Amateurfunkstationen

Gesamtkurs A

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Aufbau von Rufzeichen

  • Jeder Funkamateur mit Zulassung zum Amateurfunkdienst in Deutschland
  • Rufzeichen wird durch die BNetzA zugeteilt
  • Weltweit eindeutig
  • Darf nur durch den zugeteilten Funkamateur benutzt werden
1) Kurzbeschreibung: Grafik mit farblich gruppierten Großbuchstaben und Ziffern, beschriftet mit „Präfix“, „Numeral“ und „Suffix“.
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  • Ausführliche Beschreibung: Auf weißem Hintergrund sind drei Gruppen von Schriftzeichen angeordnet. Links stehen grüne Buchstaben, darunter steht in Grün „Präfix“. In der Mitte stehen orangefarbene Ziffern, darunter steht in Orange „Numeral“. Rechts stehen blaue Buchstaben, darunter steht in Blau „Suffix“. Von oben nach unten: Zeile 1 – links „K“ (grün), in der Mitte „4“ (orange), rechts „E A X“ (blau) Zeile 2 – links „W Z“ (grün), in der Mitte „6“ (orange), rechts „Y“ (blau) Zeile 3 – links „D L“ (grün), in der Mitte „1“ (orange), rechts „F L O“ (blau)">
    Abbildung NEA-4.1.1: Aufbau Rufzeichen: DL1FLO, WZ6Y, K4EAX
  • Drei Teile: * Präfix * Ziffer * Suffix
    • Ist länderspezifisch zugeordnet
    • Zur Lokalisierung von Amateurfunkstationen
    • Werden durch die Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, ITU) festgelegt
    • Stehen in den Radio Regulations (RR)
    • Mitgliedsstaaten sollen dieses in nationales Recht umsetzen
    • DA bis DR
    • Y2 bis Y9
    * 2 Buchstaben Präfix * eine Ziffer * 2-3 Buchstaben Suffix
    l
    DL1ABC
    DO5XYZ
    DA0RC
    Tabelle NEA-4.1.1: Beispiel für personengebundene, deutsche Amateurfunkrufzeichen
    • Fernbediente und automatisch arbeitende Amateurfunkstellen
    • Klubstationen
    • In Deutschland durch die BNetzA
    • Nach Rufzeichenplan
    • Verwendungszweck erkennbar anhand von Präfix, Ziffern und Suffix
    • Steht während der Prüfung zur Verfügung

    Persönliche Rufzeichen

    • In Deutschland gibt es drei Zulassungsklassen
    1. Klasse N (Entry Level License)
    2. Klasse E (Novice)
    3. Klasse A (Advanced)
    • Die Klasse ist am Präfix und der Ziffer erkennbar
    KlassePräfix und Ziffer
    Klasse NDN9
    Klasse EDO1 - DO9
    Klasse ADB1 - DD9
    DF1 - DH9
    DJ1 - DM9
    Tabelle NEA-4.2.1: Präfixe und Ziffern für personengebunde Rufzeichen
    KlasseRufzeichen
    Klasse NDN9AAA, DN9BB
    Klasse EDO2AAA, DO2BB
    Klasse ADL3AAA, DL3BB
    Tabelle NEA-4.2.2: Beispiele für personengebunde Rufzeichen
    • Nach bestandener Prüfung Antrag bei BNetzA stellen auf Zulassung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst
    • Darauf kommt die Zulassungsurkunde mit persönlichem Rufzeichen
    • Erst danach darf Funkbetrieb aufgenommen werden
    • Die Zulassung ist nicht übertragbar
    • Auf dem Antrag können Wunschrufzeichen angegeben werden
    • In der Rufzeichenliste der BNetzA oder in der Webabfrage der BNetzA nach freien Rufzeichen schauen
    • Es gibt keinen Anspruch auf die Zuteilung eines bestimmten Rufzeichens
    • Ohne Wunschrufzeichen wählt die BNetzA ein Rufzeichen aus

    Auswahl von Rufzeichen

    • Kurzschreibweise des Namens
    • Initialen
    • Gute Verständlichkeit beim Sprechen
    • Einfache Morsetelegrafie
    • Wortwitz
    • In der Regel ändert die BNetzA ein Rufzeichen nicht
    • Bei Änderungen von Regularien oder Zulassungsklassen kann es notwendig werden
    • Bei Stellung eines neuen Antrags auf Zulassung zum Amateurfunkdienst wird ein neues Rufzeichen vergeben

    Klubstationen

    1) Kurzbeschreibung: Luftaufnahme eines Gebäudes am Waldrand mit mehreren hohen Antennenmasten und großflächigen Richtantennen auf einer Wiese.
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  • Ausführliche Beschreibung: Die Luftaufnahme zeigt ein flaches Gebäude an einem Waldrand mit mehreren Antennenmasten auf einer kleinen Wiese. Direkt neben dem Gebäude stehen zwei hohe, mit Abspannseilen gesicherte Gittermasten, jeweils mit mehreren horizontalen Antennenträgern und zahlreichen querstehenden Elementen. In der Platzmitte steht ein Mast mit einer Leiter und einer runden Arbeitsplattform. Links befindet sich eine hohe Vertikalantenne.">
    Abbildung NEA-4.3.1: Eine Klubstation
  • * Gemeinsamer Betrieb einer Station * Gruppe von mindestens 3 Funkamateuren * Erhalten ein spezielles Rufzeichen

    Rufzeichenplan

    RufzeichenKlasse
    DAØAA-DAØZZZA
    DAØA-DA3ZA
    DA6A-DA9ZE
    DBØA-DD9ZA
    DFØA-DH9ZA
    DJØA-DM9ZA
    DFØAA-DFØZZZA
    Tabelle NEA-4.3.1: Rufzeichen für Klubstationen
    RufzeichenKlasse
    DKØAA-DKØZZZA
    DLØAA-DLØZZZA
    DNØA-DNØZE
    DNØAA-DNØZZZE
    DOØA-DO9ZE
    DP3A-DP9ZA
    DQØA-DR9ZA
    Tabelle NEA-4.3.2: Rufzeichen für Klubstationen
    • Zur Beantragung ist ein Stationsverantwortlicher zu benennen
    • Muss selbst Funkamateur mit Zulassung sein
    • Rufzeichenklasse muss der für die Klubstation gleich sein
    • Wird Inhaber eines auf 5 Jahre zugeteilten Rufzeichens
    • Verlängerung muss rechtzeitig beantragt werden
    • Verwendung erst nach Zuteilung möglich
    • Von jedem Funkamateur mit Zulassung
    • Nicht auf die Mitglieder der Gruppe beschränkt
    • Klasse N oder E darf an Klubstation mit Klasse A Betrieb machen
    • $\rightarrow$ Jedoch nur im Rahmen seiner Bänder und Leistung
    • Klasse A darf an Klubstation der Klasse E oder N Betrieb machen
    • $\rightarrow$ Jedoch nur im Rahmen der Bänder und Leistung der Klubstation
    Die niedrigste Klasse gibt die maximale Berechtigung vor.
    Station NStation EStation A
    Funkamateur NNNN
    Funkamateur ENEE
    Funkamateur ANEA
    Tabelle NEA-4.3.1: Darstellung im Rahmen welcher Klasse Funkbetrieb durchgeführt werden darf, wenn sich Klasse des Funkamateurs und Klasse der Klubstation unterscheiden
    • Eine Klubstation darf kurzzeitig an anderen Standorten betrieben werden
    • Eine Meldung an die BNetzA ist nicht erforderlich
    • Bei Veranstaltungen oder ähnlichem nützlich

    Ausbildungsrufzeichen

    TODO Neues Bild

    * Funkamateure der Klasse E und A sind automatisch Ausbilder * Unter Aufsicht * Im Berechtigungsumfang des Ausbilders * Personengebundenes Rufzeichen + "/T" bzw. "/Trainee" * Klubstation + "/T" bzw. "/Trainee"
    • für Personen ohne Besitz eines entsprechenden Amateurfunkzeugnisses
    • nicht für Aussendungen des Ausbilders selbst
    • die praktische Vorbereitung auf das Ablegen der fachlichen Prüfung
    • muss in unmittelbarer Nähe des Auszubildenden sein
    • bei Bedienung und Betriebsabwicklung anleiten
    • schaltet den Sender im Extremfall ab
    • muss auf Verlangen der BNetzA Auskunft über "Art und Umfang" des Ausbildungsbetriebs geben

    Remote-Stationen

    1) Kurzbeschreibung: Schematische Darstellung eines Hauses mit Funkstation rechts („DL1FLO“) und einem Antennenmast links („Remote“), von dem Funkwellen ausgehen; dazwischen Verbindungslinie, beschriftet mit „Internet“.
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  • Ausführliche Beschreibung: Im rechten Teil der Abbildung steht ein Haus, in dessen Umrissen die Frontseite eines Funkgerätes eingezeichnet ist. Darunter befindet sich die Beschriftung „DL1FLO“. Im linken Teil der Abbildung steht ein Antennenmast, mit „Remote“ beschriftet, von dessen Spitze blau eingefärbte Funkwellen ausgehen. Zwischen dem Haus und der Antenne ist eine Verbindungslinie eingezeichnet, die mit „Internet“ beschriftet ist.">
    Abbildung NEA-4.5.1: Remotestation
  • * Remotestationen ermöglichen einen Betrieb an einem anderen Standort * z.B. wenn am Wohnort keine eigene Station realisiert werden kann * Die gesamte Bedienung erfolgt ferngesteuert * Betrieb durch Funkamateure der Klasse A * Mitbenutzung möglich
    • Remotebetrieb muss durch den Betreiber angezeigt werden
    • Mit Betriebsmeldung und Kontaktdaten an die BNetzA
    • Erreichbarkeit während des Betriebs unter den angegebenen Kontaktdaten
    • Ununterbrochene, mittelbare und vollständige Kontrolle der Station
    • Kann über Hilfsmittel oder Helfer erfolgen
    • Bei Störungen muss die Stationen in einen sicheren Zustand versetzt werden
    • Erlaubnis des Betreibers für Nutzung notwendig
    • Betreiber darf nur berechtigte Funkamateure die Remotestation nutzen lassen
    • Klubstationen der Klasse A dürfen als Remotestation betrieben werden
    • Muss auf die Mitglieder der Gruppe von Funkamateuren begrenzt sein
    • Ist an einer Remotestation möglich
    • Es gelten die gleichen Regeln wie für den Ausbildungsbetrieb
    • Auch an Remote-Klubstationen möglich

    Rufzeichenzusätze

    ZusatzGesprochenBedeutung
    amaeronautisch mobilAn Bord eines Luftfahrzeugs, das sich im Flug befindet
    mmmaritim mobilAn Bord eines Schiffs auf See
    mmobilVon einem Landfahrzeug oder einem Schiff auf Binnengewässern aus
    pportabelZu Fuß unterwegs oder vorübergehend ortsfest
    RRemoteRemote-Betrieb
    TTraineeAusbildungsfunk
    Tabelle NEA-4.6.1: Mögliche Rufzeichenzusätze
    • Geschrieben mit "/"
    • Gesprochen direkt im Anschluss an das Rufzeichen oder mit "Stroke"
    SchreibweiseAussprache
    DL1FLO/mDelta Lima Eins Foxtrott Lima Oskar (Stroke) Mobil
    DM4EAX/pDelta Mike Vier Echo Alpha X-Ray (Stroke) Portabel
    DL1ASN/mmDelta Lima Eins Alpha Sierra November (Stroke) Maritim Mobil
    DG2RON/amDelta Golf Zwei Romeo Oscar November (Stroke) Aeronautisch Mobil
    Tabelle NEA-4.6.1: Sprechweise von Rufzeichenzusätzen, "Stroke" ist optional und kann weggelassen werden
    • An Bord eines Luftfahrzeugs (Flugzeug, Heißluftballon, Zeppelin, o.ä.)
    • Muss sich komplett in der Luft befinden
    • Keine Verbindung zum Boden
    • Betrieb muss vom Luftfahrzeugführer erlaubt sein, jedoch nicht von der BNetzA genehmigt werden
    • An Bord eines Wasserfahrzeugs (Motorboot, Segelyacht, o.ä.)
    • Außerhalb der 12-Meilen-Zone
    • Auf Flüssen, Seen oder ähnlichen Binnengewässern darf "/m" (mobil) verwendet werden
    • Betrieb muss vom Schiffsführer erlaubt sein, jedoch nicht von der BNetzA genehmigt werden
    • In einem Landfahrzeug wie Auto oder Zug
    • Oder an Bord eines Schiffs auf Binnengewässern
    • Station vorübergehend an einem Standort, der nicht auf der Zuteilungsurkunde eingetragen ist
    • z.B. in der Natur
    • Auch bei Bewegung (zu Fuß) mit tragbarem Funkgerät
    • Betrieb an einer Remote-Station
    • Optional "/R" bzw. "/Remote"
    • Bei Ausbildungsfunkbetrieb ist "/T" bzw. "/Trainee" verpflichtend
    • Alle anderen Zusätze sind freiwillig und können weggelassen werden

    Besondere Anlässe

    1) Kurzbeschreibung: QSL-Karte der Klubstation mit dem Sonderrufzeichen DA200TF anlässlich des 200. Geburtstags des Dichters Theodor Fontane. 
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt die QSL-Karte der Klubstation mit dem Sonderrufzeichen DA200TF anlässlich des 200. Geburtstages des Dichters Theodor Fontane. In der Mitte steht das Rufzeichen „DA200TF“ in großer, roter Schrift, darüber „German Amateur Radio Special Station“ und mit kleiner, weißer Schrift „ITU: 28“. Links neben dem Rufzeichen ist ein Reliefbild von Fontane zu sehen, darunter in Weiß die Aufschrift „DOK: BRA“. Am unteren Rand sind nebeneinander drei Diplomurkunden des „Theodor-Fontane-Diploms“ in den Varianten „Gold“, „Silber“ und „Bronze“ abgebildet. Im Hintergrund zeigt die Karte eine weite Wiese mit hohem grünem Gras, dahinter ein gelbliches Feld, eine Baumreihe am Horizont und einen bewölkten blau-weißen Himmel.">
    Abbildung NEA-4.7.1: QSL-Karte der Klubstation mit dem Sonderrufzeichen DA200TF anlässlich des 200. Geburtstag von Theodor Fontane
  • * Klubstationsrufzeichen mit 4-7stelligem Suffix * z.B. für historische Ereignisse, Stadtfeste oder Sportereignisse * Die ganze Amateurfunkwelt kann an dem Ereignis teilhaben
    • Maximale Zuweisung für 1 Jahr durch die BNetzA
    • Keine Verlängerung möglich
    • Suffix kann aus Ziffern und Buchstaben bestehen
    • Das letzte Zeichen muss immer ein Buchstabe sein
    • Auch im Ausland kann es Sonderstationen geben
    • Die Rufzeichen können andere Vorgaben haben
    RufzeichenZuteilungEreignis
    DL1250BRET20171250 Jahre Stadt Bretten
    DL500BIER2016500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot
    DF13DEJU2019Erstflug der Junkers F 13
    DL73AFUG202273. Geburtstags des Amateurfunkgesetzes
    DB50AFZ202250 Jahre Amateurfunkzentrum
    DP44N44T202244 Jahre Ortsverband N44
    DC0YOTA2021Youngsters On The Air
    DL22MAUS2022Türen auf mit der Maus!
    DL0ELEFANT2022Türen auf mit der Maus!
    Tabelle NEA-4.7.1: Beispiele für Sonderstationen

    Fernbediente und automatische Stationen

    • Funkamateur muss die Station besetzt betreiben
    • Aussendungen dürfen nur unter Aufsicht erfolgen
    • Direkt an der Sendeanlage oder mittelbar via Remote-Station
    Ausnahme: Fernbediente und automatische Stationen
    • Ermöglicht Funkverbindungen zwischen Funkamateuren, die sich nicht direkt erreichen können
    • Sendet alles, was sie auf einer Frequenz empfängt, auf einer anderen wieder aus
    • Sendet nur immer das gleiche
    • In regelmäßigen Abständen
    • Oftmals nur das Rufzeichen
    • Zur Untersuchung der Ausbreitungsbedingungen

    Relaisfunkstellen

    1) Kurzbeschreibung: Schematische Zeichnung eines Berges mit Antenne auf dem Gipfel; links und rechts steht je eine Person mit kleinem Gerät mit Stabantenne, von denen orangefarbene Wellenlinien abgehen.
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  • Ausführliche Beschreibung: Am unteren Rand verläuft eine dünne horizontale Bodenlinie. In der Mitte ragt ein großer Berg mit zwei unterschiedlich hohen Gipfeln. Auf dem höheren Gipfel steht ein kurzer, senkrechter Mast; an dessen Spitze gehen zwei kurze Stäbe schräg nach links oben und rechts oben ab (Antenne). Links am Fuß des Berges steht eine einfache Strichmännchenfigur, die in der Hand ein kleines rechteckiges Gerät mit kurzer, schräg nach oben gerichteter Stabantenne hält; von dem Gerät gehen mehrere konzentrische, orangefarbene, bogenförmige Linien aus, die nach rechts oben zeigen. Spiegelbildlich dazu steht rechts am Fuß des Berges eine zweite Strichmännchenfigur mit einem gleichen Gerät und Antenne; vor diesem Gerät sind ebenfalls mehrere konzentrische, orangefarbene, bogenförmige Linien zu sehen, die nach links oben weisen.">
    Abbildung NEA-4.9.1: Schematische Darstellung einer Relaisfunkstelle mit Nutzern
  • * Ermöglicht eine größere Reichweite als bei direkter Verbindung * Meist an exponierten Standorten, z.B. Berggipfeln, Hochhäusern, (Kirch-)Türmen * Oder in Satelliten

    eine fernbediente Amateurfunkstelle (auch in Satelliten), die empfangene Amateurfunkaussendungen, Teile davon oder sonstige eingespeiste oder eingespeicherte Signale fernausgelöst aussendet und dabei zur Erhöhung der Erreichbarkeit von Amateurfunkstellen dient

    • Auch kurz genannt: Relais oder Repeater
    • Senden regelmäßig ihr Rufzeichen aus
    • Rufzeichen beginnt in der Regel mit DB0, DM0 oder DO0
    * Relaisfunkstellen werden nicht mit persönlichen Rufzeichen betrieben. * Relaisfunkstellen sind üblicherweise nicht ständig besetzt. * Relaisfunkstellen müssen nicht zwingend an geografisch exponierten Standorten betrieben werden.
    * Empfängt auf der Eingangsfrequenz das Signal einer Amateurfunkstation * Strahlt es zeitgleich auf der Ausgabefrequenz aus * Damit der Sender nicht stört, sind die Frequenzen meistens unterschiedlich
    Den Abstand nennt man *Frequenzablage* oder kurz *Ablage*
    BandAblage
    $10 m$$100 kHz$
    $2 m$$600 kHz$
    $70 cm$$7,6 MHz$
    $23 cm$$28 MHz$
    Tabelle NEA-4.9.1: Frequenzablage
    • Eingabefrequenz: $431,275 MHz$
    • Ablage: $+7,600 MHz$
    • Ausgabefrequenz: $438,875 MHz$

    Crossband-Betrieb

    • Sendet und empfängt gleichzeitig auf zwei verschiedenen Bändern, z.B. $2 m$ und $70 cm$
    • Umsetzung der Sendeart auch möglich, z.B. SSB auf FM
    • Vermittelt Daten statt Sprache
    • Empfängt und sendet Datenpakete
    • Aussendung kann nur in Teilen oder zeitversetzt geschehen
    • Datenpakete können wiederholt werden
    • Einzelne Datenfelder können geändert werden
    • Ggf. sind weitere Einstellungen für die Verbindung zum Relais notwendig
    • Diese Informationen sind in Repeaterverzeichnissen, auf Webseiten oder beim Relaisverantwortlichen erhältlich
    • Neben FM-Repeatern gibt es welche für digitale Sprache wie DMR oder D-Star
    • Der benötigte Platz im Frequenzspektrum
    • Wide-FM: $25 kHz$
    • Narrow-FM: $12,5 kHz$
    • Repeater mögen Narrow-FM, da sonst Signale verzerrt sind und benachbarte Frequenzen gestört werden
    • Grundsätzlich können alle Funkamateure mit ihrem zugeteilten Rufzeichen fernbediente Amateurfunkstellen nutzen
    • Betreiber kann zur Sicherstellung des störungsfreien Betriebs Funkamateure ausschließen
    • Die BNetzA ist hiervon zu unterrichten
    • Kurze Durchgänge
    • Mobile und portable Stationen sind oft nur kurzzeitig in Empfangsreichweite
    • Pause zwischen den Durchgängen zum Reinmelden anderer Stationen
    • Bei gleichzeitiger Spracheingabe wird die Aussendung bis zur Unlesbarkeit gestört
    • "Doppeln" durch ordentliche Übergabe vermeiden
    • Aussendung erst dann beginnen, wenn die vorige Station beendet hat
    • Nach Anlage 1 der AFuV
    • Für automatische Station oberhalb von $30 MHz$ mit $50 W$ ERP
    • Empfangene Signalstärke (S) ist die des Relais
    • Es wird darauf verzichtet
    • Nur die Lesbarkeit (R) wird im Rapport beurteilt

    Baken

    • Automatisch arbeitende Amateurfunk-Sendeanlage
    • Ständig wiederkehrende Aussendungen
    • Zu Feldstärkebeobachtungen oder Empfangsversuchen
    • Kann auch in Satelliten sein
    * Fest zugewiesene Frequenz * Fester Standort * Rufzeichen in regelmäßigen Abständen * Meist in Morsetelegrafie
    • Empfangbarkeit abhängig von wechselnden Ausbreitungsbedingungen
    • Indikator für die Machbarkeit einer Funkverbindung
    • Reflexion an Polarlichtern im VHF-Band durch "Aurora-Baken" testen
    • Durch Peilung Antennenausrichtung überprüfen

    Internationales Bakenprojekt (IBP)

    * Größere Anzahl Baken auf allen Kontinenten verteilt * Senden in einem festgelegten zeitlichen Ablauf nacheinander aus * Alle auf der gleichen Frequenz
    BandFrequenzbereich
    $10 m$$28190-28225 kHz$
    $12 m$$24929-24931 kHz$
    $15 m$$21149-21151 kHz$
    $17 m$$18109-18111 kHz$
    $20 m$$14099-14101 kHz$
    Tabelle NEA-4.10.1: Frequenzbereiche für Baken gemäß IARU-Bandplan
    Keinen Funkbetrieb dort durchführen!

    Linkstrecken

    1) Kurzbeschreibung: Person auf einem Flachdach an einer Antennenanlage mit zwei Parabolspiegeln und Stabantennen.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt eine Person auf einem Flachdach, die an einem Antennenträger mit zwei Parabolspiegeln und mehreren Stabantennen arbeitet.">
    Abbildung NEA-4.11.1: Wartungsarbeiten am HAMNET-Knoten DB0FC, im Vordergrund die Richtantenne für die Linkstrecke zu DB0BWL
  • * Fest eingerichtete Funkverbindung zwischen zwei Amateurfunkstellen * Automatisch arbeitende Station * Benötigt eigene Zulassung mit Rufzeichen durch BNetzA
    • Kann als analoge Brücke zwischen Relais dienen
    • Arbeitet meistens im $GHz$-Bereich des Amateurfunk-Spektrums
    • Bilden zusammen das HAMNET (Highspeed Amateurradio Multimedia NET-work)

    Satelliten

    1) Kurzbeschreibung: Satellitenkörper mit kurzer Stabantenne in einer Glasvitrine.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt einen kantigen, metallischen Körper mit abgerundeten Kanten und schrägen Seitenflächen mit einer Oberfläche aus vertikalen Streifen abwechselnd aus goldfarbenen und silbrigen Paneelen. Entlang der Kanten und Paneelfugen sind zahlreiche halbrunde Schraub- oder Nietköpfe sichtbar. Oben in der Mitte sitzt eine federnde Sockelaufnahme, aus der eine dünne Stabantenne herausragt. Der Körper ist auf einem transparenten Träger geneigt montiert und von einer Glasvitrine umgeben. Vor dem Objekt steht ein Schild mit der Überschrift „OSCAR I Communications Satellite“ und dem Zusatz „Full-scale model“.">
    Abbildung NEA-4.12.1: Modell des ersten Amateurfunksatelliten OSCAR 1, der 1961 für 22 Tage aus dem Orbit der Erde eine Bake im $2 m-Band$ sendete und von 570 Funkamateuren aus 28 Ländern gehört wurde
  • * Umrunden die Erde in kreis- oder elliptischen Bahnen und in unterschiedlichen Höhen * Erster Amateurfunksatellit bereits 1961 (OSCAR 1) * OSCAR: "Orbiting Satellite Carrying Amateur Radio" * Bis heute mehrere 100 Satelliten im Orbit (gewesen)

    Relaisfunkstelle auf dem Satellit wird "Transponder" genannt

    • Uplink: Funkstrecke von der Erde zum Satelliten
    • Downlink: Funkstrecke vom Satelliten zur Erde
    • Unterschiedliche Frequenzbänder für Up- und Downlink
    • Einfachere Trennung von Sende- und Empfangssignal
    • Baugröße von Filtern wird reduziert

    Satellitenantennen müssen ausgerichtet sein

    Azimut * stammt von arabisch السموت (as-sumūt, "die Wege") * Richtung entlang des Horizonts * Wird wie beim Kompass in Grad gemessen * $0 °$/$360 °$ Norden – $90 °$ Osten – $180 °$ Süden – $270 °$ Westen
    1) Kurzbeschreibung: Perspektivische Darstellung der Position eines Satelliten mit „Azimuth“ und „Elevation“ in Bezug auf eine Kreisfläche mit den Winkelangaben „0° N“, „90° O“, „180° S“ und „270° W“ sowie darüber „90° Zenit“.
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  • Ausführliche Beschreibung: In der Mitte der Abbildung gibt es die perspektivische Darstellung einer Kreisfläche mit den Winkelangaben „0° N“, „90° O“, „180° S“ und „270° W“ sowie darüber „90° Zenit“. Rechts oben ist ein Satellit eingezeichnet, dessen Position im Weltraum mithilfe der „Elevation“ (in roter Schrift mit rotem Pfeil für die vertikale Abweichung von der Kreisfläche) und des „Azimuth“ (in blauer Schrift mit blauem Pfeil für die horizontale Abweichung von 0° N auf der Kreisfläche) bestimmt wird.">
    Abbildung NEA-4.12.1: Azimut und Elevation im Raum
  • Azimut und Elevation

    Satellitenantennen müssen ausgerichtet sein

    Elevation * leitet sich von lateinisch elevare ("erheben") ab * Vertikaler Winkel über dem Horizont * $0 °\rightarrow$ direkt am Horizont * $90 °\rightarrow$ senkrecht über einem
    1) Kurzbeschreibung: Perspektivische Darstellung der Position eines Satelliten mit „Azimuth“ und „Elevation“ in Bezug auf eine Kreisfläche mit den Winkelangaben „0° N“, „90° O“, „180° S“ und „270° W“ sowie darüber „90° Zenit“.
<ol start=
  • Ausführliche Beschreibung: In der Mitte der Abbildung gibt es die perspektivische Darstellung einer Kreisfläche mit den Winkelangaben „0° N“, „90° O“, „180° S“ und „270° W“ sowie darüber „90° Zenit“. Rechts oben ist ein Satellit eingezeichnet, dessen Position im Weltraum mithilfe der „Elevation“ (in roter Schrift mit rotem Pfeil für die vertikale Abweichung von der Kreisfläche) und des „Azimuth“ (in blauer Schrift mit blauem Pfeil für die horizontale Abweichung von 0° N auf der Kreisfläche) bestimmt wird.">
    Abbildung NEA-4.12.1: Azimut und Elevation im Raum
    • Im Amateurfunkdienst gibt es eine Pflicht zur offenen Sprache
    • Ausnahme: Steuersignale zwischen Bodenstationen und Amateurfunksatelliten
    • Dürfen zum Zwecke der Verschleierung verschlüsselt werden
    • Damit können Dritte die Signale nicht mitlesen
    • Dient der Sicherheit der Satelliten vor Steuerkommandos von Unbefugten
    • In Deutschland gilt das auch für automatische und fernbediente Stationen sowie Remote-Stationen

    Exterritoriale Stationen

    • Amateurfunkstelle außerhalb des Hoheitsgebiets der BRD
    • Und kein anderes Land hat an diesem Standort ein Hoheitsgebiet
    • Rufzeichen aus dem Block DP0AA bis DP2ZZ
    1) Kurzbeschreibung: Neumayer-Station in der Antarktis; langes, auf Stützen stehendes, weiß und grau gestreiftes Stationsgebäude mit rot abgesetzter Dachpartie und mit der Aufschrift „Neumayer-Station“ an der Stirnseite; auf dem Dach mehrere Masten, Antennen und Radome.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt die deutsche Neumayer-Station in der Antarktis. Das rechteckige Stationsgebäude ist weiß und grau gestreift, hat eine rot abgesetzte Dachpartie und steht erhöht auf vielen dunklen Stützen. An der Stirnseite steht in großen Buchstaben „Neumayer-Station“. Auf dem Dach befinden sich ein roter Aufsatz und mehrere Stabantennen, Maststrukturen und mehrere weiße Radome.">
    Abbildung NEA-4.13.1: Auf der Polarforschungsstation Neumayer III befindet sich die Amateurfunkstation DP0GVN.
  • Beispiele:

    • Internationale Raumstation (ISS): DP0ISS
    • Neumayer III-Forschungsstation in der Antarktis: DP0GVN
    • Forschungsschiff Polarstern: DP0POL
    1) Kurzbeschreibung: Seitenansicht eines großen Schiffes mit dem Schriftzug „POLARSTERN“ mit blauem Rumpf und weißen Aufbauten.
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  • Ausführliche Beschreibung: Das Foto zeigt ein Schiff in Seitenansicht mit dem Bug nach links. Am dunkelblauen Rumpf steht im vorderen Teil der Schriftzug „POLARSTERN“. Der Aufbau ist weiß, mit mehreren orangefarbenen Rettungsbooten an den Seiten und zwei auffälligen roten Kran-Rahmen-Konstruktionen vorne und hinten. Auf den Schiffsaufbauten stehen Masten mit zahlreichen Antennen, Gitterstrukturen und mehreren kugelförmigen Radomen. Ein hoher Schornstein in Schwarz und Orange ragt in der Mitte empor.">
    Abbildung NEA-4.13.1: Die Amateurfunkstation an Bord des Forschungsschiff Polarstern verwendet das Rufzeichen DP0POL.
  • Experimentelle Studien

    • Zeitlich und im Berechtigungsumfang eingeschränkt
    • Werden gemäß § 16 Absatz 2 Satz 2 AFuV betrieben
    • Klasse A: DA5AA bis DA5ZZZ
    • Klasse E: DA4AA bis DA4ZZZ
    • Bei der BNetzA zu beantragen

    Weiterlernen

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