NE · Kapitel 15 · Einheit 2

QSL-Karten

Während das Logbuch der eigenen Dokumentation dient, bestätigen sich auch viele Funkamateure gegenseitig ihre Funkverbindungen. Dazu gibt es QSL-Karten, die an die jeweiligen Funkpartner geschickt werden. Sie dienen als Nachweis, dass eine Funkverbindung tatsächlich stattgefunden hat.

QSL-Karten ähneln Postkarten. Eine Seite enthält verschiedene Angaben zur Funkverbindung. Die andere Seite ist meist mit einem persönlichen Motiv versehen. Der Name leitet sich von der Q-Gruppe QSL ab, die für "ich bestätige den Empfang" steht.

Eine QSL-Karte sollte mindestens folgende Angaben enthalten: * Datum * Uhrzeit in UTC * Eigenes Rufzeichen * Rufzeichen der Gegenstation * Genutzte Frequenz oder Frequenzband * Verwendetes Übertragungsverfahren * Gegebener Rapport

Eine besondere Bedeutung haben QSL-Karten für Amateurfunk-Diplome. Das sind Auszeichnungen, die ein Funkamateur erhalten kann, wenn er eine bestimmte Anzahl an Funkverbindungen nach bestimmten Vorgaben erreicht hat. Um ein Diplom zu beantragen, muss man die geforderten Funkverbindungen durch QSL-Karten nachweisen können. Damit eine QSL-Karte für Diplome gewertet werden kann, sollte sie die vorgenannten Mindestangaben enthalten. Zusätzlich kann eine QSL-Karte auch weitere Informationen enthalten, beispielsweise zu verwendeten Transceivern oder Antennen. Häufig finden sich auch Hinweise auf Amateurfunkvereinigungen, denen der Funkamateur angehört. Eine Unterschrift der Karte ist seit einigen Jahren nicht mehr notwendig.

Prüfungsfrage BG104

Eine QSL-Karte ist ...

Prüfungsfrage BG105

Welche Angaben sollten QSL-Karten mindestens enthalten?


Um eine QSL-Karte per Post an den jeweiligen Funkpartner übersenden zu können, benötigt man dessen Anschrift. Von vielen Funkamateuren aus der ganzen Welt kann man die Anschrift in der internationalen Amateurfunk-Rufzeichenliste (Callbook) finden, die von Amateurfunkverbänden auf Datenträger und online im Internet zur Verfügung gestellt wird.

Manche Funkamateure bearbeiten ihre QSL-Karten nicht selbst, sondern lassen sich durch einen sogenannten *QSL-Manager* vertreten. Dieser übernimmt dann den Versand und den Empfang der QSL-Karten. Lässt sich eine Station beispielsweise von K8PYD vertreten, dann spricht man von "QSL via K8PYD". QSL-Karten sind dann nicht an den Funkamateur selbst, sondern an K8PYD zu senden.
Prüfungsfrage BG110

Wo können Sie die Anschriften von ausländischen Funkamateuren finden, denen Sie die QSL-Karte direkt zusenden möchten?

Prüfungsfrage BG109

HZ1HZ sagte Ihnen "QSL via K8PYD". Was würden Sie tun, um die QSL-Karte von HZ1HZ zu erhalten?

Es gibt auch papierlose Alternativen zur QSL-Karte. Zum einen können elektronische QSL-Karten per E-Mail versendet werden. Zum anderen ist es möglich, Logbücher bei verschiedenen Plattformen hochzuladen, wodurch der Nachweis der Funkverbindung dann dort gespeichert wird und weltweit abrufbar ist.

Prüfungsfrage BG111

Welche Alternativen zur QSL-Karte sind üblich? Bestätigung von Funkverbindungen durch ...


Genauso wie beim Logbuch, sollten alle Zeitangaben auf QSL-Karten stets in UTC erfolgen. Das hilft dem Empfänger, die Verbindung in seinem Logbuch leichter wiederzufinden. Wir erinnern uns: Für die Winterzeit gilt "UTC = MEZ minus 1 Stunde" und für die Sommerzeit gilt "UTC = MESZ minus 2 Stunden".

Prüfungsfrage BG106

Was sollten Sie bei der Eintragung von Uhrzeiten in QSL-Karten beachten? Sie sollten in ...

Prüfungsfrage BG107

Welche Uhrzeit tragen Sie in die QSL-Karte ein, wenn Sie um 15:30 MEZ ein QSO hatten?

Prüfungsfrage BG108

Welche Uhrzeit tragen Sie in die QSL-Karte ein, wenn Sie um 13:30 MESZ eine Funkverbindung hatten?