Die Grundform der Antenne ist die Dipol-Antenne (Abbildung NEA-19.2.1). Sie wird von Funkamateuren in Kurzform auch einfach als Dipol bezeichnet. Ein Dipol besteht aus zwei Teilen, üblicherweise sind dies Drähte oder Metallstäbe. Einer der Leiter des Antennenkabels wird an das eine Teil, der andere Leiter an das andere Teil angeschlossen.
Der Begriff *Dipol* kommt aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Zweipol".
In der Praxis wird häufig der sogenannte Halbwellendipol verwendet, der eine Länge von $\lambda / 2$ aufweist, also einer halben Wellenlänge. Beispiel: Im $10 m$-Band beträgt die Wellenlänge rund $10 m$. Die halbe Wellenlänge ist demnach $5 m$. Ein Halbwellendipol für das $10 m$-Band hat also $5 m$ lang zu sein. Jedes Teilstück muss daher eine Länge von ca. $2,5 m$ haben. Man spricht dann davon, dass der Halbwellendipol in Resonanz ist.
---
Ein Dipol der richtigen Länge hat eine gute Abstrahlung. Er gibt bei Sendebetrieb möglichst viel der elektrischen Schwingung als Funkwelle ab bzw. nimmt beim Empfang möglichst viel von einer Funkwelle als elektrische Schwingung auf. Verwendet man den Dipol auf höheren oder niedrigeren Frequenzen, dann funktioniert er zunehmend schlechter.
Prüfungsfrage NG103
Wie wird die dargestellte Antenne bezeichnet?
Liegt die Resonanzfrequenz unterhalb der gewünschten Frequenz, dann ist der Dipol zu lang. Die Dipol-Antenne kann auf die gewünschte Frequenz gebracht werden, indem man sie an beiden Seiten gleichmäßig kürzt.
Prüfungsfrage NG304
Ihre selbstgebaute Dipol-Antenne ist unterhalb der gewünschten Frequenz resonant. Welche Änderung können Sie vornehmen, um die Resonanz in den gewünschten Bereich zu bringen?
Andersherum kann eine zu hohe Resonanzfrequenz eines Dipols nach unten verändert werden, indem man beide Seiten gleichmäßig verlängert.
Prüfungsfrage NG305
Ihre selbstgebaute Dipol-Antenne ist oberhalb der gewünschten Frequenz resonant. Welche Änderung können Sie vornehmen, um die Resonanz in den gewünschten Bereich zu bringen?