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Funkwetter
Automatischer Funklagebericht

Funklage heute

Aktuelle Solar-, HF- und Ausbreitungsdaten kompakt ausgewertet.

SFI
101
K-Index
3
Sonnenflecken
88
Signal
S2-S3
Bericht

Funkwetter heute: Durchwachsene Bedingungen durch erhöhtes geomagnetisches Rauschen

Der aktuelle Funkwetterbericht von FUNKR Deutschland e. V. zeigt ein wechselhaftes Bild für den Funkbetrieb auf Kurzwelle und VHF. Mit einem SFI von 101 und einer Sonnenfleckenzahl von 88 bewegen wir uns in einem moderaten Bereich des laufenden Sonnenzyklus. Da sich das geomagnetische Feld jedoch in einem aktiven Zustand befindet (K-Index 4, A-Index 12), müssen Funkamateure und SWLs mit instabilen Ausbreitungsbedingungen und einem erhöhten Rauschpegel (S3–S4) rechnen. Die solare Aktivität ist mit einem Röntgenfluss von B5.8 aktuell auf niedrigem Niveau, was bedeutet, dass die Ionisation der oberen Atmosphärenschichten derzeit stabil, aber wenig intensiv verläuft.

Solare Parameter und ihr Einfluss auf die Kurzwellenausbreitung

Um die heutigen Bedingungen zu verstehen, müssen wir die wichtigsten Indikatoren betrachten:

  • SFI (Solar Flux Index): Ein Maß für die solare Radioemission bei 2,8 GHz. Ein Wert von 101 deutet auf eine moderate Ionisation der F2-Schicht hin, was DX-Verbindungen auf den oberen Bändern grundsätzlich ermöglicht, aber keine "offenen Tore" garantiert.
  • Sonnenflecken: 88 Flecken zeigen die aktuelle magnetische Aktivität der Sonne an. Mehr Flecken bedeuten meist eine höhere MUF (Maximum Usable Frequency).
  • K-Index & A-Index: Der K-Index von 4 (aktiv) zeigt Schwankungen im Erdmagnetfeld an. Der A-Index von 12 bestätigt diese geomagnetische Unruhe. Dies führt zu einer höheren Absorption von Funkwellen, insbesondere in hohen Breiten.
  • Sonnenwind & Magnetfeld: Ein Sonnenwind von 445,5 km/s bei einem interplanetaren Magnetfeld von -0,5 ist ein Warnsignal für instabile ionosphärische Bedingungen. Dies kann zu Signal-Fading und einer Anhebung des Rauschflurs führen.

Kurzwelle: Tages- und Nachtausbreitung im Check

Die Kurzwellenausbreitung unterliegt heute aufgrund des K-Index von 4 deutlichen Einschränkungen.

  • Tagesausbreitung (80m – 10m): Die niedrigen Bänder (80m/40m) leiden unter der Tagesabsorption. Die mittleren Bänder (30m/20m) bieten solide DX-Chancen, wobei das Signal-Rausch-Verhältnis aufgrund des lokalen S3-S4 Rauschens kritisch zu beäugen ist. Die oberen Bänder (12m/10m) sind aktuell schwach, da die Ionisation nicht ausreicht, um diese Frequenzen verlässlich zu stützen.
  • Nachtausbreitung (80m – 10m): Nachts verbessern sich die Bedingungen auf den unteren Bändern (80m/40m) erwartungsgemäß, wobei das aktive Magnetfeld hier zu leichtem Fading führen kann. Auf den Bändern 30m bis 15m sind sporadische DX-Verbindungen möglich, während 12m und 10m nach Sonnenuntergang kaum nutzbar sind.

MUF, foF2 und ihre Bedeutung für die Praxis

Die foF2 (kritische Frequenz der F2-Schicht) bestimmt die höchste Frequenz, die bei senkrechtem Einfall noch reflektiert wird. Die MUF (Maximum Usable Frequency) ist die wichtigste Kennzahl für den DXer. Liegt die MUF unter Ihrer Zielfrequenz, verlässt Ihr Signal den F-Layer und entweicht ins Weltall. Aufgrund der aktuellen geomagnetischen Aktivität ist die MUF instabil und schwer vorhersagbar. Wenn Sie DX-Signale auf den 15m- oder 12m-Bändern suchen, achten Sie darauf, ob die MUF entlang der gesamten Strecke (Short-Path oder Long-Path) hoch genug ist.

Empfehlungen für den Funkbetrieb und Betriebsarten

Angesichts des erhöhten Rauschpegels von S3-S4 empfiehlt FUNKR Deutschland e. V. den Einsatz von digitalen Betriebsarten.

  • FT8 und FT4: Dies sind heute die Bänder der Wahl. Die schmale Bandbreite und die hervorragende Dekodierbarkeit bei schwachen Signalen sind ideal, um das atmosphärische Rauschen zu überwinden.
  • CW (Telegrafie): Aufgrund der besseren Signal-zu-Rausch-Leistungsdichte gegenüber SSB ist CW heute besonders auf 40m und 30m die erste Wahl für DX-Verbindungen.
  • SSB: Hier ist heute Geduld gefragt. Da der Rauschpegel bereits bei S3-S4 liegt, benötigen Sie für erfolgreiche SSB-Verbindungen ein gutes Antennensystem und eventuell eine hohe Sendeleistung, um "durchzukommen".

Bandhinweise für Funkamateure und SWLs

  • 160m - 80m: Nachts moderate Bedingungen. Erhöhtes atmosphärisches Rauschen möglich.
  • 40m: Tagsüber durch Absorption begrenzt, nachts das zuverlässigste Band für weite Verbindungen innerhalb Europas.
  • 30m - 20m: Die "Arbeitspferde" des heutigen Tages. Hier sind mit FT8 die besten Ergebnisse zu erzielen.
  • 17m - 15m: Instabil. Beobachten Sie die Bänder auf Signale; bei kurzzeitigen solaren Aufhellungen können sich Fenster öffnen.
  • 12m - 10m: Aktuell sind diese Bänder eher geschlossen. DX-Verbindungen sind nur bei sehr günstiger MUF-Entwicklung zu erwarten.
  • VHF/6m/4m: Die Aurora-Aktivität (Aurora-Wert 2) ist zu gering für Reflexionen. Sporadic-E tritt derzeit nicht auf. Ein Betrieb auf 6m oder 4m ist heute eher als inaktiv einzustufen.

Hinweis: Diese Einschätzung basiert auf den zum Zeitpunkt der Erstellung verfügbaren Daten. Die Ionosphäre ist ein dynamisches System; kurzfristige Änderungen sind jederzeit möglich.

Generiert aus aktuellen Funkwetterdaten vom 27 Sep 2026 0758 GMT
Author: FUNKR Signal AI
Funkwetter Verlauf

Solar & HF Trends

Historische Funkwetterdaten und Entwicklung der Ausbreitungsbedingungen.

Basierend auf automatisch gespeicherten FUNKR Funkwetterdaten.