EA-8.1.11 dargestellt.
Schaltet man Spule und Kondensator parallel und gibt zum Beispiel einen Rechteckimpuls auf diese Anordnung, gerät diese in Schwingung. Der aufgeladene Kondensator hat nun Energie im elektrischen Feld gespeichert, welches sich jedoch über die Spule abbaut. Durch den Stromfluss durch die Spule baut sich ein magnetisches Feld in ihr auf, was dem Stromfluss erst noch einen Widerstand entgegensetzt. Sobald das Magnetfeld jedoch aufgebaut ist, entlädt sich der Kondensator vollständig. Die Energie ist nun im Magnetfeld der Spule gespeichert. Da der Kondensator sich aber nicht weiter entladen und keinen Stromfluss aufrechterhalten kann, kann das Magnetfeld nicht aufrechterhalten werden. Das Magnetfeld der Spule entlädt sich und erzeugt eine Spannung in umgekehrter Richtung. Diese Spannung lädt den Kondensator nun in umgehrter Richtung auf, bis das Magnetfeld in der Spule abgebaut ist und dem elektrischen Feld im Kondensator keinen Widerstand mehr entgegensetzen kann. Der Vorgang beginnt anschließend erneut.
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Aus diesem Grund spricht man von einem Schwingkreis. Die Frequenz, mit der dieser Schwingkreis schwingt, bezeichnet man als Resonanzfrequenz ($f_0$). Sie ist vergleichbar mit der Resonanzfrequenz einer Stimmgabel, die durch einen Stoß in Schwingung versetzt wird. Im Resonanzfall sind die Widerstände von Spule $X_\text{L}$ und Kondensator $X_\text{C}$ gleich groß. Solche Schwingkreise lassen sich zum einen zur Erzeugung von Schwingungen verwenden, was wir im Kapitel Oszillatoren noch genauer betrachten werden. Zum anderen können sie auch als Filter eingesetzt werden – und genau das ist das Thema dieses Kapitels.
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Bei einem Serienschwingkreis bzw. Reihenschwingkreis wie in Abbildung EA-8.1.11a ist im Resonanzfall der Gesamtwiderstand am geringsten. Abbildung EA-8.1.12 zeigt den Frequenzgang. Bei Frequenzen über der Resonanzfrequenz wird der Spulenwiderstand größer, so dass auch der Gesamtwiderstand des Serienschwingkreises ansteigt. Das Gleiche passiert auch bei Frequenzen unterhalb der Resonanzfrequenz, wobei hier jedoch der Kondensatorwiderstand groß ist. Bei Serienschwingkreisen ist daher der Widerstand bei der Resonanzfrequenz am geringsten. Durch die Serienschaltung bestimmt bei Frequenzen abseits der Resonanzfrequenz das Bauteil mit dem größten Widerstand die Schwingkreisimpedanz.
Prüfungsfrage ED205
Der im folgenden Bild dargestellte Impedanzfrequenzgang ist typisch für ...
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Setzt man Kondensator und Spule zu einem Parallelschwingkreis, wie in Abbildung EA-8.1.11b zusammen, verhält es sich dagegen genau andersherum: Der Widerstand $Z$ ist bei der Resonanzfrequenz der sehr hoch, vgl. Abbildung EA-8.1.13. Bei Frequenzen über der Resonanzfrequenz hat der Kondensator jedoch einen niedrigen Widerstand, so dass der Widerstand dieses Schwingkreises abnimmt. Bei Frequenzen unter der Resonanzfrequenz hat dagegen die Spule einen niedrigen Widerstand, so dass auch bei niedrigeren Frequenzen der Widerstand des Schwingkreises abnimmt.
Bei Parallelschwingkreisen ist daher der Widerstand bei der Resonanzfrequenz am höchsten. Bei Frequenzen abseits der Resonanzfrequenz bestimmt das Bauteil mit dem geringeren Widerstand die Impedanz des Parallelschwingkreises.
Prüfungsfrage ED206
Der im folgenden Bild dargestellte Impedanzfrequenzgang ist typisch für ...
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Prüfungsfrage ED207
Wie verhält sich ein Parallelschwingkreis bei der Resonanzfrequenz?
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Je nachdem, wie Parallel- und Serienschwingkreise im Signalweg eingesetzt werden, lassen sich nun Frequenzbereiche entweder bedämpfen oder herausfiltern. Hierzu wollen wir wieder unseren Spannungsteileransatz nutzen.
Beginnen wir zunächst mit den Schaltungen für Bandsperren. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, diese als Spannungsteiler aufzubauen: erstens den Saugkreis (vgl. Abbildung EA-8.1.14) und zweitens den Sperrkreis (vgl. Abbildung EA-8.1.15). In den Abbildungen sind jeweils der frequenzabhängige Widerstand sowie die Ausgangsspannung dargestellt. Mithilfe unserer bekannten Regeln zum Spannungsteiler lassen sich diese Zusammenhänge ganz analog zu den zuvor behandelten RC-Gliedern herleiten und verstehen. Weil die Parallelschwingkreise in Resonanz einen hohen Widerstand haben, lassen sich diese gut als Sperrkreis seriell im Signalweg verwenden. Oder man verwendet den geringen Resonanzwiderstand eines Serienschwingkreises parallel zum Signalweg als Saugkreis. Oft wird aber auch hier beides in Kombination verwendet. Eine Anwendung für Bandsperren ist z.B. die Unterdrückung einzelner Bandbereiche, zum Beispiel wenn ein naheliegender UKW-Radiosender den Empfang stört.
Prüfungsfrage ED204
Wie wird die dargestellte Filtercharakteristik bezeichnet?
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Prüfungsfrage ED214
Was stellt die folgende Schaltung dar?
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Prüfungsfrage ED215
Was stellt die folgende Schaltung dar?
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