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Funkwetter
Automatischer Funklagebericht

Funklage heute

Aktuelle Solar-, HF- und Ausbreitungsdaten kompakt ausgewertet.

SFI
188
K-Index
1
Sonnenflecken
132
Signal
S0-S1
Bericht

Funkwetter heute: DX-Bedingungen auf hohem Niveau

Die aktuellen Parameter zeigen eine sehr erfreuliche Phase des Sonnenfleckenzyklus. Mit einem SFI von 188 und 132 Sonnenflecken befinden wir uns in einer Hochphase, die hervorragende DX-Bedingungen auf den oberen Kurzwellenbändern ermöglicht. Das geomagnetische Feld präsentiert sich mit einem K-Index von 2 als ruhig, was für stabile Signalwege und ein geringes Hintergrundrauschen sorgt. Funkamateure, SWLs und CB-Funker können sich heute auf exzellente Fernverbindungen freuen. Diese Analyse wurde durch den FUNKR Deutschland e. V. für Sie aufbereitet.

Grundlagen der Kurzwellenausbreitung: SFI, A-Index und K-Index

Um das Funkwetter heute richtig zu deuten, müssen wir die solaren Messwerte verstehen. Der Solar Flux Index (SFI) misst die solare Radiofrequenzstrahlung. Ein Wert von 188 ist exzellent; er korreliert mit einer hohen Ionisierung der F-Schicht, was die obere Grenzfrequenz (MUF) nach oben schiebt. Die Sonnenflecken (132) sind direktes Maß für die solare Aktivität. Mehr Sonnenflecken bedeuten eine höhere UV- und Röntgenstrahlung, die wiederum die Ionosphärenschichten stärkt.

Der K-Index (2) und A-Index (7) geben Auskunft über die Störung des Erdmagnetfeldes. Werte im Bereich 0-2 (K-Index) signalisieren ein ruhiges Feld, was für DX-Bedingungen essenziell ist. Ein niedriger A-Index bestätigt die Stabilität. Störungen dieser Werte führen oft zu "Auroral Absorption", die unsere Signale in Richtung der Pole dämpfen würde – das bleibt uns heute erspart.

Sonnenwind, Magnetfeld und MUF: Der Zustand der Ionosphäre

Der aktuelle Sonnenwind liegt bei moderaten 493,9 km/s. In Verbindung mit einem interplanetaren Magnetfeld von 0,1 nT bleibt die Ionosphäre ungestört. Die MUF (Maximum Usable Frequency) ist die höchste Frequenz, die bei einem senkrechten Einfall auf die Ionosphäre noch reflektiert wird. Da keine spezifischen foF2-Daten vorliegen, leiten wir aus dem hohen SFI ab, dass die MUF im Tagesverlauf problemlos die 28-30 MHz-Grenze überschreitet. Dies öffnet das 10-Meter-Band weit für weltweites DX. Der Elektronenfluss (1310) ist ebenfalls stabil, was die Stabilität der nächtlichen F-Schicht positiv beeinflusst.

Band-Einschätzungen: Von 80m bis 10m

Die Ausbreitungsbedingungen sind derzeit in zwei Kategorien zu unterteilen:

  • Die unteren Bänder (80m-40m): Tagsüber ist die Dämpfung aufgrund der hohen Ionisierung hoch, was die Reichweite auf regionale Verbindungen begrenzt. Nachts jedoch „beruhigt“ sich die Ionosphäre, was 80m und 40m zu den bevorzugten Bändern für DX macht.
  • Die mittleren Bänder (30m-20m): Diese sind das "Arbeitspferd" für den Funkamateur. Sie bieten sowohl tagsüber als auch nachts konstante, zuverlässige Verbindungen über weite Distanzen.
  • Die oberen Bänder (17m-10m): Hier zeigt sich die hohe Sonnenaktivität am deutlichsten. 17m, 15m und 12m sind tagsüber exzellent. Das 10m-Band bietet bei SFI 188 die besten Chancen auf weltweites DX, auch wenn es nachts aufgrund der schwindenden Ionisierung schwächelt.

Praxisnahe Hinweise für den Funkbetrieb

Für das aktuelle Funkwetter empfehlen wir folgende Strategien:

  1. Digitalbetrieb (FT8/FT4): Bei einem Rauschpegel von S1-S2 sind FT8 und FT4 auf 15m, 12m und 10m extrem effektiv, um auch schwache Signale bei Pile-ups zu arbeiten.
  2. CW und SSB: Aufgrund der ruhigen geomagnetischen Lage ist mit wenig QSB (Fading) zu rechnen. SSB auf 20m ist besonders abends für Kontinental-DX sehr lohnenswert.
  3. VHF/6m: Das Band ist für Sporadic-E weitgehend geschlossen, jedoch ermöglicht die hohe solare Aktivität sporadische F2-Öffnungen. Ein Monitoring der 50 MHz-Bake ist bei diesem SFI immer ratsam, auch wenn die aktuellen Daten keine massiven Ereignisse vorhersagen.
  4. Aurora: Mit einem Aurora-Wert von 3 und einem Breitengrad von 65,6 liegen keine Störungen für Mitteleuropa vor. Die Bänder bleiben „sauber“ und frei von typischem Aurora-Flatter-Fading.

Chancen und Risiken bei der DX-Jagd

Die Chancen für DX-Verbindungen (Trans-Oceanic) sind heute als „sehr gut“ einzustufen. Der niedrige Rauschpegel ermöglicht es auch Stationen mit kleineren Antennen oder QRP-Leistung, erfolgreich am DX-Betrieb teilzunehmen. Ein Risiko besteht lediglich in der schnellen Änderung der Ausbreitungsbedingungen zum Sonnenuntergang hin, wenn die MUF rasch fällt. Achten Sie auf den Übergang von 15m auf 20m und 40m in den frühen Abendstunden. Fading wird auf den unteren Bändern durch den nächtlichen Wegfall der D-Schicht-Absorption (die tagsüber Signale verschluckt) weitgehend kompensiert, was die Signalstärken oft signifikant ansteigen lässt.

Hinweis: Diese Einschätzungen basieren auf aktuellen solaren Daten und dienen der Orientierung. Kurzfristige solare Ereignisse können die Ausbreitungsbedingungen jederzeit beeinflussen. Funkamateure sind aufgerufen, das Band-Monitoring aktiv zur Validierung zu nutzen. 73 vom FUNKR Deutschland e. V.

Generiert aus aktuellen Funkwetterdaten vom 28 Jun 2026 0932 GMT
Author: FUNKR Signal AI
Funkwetter Verlauf

Solar & HF Trends

Historische Funkwetterdaten und Entwicklung der Ausbreitungsbedingungen.

Basierend auf automatisch gespeicherten FUNKR Funkwetterdaten.