A · Kapitel 7 · Einheit 1

Amplitudenmodulation (AM) II

Je nachdem wie stark eine Modulation einem AM-Träger aufgeprägt wird, wird dessen maximale Amplitude entsprechend stärker oder schwächer beeinflusst. Ohne Modulation wird lediglich das HF-Signal des Trägers mit konstanter Amplitude übertragen. Mit beginnender Modulation wird der HF-Träger immer stärker positiv und negativ beeinflusst. Das Verhältnis zwischen aufmodulierter NF (NF-Hüllkurve) und dem HF-Träger bestimmt hierbei den Modulationsgrad. Der maximal mögliche Modulationsgrad ($m=1$ oder $100 %$) ist dann erreicht, wenn der HF-Träger zwischen seinem maximal möglichen Wert und null (vollständig unterdrückt) durch die aufmodulierte NF unverzerrt (linear) ausgesteuert wird. Sobald der Modulationsgrad größer als $m=1$ oder $100 %$ wird, entstehen Verzerrungen, welche durch zeitweise vollständige Unterdrückung der Trägeramplitude entstehen können. Um Verzerrungen und somit Seitenband-Splatter bei AM-Modulation zu vermeiden, darf der Modulationsgrad des AM-Signals maximal $100 %$ betragen.

Der Modulationsgrad berechnet sich nach folgender Formel (zu finden in der Formelsammlung):

$m = \frac{\hat{U}{mod}}{\hat{U}{T}}$

Prüfungsfrage AE201

In welcher Abbildung ist AM mit einem Modulationsgrad von 100 % dargestellt?

Prüfungsfrage AE202

Das folgende Oszillogramm zeigt ein AM-Signal. Der Modulationsgrad beträgt hier ca.

Fragenbild AE202
Prüfungsfrage AE203

Welches Bild stellt die Übermodulation eines AM-Signals dar?

Prüfungsfrage AE204

Um Seitenband-Splatter zu vermeiden, sollte der Modulationsgrad eines AM-Signals unter ...