NEA · Kapitel 19 · Einheit 13

Verkürzungsfaktor II

Bei bekanntem Verkürzungsfaktor lässt sich die Antennenlänge eines Halbwellendipols bzw. eines Viertel-Lambda-Schenkels einer Antenne leicht berechnen, in dem man die Hälfte bzw. ein Viertel der Wellenlänge mit dem Verkürzungsfaktor (meist $\num{0,95}$) multipliziert.

Prüfungsfrage AG101

Eine $\lambda$/2-Dipol-Antenne soll für 14,2 MHz aus Draht gefertigt werden. Es soll mit einem Verkürzungsfaktor von 0,95 gerechnet werden. Wie lang müssen die beiden Drähte der Dipol-Antenne jeweils sein?

Prüfungsfrage AG102

Eine $\lambda$/2-Dipol-Antenne soll für 7,1 MHz aus Draht gefertigt werden. Wie lang müssen die beiden Drähte der Dipol-Antenne jeweils sein? Es soll hier mit einem Verkürzungsfaktor von 0,95 gerechnet werden.

Prüfungsfrage AG103

Ein Drahtdipol hat eine Gesamtlänge von 20 m. Für welche Frequenz ist der Dipol in Resonanz, wenn mit einem Verkürzungsfaktor von 0,95 gerechnet wird?

Prüfungsfrage AG104

Eine $\lambda$/4-Groundplane-Antenne mit vier Radials soll für 7,1 MHz aus Drähten gefertigt werden. Für Strahlerelement und Radials kann mit einem Verkürzungsfaktor von 0,95 gerechnet werden. Wie lang müssen Strahlerelement und Radials jeweils sein?

Prüfungsfrage AG105

Eine 5/8-$\lambda$-Vertikalantenne soll für 14,2 MHz aus Draht hergestellt werden. Es soll mit einem Verkürzungsfaktor von 0,97 gerechnet werden. Wie lang muss der Draht insgesamt sein?


Der Verkürzungsfaktor bei Antennen ergibt sich daraus, dass die Drähte nicht unendlich dünn sind und sich somit eine zusätzliche Kapazität zwischen Leiter und Umgebung ausbildet.

Prüfungsfrage AG202

Warum muss eine Antenne mechanisch etwas kürzer als der theoretisch errechnete Wert sein?


Bei elektrischen Schleifenantennen gibt es im Gegensatz zum Verkürzungsfaktor einen Korrekturfaktor, der überraschenderweise einer Verlängerung entspricht.

Prüfungsfrage AG118

Eine Delta-Loop-Antenne mit einer vollen Wellenlänge soll für 7,1 MHz aus Draht hergestellt werden. Es soll mit einem Korrekturfaktor von 1,02 gerechnet werden. Wie lang muss der Draht insgesamt sein?


Bei einer Paralleldrahtleitung befindet sich die elektromagnetische Welle weitgehend zwischen den Leitern und dringt aufgrund des Skineffekts auch nicht tief in das Metall ein, so dass der Verkürzungsfaktor annähernd $\num{1}$ entsprechend einer Freiraumausbreitung beträgt.

Prüfungsfrage AG313

Der Verkürzungsfaktor einer luftisolierten Paralleldrahtleitung ist ...


Im Koaxialkabel befindet sich die elektromagnetische Welle weitgehend zwischen den Leitern im Dielektrikum und dringt ebenfalls aufgrund des Skineffekts nicht tief in den metallischen Leiter ein. Aus diesem Grunde spielt hier nur das Dielektrikum als Medium eine Rolle und die sonstige Geometrie des Kabels (z. B. Durchmesser) ist zu vernachlässigen. Der Verkürzungsfaktor berechnet sich dann wie folgt:

$v_\mathrm{k} = \dfrac{1}{\sqrt{\epsilon_\mathrm{r}}}$

Der Formelsammlung können wir für Polyäthylen eine relative Dielektrizitätszahl von $\epsilon_\mathrm{r} = 2,29$ entnehmen.

Prüfungsfrage AG315

Der Verkürzungsfaktor eines Koaxialkabels mit einem Dielektrikum aus massivem Polyethylen beträgt ungefähr ...

Prüfungsfrage AG316

Wie lang ist ein Koaxialkabel, das für eine ganze Wellenlänge bei 145 MHz zugeschnitten wurde, wenn der Verkürzungsfaktor 0,66 beträgt?