender zeigt eine kurze, gerade grüne Linie in Richtung Mitte, beschriftet mit „Bodenwelle“. Eine rote Linie, beschriftet mit „Raumwelle“, beginnt nahe dem Sender, steigt steil auf, trifft auf eine rosafarbene, bogenförmige Schicht im oberen Bildbereich, läuft schräg nach unten zur Mitte und berührt dort die Oberfläche der Erde, steigt dann erneut schräg nach oben zur rosafarbenen Schicht und fällt anschließend schräg nach unten in Richtung des Empfängers. Die rosafarbene Schicht erstreckt sich breit über die gesamte Grafik und ist unbeschriftet. Zwischen dem Ende der Bodenwelle und dem ersten Auftreffen der Raumwelle ist eine „Tote Zone“ in Form eines Bogens entlang der Erdoberfläche eingezeichnet.">
Abbildung NE-3.10.1: Tote Zone
Fading
Raumwelle trifft noch im Bereich der Bodenwelle wieder zum Empfänger
Durch Wellenüberlagerung können sich Raum- und Bodenwelle gegenseitig abschwächen
Signal verliert an Stärke $\rightarrow$ Fading
Amplitude:
80%
Phase:
180 °
Sprungdistanz I
Je flacher meine Antenne im Winkel zur Erdoberfläche abstrahlt, umso weiter ist die Sprungdistanz
Je steiler meine Antenne nach oben strahlt, umso kürzer ist die Sprungdistanz
MUF und LUF
* Höchste zwischen zwei Orten verwendbare Frequenz
* Ist abhängig vom Abstrahlwinkel der Antenne
* Und der kritischen Frequenz der Ionosphäre
* sin(α) = 1 → MUF = f_c
* In Klasse E keine Berechnung, nur Verständnisfragen
* Abhängig von der Ionisierung in der D-Schicht
* Je weniger Dämpfung in der D-Schicht, umso mehr tiefere Funkwellen können diese Schicht durchdringen und an den höheren Schichten reflektieren
Ausführliche Beschreibung: Die halbkreisförmige, mehrfarbige Grafik zeigt die konzentrisch angeordneten, bogenförmigen Schichten der Ionosphäre über der Erde, die unten blau eingezeichnet ist. Am linken Ende der Schichten gibt es die Kennzeichnung der „Höhe [km]“ mit den Markierungen „bis 10“, „50-90“, „90-130“ und „130-400“. Am rechten Ende stehen die Bezeichnungen der Schichten „Troposphäre“, „D-Region“, „E-Region“ und „F_1 + F_2-Regionen“. Ein vertikaler Doppelpfeil mit der Beschriftung „Ionosphäre“ reicht von der unteren Grenze der D-Region bis zur oberen Grenze der F_1 + F_2-Regionen. Innerhalb der E-Region gibt es eine ellipsenförmige Figur mit der Beschriftung „Sporadic-E“.">
Abbildung NE-3.13.1: Für den Amateurfunk relevante Schichten in der Atmosphäre
Bodenwelle
Die Bodenwelle reicht über den sichtbaren Horizont raus
Folgt der Erdkrümmung
Am besten für Frequenzen unter $3 MHz$
Abbildung NE-3.14.1: Reichweite der Bodenwelle je nach Band
Reichweite ist von Frequenz und Bodenbeschaffenheit abhängig
Langwelle ($30-300 kHz$) bis zu $1000 km$, Mittelwelle ($300 kHz--3 MHz$) bis zu $250 km$
Gut nutzbar im $160 m$-Band
Im $10 m$-Band für Kommunikation im Stadtbereich nutzbar
VHF und höhere Frequenzen vernachlässigbar
Greyline
Für den Kurzwellenfunk interessant
Tag zu Nacht
D-Region wird abgebaut
E-Region kann noch vorhanden sein
$F_1$-Region baut langsam ab
$F_2$-Region bleibt geschwächt bestehen
Nacht zu Tag
* D-Region baut erst auf, wenn Sonne in unteren Regionen angekommen
* E-Region baut sich langsam auf
* $F_1$-Region vor E- und D-Region aufgebaut
* $F_2$-Region wird wieder stärker
Kurzwellen werden an der schwachen D-Region flach gebrochen und weniger gedämpft
Die gebrochenen Kurzwellen werden in der F-Region flach reflektiert
Hohe Skip-Distanz
Greyline-DX oder Twilight-DX
Mögel-Dellinger-Effekt
Hohe Dämpfung der Raumwelle bis $300 MHz$
Totaler Ausfall der Raumwelle für wenige Minuten bis Stunden möglich
Kann nur tagsüber auftreten
Besonders stark bei Sonnenfleckenmaximum
Langer und kurzer Weg I
Funkwellen können sich je nach Ausbreitungsbedingungen besser über den längeren, indirekten Weg ausbreiten