NE · Kapitel 16 · Einheit 15

Vielfachzugriff

In der drahtlosen Kommunikation spielen verschiedene Zugriffsverfahren eine zentrale Rolle, um mehreren Nutzern gleichzeitig die Nutzung eines gemeinsamen Frequenzspektrums zu ermöglichen. Die gängigen Verfahren sind Frequenzmultiplex (FDMA), Zeitmultiplex (TDMA) und Codemultiplex (CDMA). Jedes dieser Verfahren teilt das Frequenzspektrum auf unterschiedliche Weise auf, um Interferenzen zu minimieren und eine effiziente Übertragung zu gewährleisten. Die Wahl des Verfahrens hängt dabei von den spezifischen Anforderungen an Bandbreite, Nutzerzahl und Störanfälligkeit ab. Im Folgenden werden die Unterschiede dieser Verfahren beschrieben.


Beim Frequenzmultiplexverfahren (FDMA – Frequency Division Multiple Access) wird das zur Verfügung stehende Frequenzband in mehrere voneinander getrennte Frequenzkanäle aufgeteilt (vgl. Abbildung NE-16.15.1). Jeder dieser Kanäle wird einem einzelnen Nutzer fest zugewiesen, sodass die gleichzeitige Nutzung des Systems durch mehrere Teilnehmer möglich ist. Die Trennung der Nutzer erfolgt ausschließlich über unterschiedliche Frequenzen, wodurch sich die Signale der einzelnen Teilnehmer nicht gegenseitig stören, solange die Kanalabstände eingehalten werden. FDMA ist ein technisch einfaches und seit vielen Jahren etabliertes Verfahren, das sich besonders für Systeme mit wenigen Nutzern und geringem Interferenzbedarf eignet. Ein Nachteil besteht jedoch in der vergleichsweise schlechten Bandbreiteneffizienz bei einer großen Anzahl von Nutzern, da jedem Teilnehmer dauerhaft ein eigener Frequenzbereich reserviert bleibt, selbst wenn dieser zeitweise keine Daten überträgt. Typische Anwendungsbeispiele für FDMA sind frühe analoge Mobilfunksysteme wie AMPS sowie verschiedene Formen der Satellitenkommunikation.

Prüfungsfrage EE410

Wie werden bei Frequenzmultiplexverfahren (FDMA) mehrere Signale gleichzeitig übertragen?