Die Sporadic-E Saison 2026 beginnt
Mit den steigenden Temperaturen beginnt auch wieder die Sporadic-E Saison. Funkamateure und Funkfreunde dürfen sich auf...
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Vom 26. bis 28. Juni 2026 findet die HAM RADIO in Friedrichshafen statt. Auch wenn noch nicht feststeht, ob FUNKR Deutsc...
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Aktuelle Solar-, HF- und Ausbreitungsdaten kompakt ausgewertet.
Die aktuellen Parameter zeigen eine sehr erfreuliche Phase des Sonnenfleckenzyklus. Mit einem SFI von 188 und 132 Sonnenflecken befinden wir uns in einer Hochphase, die hervorragende DX-Bedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern ermöglicht. Das geomagnetische Feld präsentiert sich mit einem K-Index von 2 als ruhig, was für stabile Signalwege und ein geringes Hintergrundrauschen sorgt. Funkamateure, SWLs und CB-Funker können sich heute auf exzellente Fernverbindungen freuen. Diese Analyse wurde durch den FUNKR Deutschland e. V. für Sie aufbereitet.
Um das Funkwetter heute richtig zu deuten, müssen wir die solaren Messwerte verstehen. Der Solar Flux Index (SFI) misst die solare Radiofrequenzstrahlung. Ein Wert von 188 ist exzellent; er korreliert mit einer hohen Ionisierung der F-Schicht, was die obere Grenzfrequenz (MUF) nach oben schiebt. Die Sonnenflecken (132) sind direktes Maß für die solare Aktivität. Mehr Sonnenflecken bedeuten eine höhere UV- und Röntgenstrahlung, die wiederum die Ionosphärenschichten stärkt.
Der K-Index (2) und A-Index (7) geben Auskunft über die Störung des Erdmagnetfeldes. Werte im Bereich 0-2 (K-Index) signalisieren ein ruhiges Feld, was für DX-Bedingungen essenziell ist. Ein niedriger A-Index bestätigt die Stabilität. Störungen dieser Werte führen oft zu "Auroral Absorption", die unsere Signale in Richtung der Pole dämpfen würde – das bleibt uns heute erspart.
Der aktuelle Sonnenwind liegt bei moderaten 493,9 km/s. In Verbindung mit einem interplanetaren Magnetfeld von 0,1 nT bleibt die Ionosphäre ungestört. Die MUF (Maximum Usable Frequency) ist die höchste Frequenz, die bei einem senkrechten Einfall auf die Ionosphäre noch reflektiert wird. Da keine spezifischen foF2-Daten vorliegen, leiten wir aus dem hohen SFI ab, dass die MUF im Tagesverlauf problemlos die 28-30 MHz-Grenze überschreitet. Dies öffnet das 10-Meter-Band weit für weltweites DX. Der Elektronenfluss (1310) ist ebenfalls stabil, was die Stabilität der nächtlichen F-Schicht positiv beeinflusst.
Die Ausbreitungsbedingungen sind derzeit in zwei Kategorien zu unterteilen:
Für das aktuelle Funkwetter empfehlen wir folgende Strategien:
Die Chancen für DX-Verbindungen (Trans-Oceanic) sind heute als „sehr gut“ einzustufen. Der niedrige Rauschpegel ermöglicht es auch Stationen mit kleineren Antennen oder QRP-Leistung, erfolgreich am DX-Betrieb teilzunehmen. Ein Risiko besteht lediglich in der schnellen Änderung der Ausbreitungsbedingungen zum Sonnenuntergang hin, wenn die MUF rasch fällt. Achten Sie auf den Übergang von 15m auf 20m und 40m in den frühen Abendstunden. Fading wird auf den unteren Bändern durch den nächtlichen Wegfall der D-Schicht-Absorption (die tagsüber Signale verschluckt) weitgehend kompensiert, was die Signalstärken oft signifikant ansteigen lässt.
Hinweis: Diese Einschätzungen basieren auf aktuellen solaren Daten und dienen der Orientierung. Kurzfristige solare Ereignisse können die Ausbreitungsbedingungen jederzeit beeinflussen. Funkamateure sind aufgerufen, das Band-Monitoring aktiv zur Validierung zu nutzen. 73 vom FUNKR Deutschland e. V.
Historische Funkwetterdaten und Entwicklung der Ausbreitungsbedingungen.