Wichtigste Eigenschaft des Kondensators: Ladung speichern
$\rightarrow$ Kapazität
$C = \dfrac{Q}{U}$
mit $Q$ als elektrische Ladung
Einheit: $As/V$ bzw. Farad $F$
Die Kapazität ist die elektrische Ladung pro Volt
Kapazität durch Bauart
* $\varepsilon_0 = 0,855e-11 As/Vm$: elektrische Feldkonstante
* $\varepsilon_r$: relative Dielektrizitätszahl, abhängig vom Dielektrikum (ohne Einheit)
* $A$: Fläche der Kondensatorplatten
* $d$: Abstand der Platten
* Eine Platte ist feststehend, die andere Platte kann drehend bewegt werden
* Nur dort, wo die Platten sich überlappen, wirkt der Kondensator
* Die Fläche wird durch Drehung verändert $\rightarrow$ Änderung der Kapazität
* Die Platten können auch Kreissegmente sein
* Es können mehrere Platten gestackt werden
* Spezielle Bauform
* Ermöglicht große Kapazität
* Nur für Gleichspannung
* Polarität muss beachtet werden
* Ein leerer Kondensator wird an Gleichspannung angeschlossen
* Die Spannung steigt steil an und flacht dann zur angelegten Spannung ab
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „t“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „U“. Eine Kurve beginnt im Nullpunkt unten links, führt zunächst steil nach oben und nähert sich dann allmählich einem konstanten Wert an. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.">
Abbildung NEA-8.1.1: Ladekurve eines Kondensators
Im Gleichstromkreis lädt der Kondensator sich auf, wirkt dann aber wie ein unendlich großer Widerstand
Bei Wechselstrom wird der Kondensator ständig Auf- und Entladen
Je höher die Frequenz, umso geringer ist der Wechselstromwiderstand des Kondensators
Phase
* Erzeugung durch drehende Spule in einem Magnetfeld
* Für eine Umdrehung wird eine bestimmte Zeit benötigt
* Zu jedem Zeitpunkt steht die Spule in einem bestimmten Winkel $\rightarrow$ *Phasenwinkel*
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung zeigt ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „t“, beginnend bei „0“ und mit acht Markierungen nach rechts ohne Beschriftung, und einer vertikalen Achse „U“ ohne Markierungen. Zwei Sinuskurven verlaufen um die Nulllinie. Sinuskurve „a“ hat ihr erstes Maximum bei der ersten Markierung und ihr Minimum bei der fünften Markierung. Sinuskurve „b“ beginnt im Nullpunkt und hat ihr Maximum bei der zweiten Markierung und ihr Minimum bei der sechsten Markierung. Sie hat also eine Phasendifferenz von einer Markierung gegenüber der ersten Sinuskurve.">
Abbildung NEA-8.2.1: Phasenverschiebung zwischen zwei Sinus-Signalen
* Phasenverschiebung beschreibt den zeitlichen Versatz zwischen zwei periodischen Signalen gleicher Frequenz
* Sie wird meist in Grad (°) oder Radiant angegeben
* Eine Phasenverschiebung von Strom und Spannung kann z. B. durch Bauteile wie Kondensatoren oder Spulen entstehen
Kondensator II
* Phasenverschiebung von $90 °$
* Strom eilt der Spannung voraus
* Die grüne Leistungskurve ist das Produkt von Strom und Spannung
* Die Leistung schwankt symmetrisch um die Nulllinie und gleicht sich aus
* *Blindleistung* an einem *Blindwiderstand*
Blindwiderstand nimmt keine Wirkenergie auf
Wird deshalb nicht warm
Ein warmer Kondensator bei Hochfrequenz hat einen ohmschen Anteil und sollte ersetzt werden
Kapazitiver Blindwiderstand $X_{\textrm{C}}$
Kondensator wird an Wechselspannung angeschlossen ständig geladen und entladen $\rightarrow$ Wechselstromwiderstand / kapazitiver Blindwiderstand
1. Wenn die Frequenz der Wechselspannung an einem Kondensator erhöht wird, dann fließt mehr Strom; dies bedeutet, der kapazitive Blindwiderstand ist kleiner geworden.
2. Wenn die Kapazität des Kondensators erhöht wird, dann steigt auch der Strom, d.h. der Blindwiderstand wird auch kleiner.
* Verlustfaktor $\tan(\delta) = \frac{R}{X_C}$
* Verluste in Dielektrikum und Zuleitung
Spule I
* Jeder stromdurchflossene Leiter hat eine Induktivität
* Um einen stromdurchflossenen Leiter entsteht ein Magnetfeld
* In einem Leiter entsteht ein Strom, wenn dieser durch ein Magnetfeld bewegt wird
* Henry von Joseph Henry (1797 - 1878)
Induktivität durch Bauart
* Die Induktivität einer Ringspule kann durch die Bauart erreicht werden
$\rightarrow$ Induktivität ist größer bei größerem Querschnitt, anderem Kern oder kleinerer Länge
$\rightarrow$ Induktivität ist viel größer bei höherer Windungszahl
* $\mu_0 = 1,2566e-6 \henry/m$: magnetische Feldkonstante
* $\mu_r$: relative Permeabilität, abhängig vom Spulenkern (Luft $\approx 1$)
* $N$: Windungszahl
* $A_S$: Querschnittsfläche der Spule
* $l$: Länge der Spule bzw. mittlere Feldlinienlänge
* Strom braucht länger durch die Spule
* Erst leuchtet Lampe$_1$
* Später leuchtet Lampe$_2$
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis aus geraden Leitern. Auf der linken, vertikalen Seite ist eine Spannungsquelle als Zellensymbol mit einer längeren parallelen Linie oben und einer kürzeren Linie unten eingezeichnet. In der Mitte des oberen horizontalen Leiters gibt es einen geöffneten Schalter, von dem ein vertikaler Leiter nach unten abzweigt. In diesem Leiter befindet sich oben ein verstellbarer Widerstand (Rechteck mit diagonalem Pfeil und Querlinie am Ende des Pfeiles) und darunter ein Lampensymbol mit kreuzförmigem Glühfaden, daneben beschriftet mit „Lampe_1“. Parallel zu diesem vertikalen Leiter verläuft ein zweiter vertikaler Leiter, in dem sich oben eine vertikale Spule mit Eisenkern (mehrere halbrunde Windungen und senkrechte Linie entlang den Halbbögen) befindet, darunter ein zweites Lampensymbol mit kreuzförmigem Glühfaden, daneben beschriftet mit „Lampe_2“. Beide Lampen sind über den unteren horizontalen Leiter mit der Spannungsquelle verbunden. Es sind keine Werte enthalten.">
Abbildung NEA-8.4.1: Stromkreis mit Spule
* Eine Spule wird an Gleichspannung angeschlossen
* Die Spannung nimmt steil ab und gleicht sich mit der Zeit 0 an
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „t“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „U“. Eine Kurve beginnt oben links, führt zunächst steil nach unten und nähert sich dann allmählich der „t“-Achse an. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.">
Abbildung NEA-8.4.1: Zeitlicher Verlauf einer Gleichspannung über eine Spule
Im Gleichstromkreis wirkt eine Spule erst wie ein unendlich großer Widerstand, wird dann aber nach dem Einschaltvorgang so groß wie der Widerstand des Leiters
Bei Wechselstrom wird das Magnetfeld in der Spule ständig umgepolt
Dadurch entsteht eine Selbstinduktionsspannung, die entgegengerichtet ist und stört
Je höher die Frequenz, umso höher ist der Wechselstromwiderstand der Spule
Spule II
* Phasenverschiebung von $90 °$
* Spannung eilt dem Strom voraus
* Die grüne Leistungskurve ist das Produkt von Strom und Spannung
* Die Leistung schwankt symmetrisch um die Nulllinie und gleicht sich aus
* *Blindleistung* an einem *Blindwiderstand*
Eine ideale Spule wird nicht warm
Jedoch besteht eine Spule aus Draht und hat dadurch ohmsche Verluste
Zusätzlich wirkt der Skin-Effekt
Induktiver Blindwiderstand $X_{\textrm{L}}$
Spule dreht an Wechselspannung angeschlossen ständig das magnetische Feld $\rightarrow$ Wechselstromwiderstand / induktiver Blindwiderstand
Wenn die Frequenz der Wechselspannung an einer Spule erhöht wird, dann fließt weniger Strom; dies bedeutet, der induktive Blindwiderstand ist größer geworden.
Wenn die Induktivität der Spule erhöht wird, dann verringert sich auch der Strom, d.h. der Blindwiderstand wird auch größer.
$|X_{\textrm{L}}| = \omega \cdot L = 2\pi \cdot f \cdot L$
$\begin{split} L &= N^2 \cdot A_{\textrm{L}}\\ N &= \sqrt{\frac{L}{A_{\textrm{L}}}} = \sqrt{\frac{2 m\henry}{250 n\henry}} \\ &= 89\,\text{Windungen} \end{split}$
gegeben: $L = 12 µ\henry$
gegeben: $A_{\textrm{L}} = 30 n\henry$
gesucht: $N$
$\begin{split} L &= N^2 \cdot A_{\textrm{L}}\\ N &= \sqrt{\frac{L}{A_{\textrm{L}}}} = \sqrt{\frac{12 µ\henry}{30 n\henry}} \\ &= 20\,\text{Windungen} \end{split}$
Verlustfaktor $\tan(\delta) = \frac{R}{X_L}$
Verluste im Leiter
Reihenschaltung von Blindwiderstand und Wirkwiderstand $\rightarrow$ Scheinwiderstand $Z$
Tritt nur bei Wechselspannung auf
Kann nicht mit einem Ohm-Meter gemessen werden
Spule in der Funktechnik $\rightarrow$ Impedanz
Antennenimpedanz, Eingangs- und Ausgangsimpedanz, Impedanzwandler, …
Impedanz $Z$ in $Ω$
Abbildung NEA-8.5.1: Impedanz $Z$ als geometrische Addition von $R$ und $X$
$Z = \sqrt{R^2 + X^2}$
* Wirkwiderstand $R$
* Blindwiderstand $X_{\textrm{L}}$
* Scheinwiderstand ist über Pythagoras zu berechnen
* Zur Abschirmung: Ein Gehäuse aus einem gut leitfähigem Material.
* Beispiel: Abschirmbecher aus Stahl oder Eisen.
* Verstellbaren Ferritkern um die Induktivität zu verändern.
Abbildung NEA-8.5.1: Beispiel für Spulen mit Abschirmbecher zur Abschirmung von magnetischen Feldern
Übertrager I
Zwei Spulen auf gemeinsamen Kern magnetisch gekoppelt
Energie wird darüber übertragen
Ändern von Spannungen und Strömen ist möglich
Übertrager oder Transformator kurz Trafo
Ausführliche Beschreibung: Schaltplan eines Transformators bestehend aus zwei vertikalen Spulen, die linke mit nach rechts gerichteten Halbbögen und die rechte mit nach links gerichteten Halbbögen, dazwischen zwei vertikale Linien. Die Spulen haben an beiden Enden jeweils einen Anschluss. Die Anschlüsse der linken Spule sind mit „230 V“ und einer Wellenlinie beschriftet, die Anschlüsse der rechten Spule mit „a“ und „b“.">
Abbildung NEA-8.6.1: Schemazeichnung eines Übertragers
* Spannungen an den Anschlüssen des Übertragers verhalten sich wie zur Anzahl der Wicklungen
$ü = \dfrac{N_P}{N_S} = \dfrac{U_P}{U_S}$
* $N_P$: Wicklungen auf der Primärseite
* $N_S$: Wicklungen auf der Sekundärseite
* $U_P$: Spannung an der Primärseite
* $U_S$: Spannung an der Sekundärseite
Übertrager II
* Magnetisch gekoppelte Spulen
* Veränderlicher Strom in einer Spule
* Erzeugt Spannung in der anderen Spule
* $\rightarrow$ Gegendinduktion
Das Verhältnis der Windungen zwischen Primär- und Sekundärseite ist wie das Verhältnis der Spannung zwischen Primär- zu Sekundärseite, aber wie das Verhältnis der Ströme zwischen Sekundär- zu Primärseite:
Abbildung NEA-8.7.2: Beispiel für einen Unun-Übertrager mit einem Windungsverhältnis von 2 zu 14, wobei die Primärseite und Sekundärseite zusammen bifilar (verdrillt) gewickelt sind
* Leitung darf nicht zu warm werden
* Sonst schmilzt die Isolation
* Oder der Leiter glüht
* $\rightarrow$ zulässige Stromdichte in Stromstärke bezogen auf den Leiterquerschnitt
Geschmolzene, selbstgebastelte BALUNs in Plastikgehäusen kommen häufiger vor, wenn "nur noch etwas mehr Leistung" gegeben wird
nach VDE
Frei verlegte Leiter aus Kupfer: $\frac{12 A}{0,75 mm\squared}$
Schmelzsicherungen: bis zu $3000 A/mm\squared$
Transformatoren: $2,5 A/mm\squared$ (schlechte Wärmeabstrahlung der Wicklungen)
* Eine Diode lässt den Stromfluss nur in eine Richtung durch
* In die andere Richtung wirkt sie wie ein hoher Widerstand
* Dioden werden u.a. zur Gleichrichtung von Wechselspannung eingesetzt
* Eine spezielle Bauform haben wir schon als LED kennengelernt
* Damit eine Diode in Durchlassrichtung leitet, muss eine bestimmte Spannung – die Schwellenspannung oder Durchlassspannung – überschritten werden
* Je nach Basis des chemischen Elements ist die Schwellenspannung unterschiedlich hoch
* Germanium: $0,2-0,4 V$
* Silizium: $0,6-0,8 V$
* LED (Rot): $1,6-2,2 V$
* LED (Gelb, Grün): $1,9-2,5 V$
* LED (Blau, Weiß): $2,7-3,5 V$
Erlaubt eine hohe Schaltfrequenz
Nur eine sehr niedrige Schwellenspannung von $0,4 V$ bis unter $0,1 V$ ist nötig
* Eine Diode leitet immer dann, wenn die Spannung an der Anode um die Schwellenspannung positiver ist als an der Kathode
* Gilt auch für negative Spannungen
* In der Prüfung kommen nur Siliziumdioden mit $0,7 V$ Schwellenspannung vor
Ausführliche Beschreibung: Eine horizontale Linie ist in der Mitte durch das Schaltzeichen für eine Diode mit einem nach links zeigenden Dreieck und einer vertikalen Linie an der Dreiecksspitze unterbrochen. Links der horizontalen Linie steht der Wert „0,6 V“, rechts davon „1,3 V“.">
Abbildung NEA-8.8.1: Spannungen an einer leitenden Siliziumdiode
* Eine LED dient als Leuchtanzeige
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis aus geraden Leitern. Im oberen horizontalen Leiter ist links ein Anschlusspunkt eingezeichnet. Rechts davon befindet sich ein Schaltzeichen bestehend aus einem Rechteck (Widerstand). Es schließt sich ein vertikaler Leiter an, in dessen Mitte ein Schaltzeichen mit einem auf der Spitze stehenden Dreieck, einem horizontalen Strich darunter und zwei schräg nach unten rechts zeigenden Pfeilen eingezeichnet ist. Es folgt ein unterer horizontaler Leiter mit einem Anschlusspunkt am linken Ende.">
Abbildung NEA-8.8.1: LED mit Vorwiderstand
* Da die LED selbst kaum einen Widerstand hat, würde sie bei einem direkten Anschluss an eine Spannungsquelle wie ein Kurzschluss wirken
* Mit einem Vorwiderstand wird der Durchlassstrom begrenzt
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis aus geraden Leitern. Im oberen horizontalen Leiter ist links ein Anschlusspunkt eingezeichnet. Rechts davon befindet sich ein Schaltzeichen bestehend aus einem Rechteck (Widerstand). Es schließt sich ein vertikaler Leiter an, in dessen Mitte ein Schaltzeichen mit einem auf der Spitze stehenden Dreieck, einem horizontalen Strich darunter und zwei schräg nach unten rechts zeigenden Pfeilen eingezeichnet ist. Es folgt ein unterer horizontaler Leiter mit einem Anschlusspunkt am linken Ende.">
Abbildung NEA-8.8.1: LED mit Vorwiderstand
$U_q$: Spannungsquelle
$U_{\mathrm{LED}}$: Schwellenspannung LED
$I_D$: Durchlassstrom
* Normalerweise liegt die maximale Sperrspannung einer Diode bei ca. $1000 V$
* Bei Z-Dioden erfolgt ein Spannungsdurchbruch je nach Bauart zwischen $3 V$ und $100 V$
* Dienen zur Spannungsstabilisierung
Ausführliche Beschreibung: In der Mitte einer horizontalen Linie befindet sich ein nach rechts zeigendes, gleichschenkliges Dreieck; die Linie führt durch das Dreieck hindurch. An der Dreiecksspitze gibt es eine kurze vertikale Linie, die am oberen Ende einen nach links zeigenden, kurzen Strich aufweist. Es sind keine Beschriftungen, Maße, Achsen oder weiteren Bauteile vorhanden.">
Abbildung NEA-8.8.1: Schaltzeichen Z-Diode
* Z-Dioden werden mit Vorwiderstand in Sperrrichtung betrieben
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei gerade, parallele Leiter. Im oberen Leiter befindet sich ein Widerstand. Rechts davon gibt es einen vertikalen Abzweig zum unteren Leiter mit einer Zener-Diode in der Mitte. An den Enden der beiden Leiter befinden sich jeweils Anschlussklemmen. Es sind keine Beschriftungen, Maße, Achsen oder weiteren Bauteile vorhanden.">
Abbildung NEA-8.8.1: Z-Diode korrekt in Sperrichtung eingesetzt
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus einem Rechteck (Widerstand), beschriftet mit „R_V“. Rechts des Widerstands zweigt ein Leiter ab mit einem Schaltzeichen bestehend aus einem nach oben gerichteten Dreieck und darüber einem horizontalen Strich mit kleinem Strich nach unten am rechten Ende (Zener-Diode oder Z-Diode). In diesem vertikalen Leiter gibt es oberhalb der Z-Diode die Beschriftung „I_Z“ mit Pfeil nach unten. Der vertikale Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Der obere horizontale Leiter hat zwei Anschlusspunkte, links mit „+13,8 V“ und rechts mit „+5 V“ beschriftet. Der untere horizontale Leiter hat ebenfalls zwei Anschlusspunkte, links mit „0 V“ beschriftet und rechts ohne Beschriftung. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_1“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_Z“.">
Abbildung NEA-8.8.1: Z-Diode zur Spannungsstabilisierung
* $U_Z$ ist die Spannung, auf die die Z-Diode stabilisiert
* $U_V = U_1 - U_Z = 13,8 V - 5 V = 8,8 V$
* $R_V = \frac{U_V}{I} = \frac{8,8 V}{30 mA} \approx 293 Ω$
Halbleiter II
* Bestehen aus einer Gitterstruktur
* 4 geteilte Elektronen auf der äußeren Schale
* Sind eigentlich Isolatoren
* Können durch Temperaturanstieg, Licht oder Dotierung zu Leitern werden
Stoffe mit 5 Elektronen auf der äußeren Schale $\rightarrow$ Elektronenüberschuss $\rightarrow$ n-Dotierung
Stoffe mit 3 Elektronen auf der äußeren Schale $\rightarrow$ Elektronenmangel ("Loch") $\rightarrow$ p-Dotierung
Löcher sind eigentlich nicht beweglich, aber durch den Elektronenfluss sieht es so aus, als ob sie sich bewegen würden
Kombination
* Es entsteht eine *Verarmungszone* oder *Sperrschicht*
* Über der *Sperrschicht* liegt ein elektrisches Feld
* Austausch stoppt, sobald das elektrische Feld für die Elektronen zu stark ist
Prüfungsfrage AB108
Das folgende Bild zeigt den prinzipiellen Aufbau einer Halbleiterdiode. Wie entsteht die Sperrschicht?
Elektronen bewegen sich zum p-Gebiet, Löcher zum n-Gebiet
Wird ein Verbraucher (mit negativer Spannung am p-Anschluss) angeschlossen, wirkt die Fotodiode als Stromquelle
Der Strom ist proportional zur Lichtintensität
Zusammenschluss von Leuchtdiode und Fotodiode in einem Gehäuse
Eingangsseite: Leuchtdiode
Ausgangsseite: Fotodiode
Beide sind voneinander galvanisch getrennt
Transistor I
Von der Diode zum Transistor
Die Funktion kann man sich so vorstellen:
* Mittels eines Steuerkanals wird der Durchfluss eines Wehrs geregelt
* Fließt kein Wasser im Steuerkanal ist das Wehr geschlossen
Die Funktion kann man sich so vorstellen:
* Fließt etwas Wasser im Steuerkanal, öffnet das Wehr zur Hälfte
Die Funktion kann man sich so vorstellen:
* Fließt mehr Wasser im Steuerkanal, ist das Wehr ganz geöffnet
Merksatz für PNP $\rightarrow$ Pfeil Nach Platte
Ausführliche Beschreibung: Das Schaltzeichen besteht aus einem Kreis mit einer vertikalen Linie links im Kreis. Von links führt ein Anschluss horizontal in den Kreis und trifft auf diese vertikale Linie. Von dieser Linie gehen zwei Linien nach rechts. Die obere verläuft schräg nach rechts oben und endet an einem kurzen vertikalen Anschluss. Die untere verläuft schräg nach rechts unten. Sie hat am Ende einen ausgefüllten dreieckigen Pfeil, dessen Spitze zu einem kurzen vertikalen Anschluss zeigt. Es gibt keine Text- oder Achsbeschriftungen.">
Abbildung NEA-8.11.1: Schaltbild NPN-Transistor
Ausführliche Beschreibung: Das Schaltzeichen besteht aus einem Kreis mit einer vertikalen Linie links im Kreis. Von links führt ein Anschluss horizontal in den Kreis und trifft auf diese vertikale Linie. Von dieser Linie gehen zwei Linien nach rechts. Die obere verläuft schräg nach rechts oben und endet an einem kurzen vertikalen Anschluss. Die untere verläuft schräg nach rechts unten. Sie hat am Ende einen ausgefüllten dreieckigen Pfeil, dessen Spitze zur vertikalen Linie in der Mitte zeigt. Es gibt keine Text- oder Achsbeschriftungen.">
Abbildung NEA-8.11.2: Schaltbild PNP-Transistor
Die Ansteuerung kann so eingestellt werden, dass der Transistor sperrt oder voll durchsteuert, dann spricht man von einem Schalttransistor.
Die Ansteuerung kann so eingestellt werden, dass der Transistor stufenlos gesteuert wird, dann spricht man von einem Verstärker.
Je Art des bipolaren Transistor hat man verschiedene Polaritäten.
Bei einem NPN-Transistor benötigt man zum Durchschalten eine positive Steuerspannung.
Bei einem PNP-Transistor benötigt man zum Durchschalten eine negative Steuerspannung.
Die Steuerspannung liegt wie bei einer Siliziumdiode bei etwa $0,6 V$.
Wann schaltet der NPN Transistor durch?
Ist die Basis-Emitter-Spannung ausreichend und liegt sie im positiven Potential vor?
Hier muss man auf die Vorzeichen achten und bei negativen Vorzeichen umdenken, Beispiele:
Basis $+2 V$ und Emitter $+1,4 V \rightarrow$ Die Basis-Emitter-Spannung ist positiv und beträgt $+0,6 V$
Basis $-5,6 V$ und Emitter $-6,2 V \rightarrow$ Die Basis-Emitter-Spannung ist positiv und beträgt $+0,6 V$
$U_{ BE } = U_{ B } - U_{ E }$
Wann schaltet der PNP Transistor durch?
Ist die Basis-Emitter-Spannung ausreichend und liegt sie im negativen Potential vor?
Hier muss man auf die Vorzeichen achten und bei negativen Vorzeichen umdenken, Beispiele:
Basis $+5,6 V$ und Emitter $+6,2 V \rightarrow$ Die Basis-Emitter-Spannung ist negativ und beträgt $-0,6 V$
Basis $-2 V$ und Emitter $-1,4 V \rightarrow$ Die Basis-Emitter-Spannung ist negativ und beträgt $-0,6 V$
$U_{ BE } = U_{ B } - U_{ E }$
Die bisher behandelten Transistoren nennt man Bipolare Transistoren. Sie sind die Art der Transistoren, die in den 50er Jahren eine technische Revolution einläuteten und die Elektronenröhre ablösten. Im Gegensatz zu den stromgesteuerten Bipolartransistoren sind Feldeffekttransistoren (FET) spannungsgesteuert, es fließt also kein Steuerstrom in ihn hinein. Mit diesen werden wir uns im Klasse A Kurs intensiver auseinandersetzen.
Transistor II
$B = \frac{I_{\textrm{C}}}{I_{\textrm{B}}}$
Signifikanter Kollektorstrom fließt
Basis-Emitter-Diode in Durchlassrichtung
Kollektor-Basis-Diode sperrt, damit keine Ladungsträger aus dem Kollektor in die Basis gelangen
Die Größe von $R_1$ stellt den Basisstrom $I_B$ ein
$I_B$ ist um 298 kleiner als $I_C$
Für die Spannung an $R_1$ muss der Transistorverlust abgezogen werden
* Arbeitspunkt wird über den Spannungsteiler eingestellt
* Querstrom durch $R_2$ soll so hoch sein, damit der Basisstrom keinen großen Einfluss auf den Arbeitspunkt hat
Kein Strom durch $R_1 \rightarrow$ keine Spannung über $R_2$
Basis liegt auf Massepotential $\rightarrow$ Transistor ist stromlos
Kein Spannungsabfall an $R_{\textrm{C}} \rightarrow$ Kollektorpotential steigt auf Betriebsspannung
$R_2$ ist stromlos $\rightarrow$ Basis ist über $R_1$ ist mit der Betriebsspannung verbunden
Aufgrund der Dimensionierung ist der Basisstrom nun 11-fach höher als geplant
Kollektorstrom wird stark ansteigen $\rightarrow$ Spannungsabfall an $R_{\textrm{C}}$ steigt stark
$U_{\textrm{CE}}$ sinkt auf den Sättigungswert von ca. $0,1 V$
Ausführliche Beschreibung: Zwei Schaltzeichen /“1“ und „2“) bestehen aus einem Kreis mit einer vertikalen Linie links im Kreis. Von links führt ein Anschluss horizontal in den Kreis und trifft im unteren Bereich auf diese vertikale Linie. Im linken Schaltzeichen besitzt dieser Anschluss einen Pfeil in Richtung auf die Linie, im rechten Schaltzeichen zeigt der Pfeil von der Linie weg. Von der vertikalen Linie gehen im Kreis zwei parallele horizontale Linien nach rechts. Die obere endet an einem kurzen vertikalen Anschluss nach oben, die untere an einem kurzen vertikalen Anschluss nach unten.">
Abbildung NEA-8.12.1: Schaltbilder für Feldeffekttransistoren
Anderer Aufbau
Es besteht ein Halbleiterkanal
Der Stromfluss wird über ein elektrisches Feld gesteuert
Dadurch spannungsgesteuert
Source Quelle für die Ladungsträger im Kanal
Drain Abfluss der Ladungsträger im Kanal
Gate steuert den Fluss der Ladungsträger im Kanal
selbstleitend: Ohne Gate-Source-Spannung ist der FET leitend
selbstsperrend: Ohne Gate-Source-Spannung ist der FET sperrend
n-Kanal-FET: Strom im Kanal wird von Elektronen getragen
p-Kanal-FET: Strom im Kanal wird von Löchern getragen
Sperrschicht-FET: Gate ist eine Diode
Isolierschicht-FET: Gate ist eine Kondensator-Struktur (z.B. MOSFET)
Ausführliche Beschreibung: Das Schaltzeichen besteht aus einem Kreis mit einer vertikalen Linie links im Kreis. Von links führt ein Anschluss von außen horizontal in den Kreis und trifft im unteren Bereich auf diese vertikale Linie. Parallel zu dieser Linie gibt es eine weitere vertikale Linie, von der drei parallele horizontale Linien nach rechts führen. Die obere endet an einem kurzen vertikalen Anschluss nach oben, die mittlere weist einen Pfeil nach rechts von der vertikalen Linie weg auf und ist im Kreis mit der unteren horizontalen Linie verbunden. Die untere horizontale Linie hat einen kurzen vertikalen Anschluss nach unten.">
Abbildung NEA-8.12.1: Selbstleitender p-Kanal MOSFET
Ausführliche Beschreibung: Das Schaltzeichen besteht aus einem Kreis mit einer vertikalen Linie links im Kreis. Von links führt ein Anschluss von außen horizontal in den Kreis und trifft im unteren Bereich auf diese vertikale Linie. Parallel zu dieser Linie gibt es drei kleine vertikale Striche, von denen jeweils eine parallele horizontale Linie nach rechts führt. Die obere endet an einem kurzen vertikalen Anschluss nach oben, die mittlere weist einen Pfeil nach links zur vertikalen Linie auf und ist im Kreis mit der unteren horizontalen Linie verbunden. Die untere horizontale Linie hat einen kurzen vertikalen Anschluss nach unten.">
Abbildung NEA-8.12.2: Selbstsperrender n-Kanal MOSFET
* *selbstleitend*/*selbstsperrend*: Gate durchgehend/gestrichelt
* *p-*/*n-Kanal*: Pfeil zeigt weg vom/hin zum Kanal
* *Isolierschicht* (MOSFET): Gate und Kanal als Kondensator
Relais wird über einen in Serie geschalteten Bipolartransistor betrieben
Transistor schaltet ein $\rightarrow$ Strom fließt durch die Relaisspule
Transistor schaltet ab $\rightarrow$ Strom in der Spule induziert negative Spannung am Transistor
Kann zur Zerstörung des Transistors führen
Verhindern: Freilaufdiode parallel zum Relais in Sperrichtung verbauen
Induktionsspannung wird auf Diodenspannung begrenzt
Integrierte Schaltkreise
Komplexe Schaltung auf einem Halbleitersubstrat
Erleichtern den Aufbau von elektronischen Schaltungen
Breitbandiger Verstärker mit wenigen Bauteilen
Typischerweise $50 Ω$ Ein- und Ausgangsimpedanz
Vereint aktive und passive Bauelemente
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit zwei horizontalen Leitern (in der Mitte und oben). Der mittlere besitzt Anschlusspunkte links („RF_IN“) und rechts („RF_OUT“). Der linke Anschlusspunkt ist über einen Kondensator C_1 mit dem Eingang 1 eines MMIC verbunden. Ausgang 2 liegt an Masse. Ausgang 3 führt über einen Kondensator C_3 zum rechten Anschlusspunkt. Ausgang 4 ist mit einem Verzweigungspunkt verbunden, der einerseits an Masse liegt und andererseits über einen Kondensator C_2 und eine Spule zu einem Anschlusspunkt („U_CC“) führt. Zwischen dem rechten Ende von C_2 und Ausgang 3 des MMIC liegt ein Widerstand R_BIAS. In der Abbildung ist ein weiterer Massepunkt eingezeichnet. Zwischen dem Ausgang 3 und diesem Massepunkt gibt es einen vertikalen Pfeil nach unten mit der Beschriftung „U_D = 4 V“.">
Abbildung NEA-8.13.1: MMIC-Schaltung
* Arbeitspunkt wird über $R_{\textrm{BIAS}}$ eingestellt
* Kondensatoren isolieren Gleichspannung
* Anschluss 2 und 4 liegen auf Masse gegenüber $U_{\textrm{CC}}$
* Anschluss 1 ist offen
* $U_{\textrm{CC}}$ fällt über $R_{\textrm{BIAS}}$ und MMIC ab