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Funkwetter
Automatischer Funklagebericht

Funklage heute

Aktuelle Solar-, HF- und Ausbreitungsdaten kompakt ausgewertet.

SFI
100
K-Index
1
Sonnenflecken
82
Signal
S0-S1
Bericht

Funkwetter heute: Stabile Bedingungen bei moderater Sonnenaktivität

Aktuell präsentiert sich das Weltraumwetter von seiner ruhigen und ausgeglichenen Seite. Mit einem Solar Flux Index (SFI) von 96 und einer Sonnenfleckenzahl von 57 befinden wir uns in einer Phase moderater solarer Aktivität. Das geomagnetische Feld ist ruhig, was bedeutet, dass wir auf den Kurzwellenbändern mit stabilen Signalen und ohne nennenswerte ionosphärische Störungen rechnen können. Für Funkamateure, SWLs und CB-Funker bedeutet dies ideale Voraussetzungen für entspanntes DX-Vergnügen, auch wenn die absoluten Spitzenwerte für das obere Ende des 10-Meter-Bandes derzeit fehlen. Der FUNKR Deutschland e. V. fasst für Sie die aktuelle Lage zusammen.

Grundlagen des Funkwetters: Was SFI, K-Index und A-Index bedeuten

Die Kurzwellenausbreitung hängt unmittelbar von der Ionisierung der Erdatmosphäre ab. Der Solar Flux Index (SFI) misst die solare Radioemission bei 10,7 cm und dient als Indikator für die Ionisierung der F-Schicht; ein Wert von 96 bietet eine solide Basis für weltweite Verbindungen. Der K-Index (aktuell 2) beschreibt kurzfristige Störungen des Magnetfeldes auf einer Skala von 0 bis 9; wir befinden uns im grünen Bereich, was bedeutet, dass die Ausbreitung berechenbar und rauscharm bleibt. Der A-Index (aktuell 7) liefert einen längerfristigen Durchschnittswert der geomagnetischen Aktivität. Werte unter 10 sind für DX-Interessierte optimal, da sie auf eine "ruhige" Ionosphäre hindeuten, die ein stabiles Reflektionsverhalten für Kurzwellensignale ermöglicht.

Die Rolle von Sonnenflecken, Sonnenwind und Magnetfeld

Die Anzahl der Sonnenflecken (derzeit 57) korreliert direkt mit der Fähigkeit der Ionosphäre, Signale auf höheren Frequenzen zu beugen. Höhere Zahlen bedeuten generell bessere Bedingungen für 20 m bis 10 m. Der Sonnenwind mit 446,4 km/s ist unkritisch und sorgt nicht für eine signifikante Kompression der Magnetosphäre. Das interplanetare Magnetfeld (IMF) stabilisiert sich bei -1.7, was aktuell keine Aurora-Ereignisse erwarten lässt. Zusammengefasst: Die "Antenne" unserer Erde, die Ionosphäre, empfängt heute keine extremen Störimpulse, was zu einem niedrigen Rauschpegel von S1-S2 führt – ein Genuss für jeden Empfänger.

Ausbreitungsprognose und MUF: Was ist physikalisch möglich?

Die Maximum Usable Frequency (MUF) ist die höchste Frequenz, bei der eine Funkverbindung über eine Reflektion an der Ionosphäre noch möglich ist. Da keine expliziten Messwerte der foF2 (kritische Frequenz der F2-Schicht) vorliegen, müssen wir uns auf Erfahrungswerte stützen: Bei einem SFI von 96 liegt die MUF tagsüber oft im Bereich von 18 bis 22 MHz, was erklärt, warum das 20-Meter-Band (14 MHz) derzeit sehr zuverlässig arbeitet, während 10 Meter (28 MHz) nur sporadisch oder bei exzellenten Pfaden funktionieren. Nutzen Sie bei schwierigen Bedingungen digitale Betriebsarten wie FT8 oder FT4, da diese mit einem hervorragenden Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) auch bei schwankenden MUF-Werten dekodierbar sind.

Band-Check: Praxisnahe Hinweise für Ihren Funkbetrieb

Niedrige Bänder (160 m bis 40 m)

Das 80-Meter- und 40-Meter-Band zeigen sich tagsüber mittelmäßig aufgrund der Tagesdämpfung durch die D-Schicht. In der Nacht hingegen verbessern sich die Bedingungen deutlich: 80 m und 40 m sind dann ideal für regionale Kontakte und mittleres DX. Nutzen Sie hier vorzugsweise CW oder SSB.

Mittlere Bänder (30 m bis 20 m)

Dies sind die "Arbeitspferde" des heutigen Tages. Sowohl tagsüber als auch nachts sind diese Bänder gut geöffnet. Das 20-Meter-Band bleibt der DX-Favorit, während 30 m (als WARC-Band) für CW- und Digimode-DX exzellent geeignet ist.

Hohe Bänder (17 m bis 10 m)

Das 17- und 15-Meter-Band bieten tagsüber moderate Bedingungen; hier sind gezielte DX-Verbindungen bei guter Antennenanlage möglich. 12 m und 10 m zeigen sich aktuell eher von der schlechten Seite. Ohne kurzfristige solare Ereignisse ist hier mit wenig Aktivität zu rechnen.

VHF-Bedingungen und Aurora-Warnung

Die Datenlage zeigt für den gesamten VHF-Bereich sowie für 6 m und 4 m ein geschlossenes Band an. Es gibt derzeit keine Anzeichen für Sporadic-E, was im aktuellen Sonnenzyklus auch nicht ungewöhnlich ist. Der Aurora-Wert von 4 und der Breitengrad von 63.9 liegen weit außerhalb eines Bereichs, der für Mitteleuropa relevant wäre. VHF-Spezialisten sollten sich aktuell auf terrestrische Überreichweiten oder lokales Tropo-DX konzentrieren, anstatt auf ionosphärische Reflektionen zu hoffen.

Fazit: Tipps vom FUNKR Deutschland e. V.

Die aktuelle ruhige Phase ist ideal für den Aufbau technischer Anlagen oder entspannte QSOs auf 40 m und 20 m. Da das Rauschen mit S1-S2 sehr gering ist, haben Sie heute eine exzellente Chance, auch schwache Signale aus dem Rauschen zu fischen. Wir empfehlen für DX-Interessierte die Nutzung des 20-Meter-Bandes am späten Nachmittag und das 40-Meter-Band bei Einbruch der Dunkelheit. Beobachten Sie stets die weiteren Entwicklungen des Sonnenwindes; bei unerwarteten Sprüngen des K-Index kann es zu schnellen Verschlechterungen auf den oberen Bändern kommen. Gut Funk!

Generiert aus aktuellen Funkwetterdaten vom 13 Aug 2026 0128 GMT
Author: FUNKR Signal AI
Funkwetter Verlauf

Solar & HF Trends

Historische Funkwetterdaten und Entwicklung der Ausbreitungsbedingungen.

Basierend auf automatisch gespeicherten FUNKR Funkwetterdaten.