A · Kapitel 9 · Einheit 2

Nicht-sinusförmige Signale

Ein ideales rein sinusförmiges Signal besteht nur aus seiner Grundwelle welche auch 1. Harmonische genannt wird. Sobald ein Signal nicht mehr der Sinusform entspricht und auch nur leicht davon abweicht, enthält das Signal ganzzahlige Vielfache seiner Grundschwingung, die auch Oberwellen oder Oberschwingungen genannt werden. Hierbei ist es wichtig zwischen den beiden Begriffen Oberwellen und Harmonischen zu differenzieren. Die 1. Oberwelle entspricht hierbei der 2. Harmonischen der Grundschwingung und befindet sich auf der doppelten Frequenz der Grundschwingung. Die 2. Oberwelle entspricht der 3. Harmonischen der Grundschwingung und befindet sich auf der dreifachen Frequenz der Grundschwingung. Nach diesem Prinzip werden alle Harmonischen und Oberwellen auf die Grundwelle bezogen und mit einer Ordnungszahl (n) durchnummeriert.

Prüfungsfrage AB401

Was sind Harmonische?

Prüfungsfrage AB402

Die dritte Oberwelle entspricht ...

Auch wenn ein Signal auf dem Oszilloskop zunächst sinusförmig erscheint, kann das Signal trotzdem nennenswerte Oberwellenanteile (bzw. Harmonische der Grundwelle) enthalten. Um den Oberwellenanteil eines Signals quantitativ und qualitativ beurteilen zu können benötigt man einen Spektrumanalysator der das Signal im Frequenzbereich (Frequency-Domain) darstellen kann und hierbei die Amplitudenwerte der einzelnen Oberwellen logarithmisch darstellen kann, so dass deren Anteile am Gesamtsignal messbar sind.

Prüfungsfrage AI615

Mit welchem Messgerät kann man das Vorhandensein von Harmonischen nachweisen?

Prüfungsfrage AI614

Mit welchem der folgenden Messinstrumente können die Amplituden der Harmonischen eines Signals gemessen werden? Sie können gemessen werden mit einem ...

Bei gegebener Grundfrequenz (1. Harmonische) eines Signals, können Frequenzen der Harmonischen durch Multiplikation der Grundfrequenz mit der jeweiligen Ordnungszahl (n) der Harmonischen errechnet werden. Gleichermaßen können die Frequenzen der Oberwellen eines Signals durch Multiplikation der Grundfrequenz mit der Ordnungszahl der Oberwelle plus 1 (n+1) berechnet werden.

Prüfungsfrage AJ201

Die zweite Harmonische der Frequenz 3,730 MHz befindet sich auf ...

Prüfungsfrage AJ205

Die zweite ungeradzahlige Harmonische der Frequenz 144,690 MHz ist ...

Prüfungsfrage AJ202

Auf welche Frequenz müsste ein Empfänger eingestellt werden, um die dritte Harmonische einer nahen 7,050 MHz-Aussendung erkennen zu können?

Prüfungsfrage AJ206

Auf welchen Frequenzen kann ein 144,300 MHz SSB-Sendesignal Störungen verursachen?