Damit sind passive Filterschaltungen möglich, um nur bestimmte Frequenzen passieren zu lassen
*Zur Erinnerung*
* Kondensator blockiert niedrige Frequenzen und lässt hohe Frequenzen durch
* Spule blockiert hohe Frequenzen und lässt niedrige Frequenzen durch
* Bei niedrigen Frequenzen hat der Kondensator einen sehr hohen Widerstand
* Schaltung wirkt wie ein frequenzabhängiger Spannungsteiler
* $U_\text{A}$ ist dadurch sehr klein
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im linken Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine Kurve verläuft von links zunächst entlang der Nulllinie und steigt dann bis zur vertikalen Linie steil an. Rechts der vertikalen Linie verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse horizontal.">
Abbildung NEA-11.1.1: Filtercharakteristik eines Hochpass
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts. Im oberen horizontalen Leiter ist ein Kondensator eingefügt. Rechts davon gibt es eine Ableitung über einen Widerstand zum unteren horizontalen Leiter. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts ist ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.">
Abbildung NEA-11.1.2: Hochpass aus Kondensator und Widerstand
* Bei niedrigen Frequenzen hat der Kondensator einen sehr hohen Widerstand
* Schaltung wirkt wie ein frequenzabhängiger Spannungsteiler
* $U_\text{A}$ ist dadurch sehr groß
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Leistung“. Im rechten Teil der Abbildung ist eine gestrichelte vertikale Linie eingezeichnet. Eine horizontale Kurve verläuft links bis zur vertikalen Linie und fällt rechts davon steil nach unten ab. Am Ende verläuft sie bis zum Ende der horizontalen Achse auf der Nulllinie.">
Abbildung NEA-11.1.1: Filtercharakteristik eines Tiefpass
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus einem Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit zwei horizontalen Leitern und jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts. Im oberen horizontalen Leiter ist ein Widerstand eingefügt. Rechts davon gibt es eine Ableitung über einen Kondensator zum unteren horizontalen Leiter. Zwischen beiden Anschlusspunkten links ist ein ein vertikaler Pfeil nach unten („U_E“) eingezeichnet, zwischen den beiden Anschlusspunkten rechts rechts ist ein vertikaler Pfeil nach unten („U_A“) eingezeichnet.">
Abbildung NEA-11.1.2: Tiefpass aus Kondensator und Widerstand
* Es gibt eine Resonanzfrequenz, bei der der Wechselstromwiderstand (Impedanz) sehr gering ist
* Bandpass, Saugkreis (eine Frequenz wird rausgesaugt)
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale, V-förmige Kurve, deren Minimum nahe der Nulllinie liegt. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.">
Abbildung NEA-11.1.2: Impedanzverlauf eines Serienschwingkreis
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. In der Mitte des oberen Leiters zweigt ein vertikaler Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus vier nach rechts gerichteten Halbbögen (Spule) und darunter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei horizontalen Strichen (Kondensator) ab. Dieser Leiter führt auf den unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.">
Abbildung NEA-11.1.3: Serienschwingkreis aus Kondensator und Spule
* Es wird der Impedanzverlauf gezeigt
* Die Filtercharakteristik ist in einer der kommenden Fragen
* Es gibt eine Resonanzfrequenz, bei der der Wechselstromwiderstand (Impedanz) sehr hoch ist
* Bandsperre, Sperrkreis
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „Z“. In der Mitte gibt es eine schmale Kurve mit umgekehrter V-Form, deren Anfang und Ende bis in die Nähe der Nulllinie reichen. Es sind keine weiteren Beschriftungen oder Maße vorhanden.">
Abbildung NEA-11.1.2: Impedanzverlauf eines Parallelschwingkreis
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus vier nach oben gerichteten Halbbögen (Spule). Parallel dazu ist ein Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei vertikalen Strichen (Kondensator) eingezeichnet. Es besteht keine Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.">
Abbildung NEA-11.1.3: Parallelschwingkreis aus Kondensator und Spule
* Es wird der Impedanzverlauf gezeigt
* Die Filtercharakteristik ist in einer der kommenden Fragen
kein Elektrolyt, da diese nur bei Gleichspannung funktionieren
Keramik- oder Luftkondensatoren können für hohe Frequenzen eingesetzt werden
Schwingkreis II
Bei Hoch- und Tiefpässen gilt für die Grenzfrequenz
Parallel- oder Reihenschaltung von Spule und Kondensator $\rightarrow$ Schwingkreis
Hohe Frequenzen $\rightarrow$ hoher Widerstand an Spule
Niedrige Frequenzen $\rightarrow$ hoher Widerstand an Kondensator
Es gibt eine Frequenz, bei der Spule und Kondensator den gleichen Widerstand haben $\rightarrow$ Resonanzfrequenz
Parallelschwingkreis
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen. Links ist ein Schaltplan abgebildet, der aus einem horizontalen Leiter mit jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts besteht. Dazwischen sind ein Kondensator, eine Spule und ein Widerstand parallel geschaltet. Rechts ist ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „|Z|“ abgebildet. Das Diagramm zeigt eine steile, nach oben gerichtete Kurve mit spitzem Maximum, die an der Nulllinie beginnt und endet.">
Abbildung NEA-11.2.1: Parallelschwingkreis und Darstellung der Impedanz gegenüber der Frequenz
Ideale Bauelemente laden sich ständig um
Theoretisch ist die Impedanz bei Resonanzfrequenz unendlich hoch
Praktisch bestimmt das Bauteil mit dem geringsten Widerstand die Gesamtimpedanz
Bei Frequenzen über und unter der Resonanzfrequenz hat der Parallelschwingkreis eine geringere Impedanz
Reihenschwingkreis
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen. Links ist ein Schaltplan abgebildet, der aus einem horizontalen Leiter mit jeweils einem Anschlusspunkt links und rechts besteht. Dazwischen sind ein Kondensator, eine Spule und ein Widerstand in Reihe geschaltet. Rechts ist ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „|Z|“ abgebildet. Das Diagramm zeigt eine nach oben offene, parabelförmige Kurve mit einem Minimum oberhalb der Nulllinie.">
Abbildung NEA-11.2.1: Reihenschwingkreis und Darstellung der Impedanz gegenüber der Frequenz
Oder Serienschwingkreis
Theoretisch ist die Impedanz bei Resonanzfrequenz $0 Ω$
Praktisch wird die Impedanz durch den ohmschen Widerstand bestimmt
Bei Frequenzen über und unter der Resonanzfrequenz hat der Reihenschwingkreis eine höhere Impedanz
Für Parallel- und Reihenschwingkreis:
$X_\text{C} = X_\text{L}$
Impedanzen sind gleich groß.
Resonanzfrequenz mit Thomsonsche Schwingkreisformel:
Größere Spule oder Kondensator $\rightarrow$ kleinere Resonanzfrequenz
Kleinere Spule oder Kondensator $\rightarrow$ größere Resonanzfrequenz
Induktivität vergrößern
* Vergrößern der Windungszahl
* Zusammenschieben
* Einführen eines Ferritkerns
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit einem horizontalen Leiter unten und einer vertikal eingezeichneten Spannungsquelle links (längere Linie oben, kürzere Linie unten). Parallel dazu liegt ein einstellbarer Widerstand (Potentiometer), dessen oberes Ende mit „X“ markiert ist. Der Schleifkontakt führt nach rechts über einen Widerstand zu einem Verzweigungspunkt. Nach oben führt ein Leiter über einen Kondensator zu einer Spule und weiter nach unten zum horizontalen Leiter. Vom Verzweigungspunkt nach unten ist eine Diode (nach oben zeigendes Dreieck mit Querstrich an der Dreiecksspitze) angeschlossen. Neben ihr ist das Schaltzeichen für einen Kondensator eingezeichnet.">
Abbildung NEA-11.2.1: Veränderung der Kapazität durch einen Varicap
Varicap wird durch eine Steuerspannung am Widerstandsspannungsteiler verändert
Kleinere Spannung am Varicap $\rightarrow$ kleinere Grenzschicht im Varicap $\rightarrow$ größere Kapazität
In Reihe geschaltete Kondensatoren $\rightarrow$ Kapazität wird kleiner $\rightarrow$ Resonanzfrequenz steigt
Bandpassfilter
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit zwei horizontalen Leitern mit jeweils einem Anschlusspunkt rechts und links. Im oberen horizontalen Leiter befinden sich ein Kondensator und eine Spule in Reihe geschaltet. Davor und dahinter gibt es jeweils einen Kondensator mit parallel geschalteter Spule, die beide horizontalen Leiter miteinander verbinden.">
Abbildung NEA-11.2.1: Bandpassfilter aus mehreren Schwingkreisen
Kombination aus Parallel- und Reihenschwingkreisen
Lässt einen bestimmten Frequenzbereich passieren
Parallelschwingkreise wie hochohmige Widerstände
Reihenschwingkreis wie niederohmiger Widerstand
Große Abhängigkeit vom ohmschen Widerstand
In Angabe von dB auf einen Referenzwert des Filters
Z.B. Bandbreite bei $-3 dB$-Wert
Halbe Leistung eines Signals kann noch das Filter passieren
Oder die $\num{0,7}$-fache Signalspannung
Schmalbandig mit $500 Hz$ für Telegrafie (CW)
Breitbandig mit $2,7 kHz$ für Sprachmodulation (SSB)
Auch Q-Faktor
Kennzeichen für Energieverlust
Verhältnis der Blindwiderstände zum ohmschen Widerstand im Resonanzfall ($X_\text{L} = X_\text{C}$)
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen: zwei identischen LC-Schaltungen und einem Diagramm. Jede der beiden Schaltungen im linken Teil besteht aus jeweils einer Spule und einem Kondensator. Beide haben jeweils oben und unten einen Anschlusspunkt links (linke Schaltung) bzw. rechts (rechte Schaltung). Beide Schaltungen sind spiegelbildlich zueinander mit den Spulen in der Mitte angeordnet, Kondensator und Spule sind somit parallelgeschaltet. Links neben der linken Schaltung steht „U_1“ mit einem Pfeil nach unten, rechts neben der rechten Schaltung „U_2“ mit einem Pfeil nach unten. Zwischen den beiden Spulen steht der Buchstabe „M“. Im rechten Teil der Abbildung befindet sich ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „U_2“. Durch das Diagramm verläuft in der Mitte eine gestrichelte vertikale Linie, unten mit „f_m“ beschriftet. Im Diagramm sind vier Kurven eingezeichnet, die links mit „a“, „b“, „c“, „d“ gekennzeichnet (von oben nach unten). Die Kurven liegen symmetrisch um die gestrichelte Linie. Die Höhe und Breite der Kurven nehmen von oben nach unten ab. Kurve „a“ besitzt zwei Maxima mit einer Einbuchtung in der Mitte, Kurve „b“ nur ein Maximum.">
Abbildung NEA-11.2.1: Induktive Kopplung zweier Schwingkreise und das Spannungsdiagramm über die Frequenz
Zwischen Schaltungsstufen oder Filtern werden häufig gekoppelte Schwingkreise verwendet
Zwei Schwingkreise induktiv oder kapazitiv aneinander gekoppelt
Grad der Kopplung bestimmt die gegenseitige Beeinflussung, Bandbreite und Durchlasskurve
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen: zwei identischen LC-Schaltungen und einem Diagramm. Jede der beiden Schaltungen im linken Teil besteht aus jeweils einer Spule und einem Kondensator. Beide haben jeweils oben und unten einen Anschlusspunkt links (linke Schaltung) bzw. rechts (rechte Schaltung). Beide Schaltungen sind spiegelbildlich zueinander mit den Spulen in der Mitte angeordnet, Kondensator und Spule sind somit parallelgeschaltet. Links neben der linken Schaltung steht „U_1“ mit einem Pfeil nach unten, rechts neben der rechten Schaltung „U_2“ mit einem Pfeil nach unten. Zwischen den beiden Spulen steht der Buchstabe „M“. Im rechten Teil der Abbildung befindet sich ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „U_2“. Durch das Diagramm verläuft in der Mitte eine gestrichelte vertikale Linie, unten mit „f_m“ beschriftet. Im Diagramm sind vier Kurven eingezeichnet, die links mit „a“, „b“, „c“, „d“ gekennzeichnet (von oben nach unten). Die Kurven liegen symmetrisch um die gestrichelte Linie. Die Höhe und Breite der Kurven nehmen von oben nach unten ab. Kurve „a“ besitzt zwei Maxima mit einer Einbuchtung in der Mitte, Kurve „b“ nur ein Maximum.">
Abbildung NEA-11.2.1: Induktive Kopplung zweier Schwingkreise und das Spannungsdiagramm über die Frequenz
d: lose Kopplung $\rightarrow$ kaum gegenseitige Beeinflussung, sehr hohe Durchlassdämpfung und sehr geringe Bandbreite
c: unterkritische Kopplung $\rightarrow$ kaum gegenseitige Beeinflussung, hohe Durchlassdämpfung und geringe Bandbreite
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen: zwei identischen LC-Schaltungen und einem Diagramm. Jede der beiden Schaltungen im linken Teil besteht aus jeweils einer Spule und einem Kondensator. Beide haben jeweils oben und unten einen Anschlusspunkt links (linke Schaltung) bzw. rechts (rechte Schaltung). Beide Schaltungen sind spiegelbildlich zueinander mit den Spulen in der Mitte angeordnet, Kondensator und Spule sind somit parallelgeschaltet. Links neben der linken Schaltung steht „U_1“ mit einem Pfeil nach unten, rechts neben der rechten Schaltung „U_2“ mit einem Pfeil nach unten. Zwischen den beiden Spulen steht der Buchstabe „M“. Im rechten Teil der Abbildung befindet sich ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „U_2“. Durch das Diagramm verläuft in der Mitte eine gestrichelte vertikale Linie, unten mit „f_m“ beschriftet. Im Diagramm sind vier Kurven eingezeichnet, die links mit „a“, „b“, „c“, „d“ gekennzeichnet (von oben nach unten). Die Kurven liegen symmetrisch um die gestrichelte Linie. Die Höhe und Breite der Kurven nehmen von oben nach unten ab. Kurve „a“ besitzt zwei Maxima mit einer Einbuchtung in der Mitte, Kurve „b“ nur ein Maximum.">
Abbildung NEA-11.2.1: Induktive Kopplung zweier Schwingkreise und das Spannungsdiagramm über die Frequenz
b: kritische Kopplung $\rightarrow$ etwas gegenseitige Beeinflussung, flache Durchlasskurve mit geringer Dämpfung und Plateau im Durchlassbereich sowie gute Bandbreite
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen: zwei identischen LC-Schaltungen und einem Diagramm. Jede der beiden Schaltungen im linken Teil besteht aus jeweils einer Spule und einem Kondensator. Beide haben jeweils oben und unten einen Anschlusspunkt links (linke Schaltung) bzw. rechts (rechte Schaltung). Beide Schaltungen sind spiegelbildlich zueinander mit den Spulen in der Mitte angeordnet, Kondensator und Spule sind somit parallelgeschaltet. Links neben der linken Schaltung steht „U_1“ mit einem Pfeil nach unten, rechts neben der rechten Schaltung „U_2“ mit einem Pfeil nach unten. Zwischen den beiden Spulen steht der Buchstabe „M“. Im rechten Teil der Abbildung befindet sich ein Koordinatensystem mit einer horizontalen Achse „f“ und einer vertikalen Achse „U_2“. Durch das Diagramm verläuft in der Mitte eine gestrichelte vertikale Linie, unten mit „f_m“ beschriftet. Im Diagramm sind vier Kurven eingezeichnet, die links mit „a“, „b“, „c“, „d“ gekennzeichnet (von oben nach unten). Die Kurven liegen symmetrisch um die gestrichelte Linie. Die Höhe und Breite der Kurven nehmen von oben nach unten ab. Kurve „a“ besitzt zwei Maxima mit einer Einbuchtung in der Mitte, Kurve „b“ nur ein Maximum.">
Abbildung NEA-11.2.1: Induktive Kopplung zweier Schwingkreise und das Spannungsdiagramm über die Frequenz
* a: *überkritische Kopplung* $\rightarrow$ starke gegenseitige Beeinflussung, Änderung der Resonanzfrequenzen, große Bandbreite und Verzerrung der Durchlasskurve im Durchlassbereich mit "Dellen"
Oszillatoren
Es gibt verschiedene Methoden
* Schwingungserzeugung mit Spule und Kondensator als Schwingkreis
* Ein aufgeladener Kondensator entlädt sich an der Spule
* Eine aufgeladene Spule entlädt sich am Kondensator
* Je nach Wert der Bauteile in einer bestimmten Frequenz
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan besteht aus zwei parallelen horizontalen Leitern. Der obere Leiter enthält ein Schaltzeichen bestehend aus vier nach oben gerichteten Halbbögen (Spule). Parallel dazu ist ein Leiter mit einem Schaltzeichen bestehend aus zwei vertikalen Strichen (Kondensator) eingezeichnet. Es besteht keine Verbindung zum unteren horizontalen Leiter. Beide horizontalen Leiter haben jeweils am Anfang und am Ende Anschlusspunkte. Im linken Teil der Abbildung ist ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_E“ zu sehen, im rechten Teil ein vertikaler Pfeil mit der Beschriftung „U_A“.">
Abbildung NEA-11.3.1: Parallelschwingkreis aus Kondensator und Spule
* Die passiven Bauelemente haben bei veränderlicher Temperatur unterschiedliche Werte
* Höhere Frequenz bei *kleinerer* Kapazität oder Induktivität
* Niedrigere Frequenz bei *höherer* Kapazität oder Induktivität
Schwingungserzeugung mit Quarz (Siliziumdioxid $SiO_2$)
Umgekehrter Piezoelektrischer Effekt an einem Quarzkristall
Quarz wird mit einem (schlechten) LC-Oszillator zum stabilen Schwingen angeregt
Bessere Frequenzstabilität
Vermeiden
Abschirmung durch Metallgehäuse
Spannungsgesteuerter Oszillator (VCO)
Beispielsweise durch Kapazitätsdiode im Schwingkreis $\rightarrow$ Kapazität wird durch Gleichspannung beeinflusst
Oszillator wird durch eine Steuerspannung abstimmbar
* Unerwünschte Rückkopplungen, z.B. vom HF-Signal, führen zur Frequenzinstabilität
* Das gilt für alle Oszillatoren
Notwendig für Selbsterregung und hält die Schwingung aufrecht
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält einen rechteckigen Schaltkreis mit vier parallelen horizontalen Leitern und einem NPN-Transistor im rechten Teil. Der untere horizontale Leiter hat am rechten Ende einen mit „–“ bezeichneten Anschlusspunkt. Im linken, vertikalen Teil der Schaltung befindet sich eine Spule mit einem parallel geschalteten verstellbaren Kondensator. Dazu parallel geschaltet sind zwei in Reihe liegende Kondensatoren. Alle diese Bauteile verbinden den unteren horizontalen Leiter mit dem dritten horizontalen Leiter von unten. Zwischen den beiden in Reihe liegenden Kondensatoren zweigt der zweite horizontale Leiter von unten nach rechts ab. Er führt zu einem Verbindungspunkt mit dem Emitter des Transistors und weiter über einen Kondensator an einen Anschlusspunkt. Der dritte horizontale Leiter von unten führt nach rechts über einen Kondensator zu einem Verknüpfungspunkt mit der Basis des Transistors. Von hier geht ein vertikaler Leiter nach unten über einen Widerstand zum unteren horizontalen Leiter und nach oben über einen weiteren Widerstand zum vierten horizontalen Leiter von unten. Dieser Leiter ist links über einen Kondensator mit Masse verbunden. Nach rechts führt der Leiter zu einem Verbindungspunkt mit dem Kollektor des Transistors wie auch über einen Widerstand zu einem Anschlusspunkt mit der Beschriftung „+“.">
Abbildung NEA-11.8.1: Schaltung eines kapazitiv rückgekoppelten Dreipunkt-Oszillators
* Ausgangssignal wird vom Emitter über einen kapazitiven Spannungsteiler auf die Basis zurückgekoppelt
* Frequenz wird durch Schwingkreis in der Basis und den parallel geschalteten kapazitiven Spannungsteiler bestimmt
* Oszillator in Kollektorschaltung
* Schwingkreis durch Quarz ersetzt
* Quarz kann in Grundfrequenz oder auf Harmonische schwingen $\rightarrow$ Verstärker muss frequenzselektiv z.B. mit Schwingkreis dafür ausgelegt sein
Immer am niederohmigsten Punkt eines Oszillators
Dadurch wird der Oszillator wenig belastet
Bei Kollektorschaltung am Emitter des Transistors
Pufferstufe nachschalten
Entkoppelt den Oszillator von weiteren Schaltungsteilen
Frequenz wird nicht durch Belastung des Ausgangs beeinflusst
Pufferstufe ist oft eine Kollektorschaltung (als Emitterfolger) und hat eine hohe Eingangsimpedanz
Eine Messung sollte nach der Pufferstufe durchgeführt werden
Andernfalls wird der Oszillator durch die parasitären Kapazitäten belastet
Frequenz wird dadurch beeinflusst
Direkte digitale Synthese
Erzeugung periodischer, bandbegrenzter Signale mit hoher Frequenzauflösung
Stand der Technik zur Signalerzeugung
Frequenz ist sehr fein einstellbar
FM und PM kann direkt erzeugt werden
Funktionsprinzip nicht prüfungsrelevant, nur das Blockschaltbild ist zu erkennen
Phasenregelschleife (PLL)
Phasenvergleich zwischen den beiden Signalen
Ausgangsfrequenz entspricht der Referenzfrequenz oder einem Vielfachen und bleibt stabil
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit zwei horizontalen Leitern verbundenen Baugruppen. Im oberen horizontalen Leiter gibt es einen Signalfluss von links nach rechts. Ganz links befindet sich ein Block mit der Aufschrift „G“, drei wellenförmigen Linien und einem kleinen Rechteck mit je einer Linie darüber und darunter (Oszillator). Es folgt ein nach oben herausgeführter Anschlusspunkt „A“, danach ein mit „φ“ beschrifteter Block und ein Block mit drei Wellenlinien, von denen die beiden oberen durchgestrichen sind (Filter). Rechts davon gibt es einen Block „VCO“ mit einem Anschlusspunkt „Ausgang“. Im unteren horizontalen Leiter verläuft der Signalfluss von rechts nach links. Zunächst gibt es einen vertikalen Abzweig aus dem „VCO“-Block, der unten in den unteren horizontalen Leiter mündet und mit einem Anschlusspunkt „C“ verbunden ist. Es folgt nach links ein Block „:n“ und ein weiterer Anschlusspunkt „B“. Von hier geht der untere horizontale Leiter wieder vertikal zum „φ“-Block.">
Abbildung NEA-11.10.1: Darstellung einer Phasenregelschleife (PLL)
Phasenvergleicher vergleicht Phasen von VCO und Referenzoszillator
Tiefpassfilter wandelt Impulse des Phasenvergleichers in Gleichspannung um
VCO erzeugt die Ausgangsfrequenz abhängig von der Gleichspannung aus dem Tiefpassfilter
Frequenzteiler (optional) synchronisiert VCO-Frequenz auf ein Vielfaches der Referenzfrequenz
Ist abhängig von der Qualität des Referenzoszillators
Oft ein Quarzoszillator
Frequenzteiler erlaubt die Einstellung der PLL auf verschiedene Frequenzen
Ausgangsfrequenz ist ganzzahliges Vielfaches der Referenzfrequenz
Kleinste wählbare Frequenz entspricht dem Referenzoszillator
Um eine höhere Frequenz zu erhalten, kann diese ganzzahlig vervielfacht werden
Rechts unten im Blockschaltbild ist der Multiplikator
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus mehreren, mit einer horizontalen Linie verbundenen Baugruppen. Ganz links befindet sich ein Block mit der Aufschrift „G“, drei wellenförmigen Linien und einem kleinen Rechteck mit je einer Linie darüber und darunter (Oszillator). Es schließt sich ein Block mit einem Schrägstrich und der Aufschrift „f“ (oben links) und „2 f“ (unten rechts) (Frequenzvervielfacher) an. Ein zweiter Frequenzvervielfacher mit der Aufschrift „3 f“ (unten rechts) und ein dritter Frequenzvervielfacher mit der Aufschrift „2 f“ (unten rechts) folgen. Ganz rechts befindet sich ein Block mit einem nach rechts zeigenden Dreieck (Verstärker) und der Beschriftung „PA“. Weitere Beschriftungen sind nicht vorhanden.">
Abbildung NEA-11.11.1: Frequenzvervielfacher nach einem Oszillator
Frequenzvervielfacher II
* Eingangssignal wird einer nichtlinearen Verzerrerstufe zugeführt
* Z.B. Klasse-C-Verstärker, durch Betrieb ohne Basis-Vorspannung
* Signal wird stark verzerrt
* Mit Filter wird die gewünschte Oberschwingung selektiert
* Nur ganzzahlige Vielfache möglich
* In der Regel wird die 2. oder 3. Harmonische verwendet
* Höhere Frequenzvervielfachung mit hintereinander geschalteten Stufen
Es werden Zwischenfrequenzen erzeugt
Diese führen oft zu Störungen
Alle Stufen müssen gut abgeschirmt sein
Die einzelnen Frequenzen zwischen den Vervielfacher-Stufen können zu Störungen führen
Weg durch die einzelnen Stufen verfolgen und die einzelnen Frequenzen berechnen
Die Reihenfolge der Stufen ist wichtig zur Ermittlung der Störfrequenzen
Es ist nur die Kombination aus $\textrm{Grundfrequenz}\,\cdot 2\cdot 2\cdot 3\cdot 3$ möglich, da diese als letzte eine Verdreifachung der Frequenz vornimmt.
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus einer einzigen Baugruppe und einem Signalfluss von links nach rechts. In der Mitte steht ein Block mit einem diagonalen Kreuz im Kreis (Mischer). Ein Pfeil von links ist mit „21 MHz“ beschriftet, ein Pfeil von unten mit „31,7 MHz“. Ein aus dem Mischer nach rechts zeigender Pfeil ist mit „? MHz“ beschriftet.">
Abbildung NEA-11.13.1: Mischer mit zwei Eingangsfrequenzen
In der Regel ist nur eine von den beiden Frequenzen erwünscht
Die unerwünschte Frequenz wird durch Filter beseitigt
Bis dahin sollte diese Frequenz nicht außerhalb der Mischerstufe zu detektieren sein
Deshalb wird die Mischerstufe vor Abstrahlungen gut geschirmt, z.B. mit einem Metallgehäuse
Konverter und Transverter
Signale auf einem Frequenzband werden in ein anderes Frequenzband umgesetzt
z.B. wird ein $2 m$-Signal im Empfang als ein $70 cm$-Signal ausgesendet
Signal wird nur in eine Richtung umgewandelt
Im Grunde ein einfacher Mischer
Beim Transverter funktioniert die Umsetzung in beide Richtungen
Die Umsetzung erfolgt auch hier durch Mischung
Frequenz des Generators wird ver-3-facht: $38,666 MHz \cdot 3 = 116 MHz$
*TX Weg*
* Die $28-30 MHz$ vom TRX werden mit $116 MHz$ gemischt
* Das Signal kann $86-88 MHz$ oder $144-146 MHz$ sein
Ausführliche Beschreibung: Gezeigt ist ein Blockschaltbild aus fünf Baugruppen, von denen drei im oberen Zweig und zwei im unteren Zweig jeweils mit einer horizontalen Linie verbunden sind. Der Signalfluss ist von links nach rechts. Oben links gibt es einen mit „144 MHz“ beschrifteten Eingang, rechts davon steht ein Block mit drei Wellenlinien, von denen die obere und die untere durchgestrichen sind (Bandpassfilter). Es folgt ein Block mit einem diagonalen Kreuz (Mischer) und ein weiterer Block mit drei Wellenlinien, von denen die obere und die untere durchgestrichen sind (Bandpassfilter). Nach rechts führt aus dem Block heraus eine Linie zu einem mit „2,4 GHz“ beschrifteten Ausgang. Im unteren Zweig gibt es links einen Block mit der Aufschrift „G“, drei wellenförmigen Linien und einem kleinen Rechteck mit je einer Linie darüber und darunter (Quarzoszillator). Über diesem Block steht „10 MHz“, unterhalb „TCXO“. Der Block ist nach rechts mit einem Block mit der Aufschrift „PLL“ verbunden. Hier gibt es von unten einen Eingang „Ext. GPSDO“. Die PLL ist mit dem Mischer von unten verbunden; der Eingang am Mischer ist mit „2,256 GHz“ beschriftet.">
Abbildung NEA-11.14.1: Konverter für das $13 cm$-Band
Konverter und Transverter II
Liegt die Oszillatorfrequenz unterhalb des Nutzsignals, lässt sich die höhere Frequenz des Nutzsignals direkt zur höheren Ausgangsfrequenz des Konverters/Transverters mischen
Liegt die Oszillatorfrequenz darunter, wird ein SSB-Signal invertiert (USB $\rightarrow$ LSB und LSB $\rightarrow$ USB)
Dabei ist die Ausgangsleistung gegenüber der Eingangsleistung größer.
Es ist eine Spannungsquelle notwendig.
Wir haben im Kapitel Transistor schon gesehen, wie das funktioniert.
Linearität bedeutet: Eine Verdoppelung des Eingangssignals muss zu einer Verdoppelung des Ausgangssignals führen
Linearitätsabweichungen sind unerwünscht, weil sie zu Frequenzen führen, die im Originalsignal nicht vorhanden sind.
Sie werden im NF-Bereich als Verzerrungen wahrgenommen und im HF-Bereich als Oberwellen
* Mehr zu Oberwellen im Abschnitt Unerwünschte Ausstrahlungen im Kapitel Sender
* Ausnahme sind Verstärker für FM, da bei FM die Information mittels Frequenzänderung und nicht mit einer Änderung der Amplitude übermittelt wird.
NF-Verstärker finden im Amateurfunk zum Beispiel bei der Anhebung des Signals für eine Ausgabe im Lautsprecher Anwendung
Ausführliche Beschreibung: Ein Koordinatensystem hat eine horizontale Achse mit der Beschriftung „f/kHz“ und eine vertikale Achse mit der Beschriftung „U_A“. Eine Kurve beginnt links auf der Nulllinie, steigt steil an, geht dann in einen horizontalen Teil über, bevor sie wieder steil zur Nulllinie abfällt. Durch die Punkte, an denen sich die Richtung der Kurve ändert, verlaufen vertikale gestrichelte Linien. Ihre Schnittpunkte mit der Nulllinie sind mit „0,3“ bzw. „3,0“ beschriftet.">
Abbildung NEA-11.16.1: Typischer Frequenzgang für einen Amateurfunk Mikrofonverstärker
Damit verhindert man das Einströmen von Hochfrequenz in das Stromnetz
Kollektorschaltung
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Verstärkerschaltungen von Bipolartransistoren werden nach dem Anschluss benannt, der vom Eingangs- und Ausgangssignal durchflossen wird
* Oder andersrum: Der Anschluss, an dem weder Eingang noch Ausgang direkt angeschlossen sind
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Eingangssignal: Quelle $\rightarrow$ Basis $\rightarrow$ Kollektor $\rightarrow$ Versorgungspannung $\rightarrow$ Quelle
* Ausgangsignal: Kollektor $\rightarrow$ Last $\rightarrow$ Versorgungsspannung $\rightarrow$ Kollektor
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Transistor benötigt definierten Arbeitspunkt (BIAS)
* Wird durch den Spannungsteiler an der Basis festgelegt
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Der Emitterwiderstand erzeugt eine Spannung, wenn Strom durch den Transistor fließt.
* Der Strom fließt vom Emitter durch den Widerstand zur Masse.
* Je mehr Strom fließt, desto höher wird die Spannung am Emitter.
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Die Emitterspannung bremst den Stromfluss und verhindert starke Schwankungen.
* Temperaturänderungen beeinflussen den Transistor weniger.
* $\rightarrow$ Der Transistor bleibt zuverlässig und arbeitet gleichmäßig.
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Ein- und Auskopplung der Signale an Basis und Emitter über *Koppelkondensatoren*
* Halten Gleichspannungsanteile von der Verstärkerstufe fern
* Arbeitspunkt wird stabilisiert
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Abblockkondensator in der Betriebsspannung führt unerwünschte HF- und NF-Signale auf Masse ab
* Rückkopplungseffekte in der Stufe und auf die Versorungsspannung werden vermieden
* Kollektor wird auf Masse gelegt $\rightarrow$ Ausgang ist auf gleichem Potenzial wie Eingang
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen NPN-Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über mit dem oberen Leiter verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand mit dem unteren Leiter sowie nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.17.1: Verstärker in Kollektorschaltung eines Bipolartransistors
* Phasenverschiebung ist $0 °$
* Eingangsimpedanz relativ hoch
* $\rightarrow$ Spannungsverstärkung ca. $\num{0,9}$ bis $\num{0,98}$ (immer etwas kleiner als $1$)
* Ausgangsimpedanz sehr niedrig gegenüber Eingangsimpedanz
Häufig Anwendung als Pufferstufe zwischen Oszillator und weiteren Schaltungsteilen
Belastet den Oszillator hochohmig
$\rightarrow$ Weniger Strom vom Oszillator
$\rightarrow$ Entkopplung
$\rightarrow$ Bessere Frequenzstabilisierung des Oszillators
Emitterschaltung
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über einen Widerstand mit dem oberen Leiter und nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand und einen parallel geschalteten Kondensator mit dem unteren Leiter verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung
* Eingangssignal: Quelle $\rightarrow$ Basis $\rightarrow$ Emitter $\rightarrow$ Masse $\rightarrow$ Quelle
* Ausgangsignal: Kollektor $\rightarrow$ Last $\rightarrow$ Betriebsspannung $\rightarrow$ Masse $\rightarrow$ Emitter $\rightarrow$ Kollektor
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über einen Widerstand mit dem oberen Leiter und nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand und einen parallel geschalteten Kondensator mit dem unteren Leiter verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung
* Arbeitspunkt (BIAS) wird über den Spannungsteiler an der Basis eingestellt
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über einen Widerstand mit dem oberen Leiter und nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand und einen parallel geschalteten Kondensator mit dem unteren Leiter verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung
* Kollektorwiderstand wandelt Kollektorstrom in eine Spannung um
* Kollektorstrom fließt in den Emitterstrom rein
* Emitterwiderstand erzeugt Spannungsabfall und erhöht das Emitterpotenzial
* Thermische Änderungen des Kollektorstroms werden automatisch ausgeglichen
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über einen Widerstand mit dem oberen Leiter und nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand und einen parallel geschalteten Kondensator mit dem unteren Leiter verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung
* Ein- und Auskopplung über Koppelkondensatoren
* Halten Gleichspannungsanteile aus der Netzspannung vom Arbeitspunkt fern
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über einen Widerstand mit dem oberen Leiter und nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand und einen parallel geschalteten Kondensator mit dem unteren Leiter verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung
* Abblockkondensator führt unerwünschte HF- und NF-Signale aus der Betriebsspannung nach Masse ab
* Phasenverschiebung zwischen Ein- und Ausgangssignal: $180 °$
Ausführliche Beschreibung: Die Abbildung besteht aus zwei Teilen. Oben gibt es einen Schaltplan in rechteckiger Leitungsführung mit drei parallelen horizontalen Leitern: Die beiden unteren Leiter haben links jeweils einen Anschlusspunkt (beim mittleren Leiter mit „E“ beschriftet) und sind über einen vertikal eingezeichneten Widerstand miteinander verbunden. Im mittleren Leiter folgt nach rechts ein weiterer Widerstand mit Verbindung zur Basis eines NPN-Transistors. Vom Kollektor gibt es eine Abzweigung nach rechts mit einem unbeschrifteten Anschlusspunkt. Nach oben ist der Kollektor über einen Widerstand mit dem oberen horizontalen Leiter verbunden. Hier gibt es rechts einen Anschlusspunkt, der mit „+10 V“ beschriftet ist. Nach links führt eine Verbindung über einen Kondensator zur Masse. Der Emitter ist mit dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Hier gibt es rechts einen Anschlusspunkt, der mit „0 V“ beschriftet ist. Im linken Teil des Schaltplans ist zwischen „E“ und dem unteren horizontalen Leiter ein vertikaler Pfeil eingezeichnet, der mit „U_E“ beschriftet ist. Im rechten Teil steht ein vertikaler Pfeil „U_A“ zwischen Kollektor und dem unteren horizontalen Leiter. Unten ist ein Diagramm mit einer horizontalen Achse „t“ und einer vertikalen Achse „U_E“ mit einer Markierung bei 0,6 V. In Höhe dieser Markierung verläuft eine horizontale Linie über die gesamte Breite. Das Diagramm enthält eine Sinuskurve um die Nulllinie mit Maxima bei etwas über 0,6 V.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung ohne Arbeitspunktvoreinstellung
* BIAS-Spannungsteiler entfällt
* Ansteuerung erfolgt nur durch das zugeführte Signal
* Basis-Emitter-Strecke leitet erst, wenn ca. $0,5 V$ überschritten werden
* Bei Überschreitung fließt ein Kollektorstrom
* Spannungsabfall am Ausgang
Ausführliche Beschreibung: Der Schaltplan enthält zwei parallele horizontale Leiter und einen Transistor in der Mitte. Dessen Basis ist nach links über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „E“ sowie über jeweils einen Widerstand mit dem oberen und dem unteren horizontalen Leiter verbunden. Der obere Leiter liegt nach links über einen Kondensator an Masse. Der Kollektor ist über einen Widerstand mit dem oberen Leiter und nach rechts über einen Kondensator mit einem Anschlusspunkt „A“ verbunden. Der Emitter ist über einen Widerstand und einen parallel geschalteten Kondensator mit dem unteren Leiter verbunden. Das rechte Ende des oberen Leiters ist mit „+“ beschriftet, das rechte Ende des unteren, mit Masse verbundenen Leiters mit „–“.">
Abbildung NEA-11.18.1: Bipoltransistor in Emitterschaltung
* Spannungsverstärkung ca. $100\dots 300$
* Entfernung des Emitterkondensators $\rightarrow$ Verstärkungfaktor sinkt erheblich
* Verstärkungsfaktor nur noch durch Verhältnis Kollektor- zu Emitterwiderstand definiert
Verstärkerklassen
Verstärkerklasse B: Das halbe Signal wird gut verstärkt
Verstärkerklasse A/B: Kombination aus A und B mit Verstärkung von etwas mehr als dem halben Signal
Verstärkerklasse C: Weniger als das halbe Signal wird gut verstärkt
Die Verstärkerklassen werden durch die Wahl des Arbeitspunktes bestimmt
* Transistorkennlinie zeigt den Zusammenhang zwischen Eingangssignal und Ausgangssignal
* Basis-Emitter- oder Gate-Source-Spannung und Kollektor- oder Drainstrom
* In linearen Bereichen ist die Änderung proportional
* Andere Bereiche sind nichtliniear
Optimaler Betrieb bei optimaler Wahl des Arbeitspunktes auf der Kennlinie
Arbeitspunkt wird durch die Vorspannung an Basis oder Gate festgelegt
Verstärkung wirkt dann um den gewünschten Arbeitspunkt herum
Ruhestrom ergibt sich duch die Wahl des Arbeitspunktes
Fließt auch ohne Eingangssignal
Beeinflusst die Effizienz eines Verstärkers
Erhöht thermische Verlustleistung
Verringert Wirkungsgrad
AP1
* C-Betrieb des Verstärkers
* ohne Vorspannung
* Ruhestrom null
* Wirkungsgrad ca. $80-87 %$
* hoher Oberwellenanteil
AP2
* B-Betrieb des Verstärkers
* Geringe Vorspannung bis zum Einsetzen des Kollektorstroms
* Ruhestrom fast null (gering)
* Wirkungsgrad bis zu $80 %$
* geringer Oberwellenanteil
AP3
* A/B-Betrieb des Verstärkers
* Höhere Vorspannung als im B-Betrieb, jedoch geringer als im A-Betrieb
* Ruhestrom größer als im B-Betrieb, aber deutlich geringer als im A-Betrieb
* Wirkungsgrad zwischen $50 %$ bis $80 %$
* geringer Oberwellenanteil
AP4
* A-Betrieb des Verstärkers
* Höhe der Vorspannung so gewählt, dass der Ruhestrom ca. $50 %$ des maximal zulässigen Wertes erreicht
* Wirkungsgrad ca. $40 %$
* sehr geringer Oberwellenanteil
Bei Kenntnis des Arbeitspunkt ist der Wirkungsgrad bekannt
Gleichspannungsleistung ausrechnen
Ausgangsleistung ist das Produkt aus Gleichspannungsleistung und Wirkungsgrad
gegeben: $U=50 V$
gegeben: $I = 2 A$
gegeben: $\eta_\text{A} \approx 40 %$
gesucht: $P_\text{ab}$
$P_\text{zu} = U \cdot I = 50 V \cdot 2 A = 100 W$