E · Kapitel 14 · Einheit 8

Strom- und Spannungsspeisung I

Die Speisung einer Antenne erfolgt immer mit einer Spannung und einem Strom, die zu einander in einem bestimmten Verhältnis stehen. Dieses Verhältnis wird als Speisewiderstand bezeichnet.

Damit eine Leistung abgegeben werden kann, müssen immer Spannung und Strom vorhanden sein, denn die Leistung ergibt sich aus der Multiplikation von Spannung und Strom. Wäre entweder die Spannung oder der Strom Null, dann gäbe es auch keine Leistungsabgabe bzw. -aufnahme.

Dennoch sprechen wir bei bestimmten Antennen von stromgespeisten Antennen und bei bestimmten anderen Antennen von spannungsgespeisten Antennen. Damit ist gemeint, dass bei bestimmten Antennen ein hoher Strom bei vergleichsweise geringer Spannung am Speisepunkt vorliegt, oder eine hohe Spannung bei vergleichsweise geringem Strom.


Bei einem Halbwellendipol hängt der Speisewiderstand davon ab, wo die Einspeisung erfolgt. Dies liegt daran, dass beim Dipol die Ladungsträger hin- und herschwingen und dabei in der Mitte besonders viele Ladungsträger bewegt werden, was wir als Strombauch bezeichnen, und an den Enden besonders hohe Spannungen entstehen, was wir als Spannungsbauch bezeichnen. Dort wo keine Ladungen bewegt werden sprechen wir von einem Stromknoten, und dort wo die Spannung Null ist sprechen wir von einem Spannungsknoten. Die Abbildung E-14.8.1 zeigt die Strom und Spannungsverteilung auf dem Dipol.

Prüfungsfrage EG203

Welche Aussage zur Strom- und Spannungsverteilung auf einem Dipol ist richtig?

Prüfungsfrage EG205

Ein Dipol wird spannungsgespeist, wenn an seinem Einspeisepunkt ...

Prüfungsfrage EG206

Ein Halbwellendipol wird auf der Grundfrequenz in der Mitte ...