Die einfachste Art der Fehlererkennung wird durch das Hinzufügen eines zusätzlichen Bits realisiert, dem Prüfbit. Es wird auch Parity Bit genannt. Es gibt zwei Varianten dieses Verfahrens. Bei Even Parity wird der Wert dieses Bits für jeden Block so gewählt, dass die Anzahl der auf $\num{1}$ gesetzten Bits immer gerade ist. Bei Odd Parity hingegen muss die Anzahl immer ungerade sein. Sender und Empfänger müssen sich vor der Übertragung einig sein, welche der beiden Varianten verwendet wird.
Nehmen wir an, wir wollen folgendes Byte mit Even Parity übertragen:
Prüfungsfrage AE411
Eine digitale Übertragung wird durch ein einzelnes Prüfbit (Parity Bit) abgesichert. Der Empfänger stellt bei der Paritätsprüfung einen Übertragungsfehler fest. Wie viele Bits einschließlich des Prüfbits wurden fehlerhaft übertragen?
A
Maximal zwei Bits
B
Mindestens zwei Bits
C
Eine gerade Anzahl Bits
D
Eine ungerade Anzahl Bits
Prüfungsfrage AE412
Eine digitale Übertragung wird durch ein einzelnes Prüfbit (Parity Bit) abgesichert. Der Empfänger stellt bei der Paritätsprüfung keinen Übertragungsfehler fest. Was sagt dies über die Fehlerfreiheit der übertragenen Nutzdaten und des Prüfbits aus?
A
Die Übertragung war fehlerfrei oder es ist eine gerade Anzahl an Bitfehlern aufgetreten.
B
Die Übertragung war fehlerfrei.
C
Die Nutzdaten wurden fehlerfrei, das Prüfbit jedoch fehlerhaft übertragen.
D
Die Übertragung war fehlerfrei oder es ist eine ungerade Anzahl an Bitfehlern aufgetreten.
Um Mehrbitfehler zu erkennen, kann man weitere Prüfbits hinzufügen. Dies funktioniert sehr gut bei Nachrichten mit einer festen Länge. Ist die Länge der Daten variabel, verwendet man oft spezielle Prüfsummenverfahren wie die zyklische Redundanzprüfung (CRC) , welche Fehler bis auf eine gewisse Restwahrscheinlichkeit erkennen. Ähnliche Verfahren sind auch im Alltag anzutreffen, beispielsweise bei Ausweisnummern oder der IBAN.
Prüfungsfrage AE410
Was wird unter zyklischer Redundanzprüfung (CRC) verstanden?
A
Die fortlaufende Prüfung eines zu übertragenden Datenstroms auf Redundanz.
B
Wiederholte (zyklisch redundante) Prüfung der Amateurfunkanlage auf Fehler.
C
Umlaufende (zyklische) Überwachung einer Frequenz durch mehrere Stationen.
D
Ein Prüfsummenverfahren zur Fehlererkennung in Datenblöcken variabler Länge.