EA · Kapitel 14 · Einheit 8

Fußpunktimpedanz I

Bei mittengespeisten Dipolen im Freiraum liegt die Speiseimpedanz bei $73,1 Ω$, also in der Größenordnung von $50 Ω$ - aber eben nicht exakt! Dies gilt auch bei einer Aufbauhöhe von einer Wellenlänge oder darüber hinaus.

Bei Wechselwirkung mit dem Boden aufgrund geringerer Aufbauhöhe bewegt sich die Speiseimpedanz eines mittengespeisten Dipols im Bereich von $40 Ω$ bis $90 Ω$ wie in der Abbildung EA-14.8.1 dargestellt.

Prüfungsfrage EG208

Der Fußpunktwiderstand in der Mitte eines Halbwellendipols beträgt je nach Aufbauhöhe ungefähr ...

Prüfungsfrage EG209

Welchen Eingangswiderstand hat ein gestreckter mittengespeister Halbwellendipol?

Führt man einen Dipol als Faltdipol aus, dann verdoppelt sich aufgrund der in Reihe geschalteten jedoch teilweise parallel geführten Antennenabschnitte die anliegende Spannung und der benötigte Strom halbiert sich. Dies entspricht einer Vervierfachung der Speiseimpedanz. Deshalb hat ein Faltdipol eine Fußpunktimpedanz von $240-300 Ω$.

Prüfungsfrage EG210

Welchen Eingangs- bzw. Fußpunktwiderstand hat ein Faltdipol?


Bei einer Groundplane-Antenne hingegen entfällt der eine Dipolschenkel und wird durch eine Erde mit möglichst geringem Widerstand ersetzt. Hier kommt man also auf einen Speisewiderstand von $\frac{73,1 Ω}{2} \approx 37 Ω$, was der Hälfte des Speisewiderstands eines Dipols im Freiraum entspricht. Bei Groundplaneantennen mit um $45 °$ nach unten abgewinkelten Radialen ergibt sich durch zusätzliche Abstrahlung durch die Radiale ein Speisewiderstand von genau $50 Ω$, so dass keine weitere Anpassung an übliche Koaxialkabel notwendig wird. Deshalb liegt die Fußpunktimpedanz einer Groundplane zwischen $30-50 Ω$.

Prüfungsfrage EG211

Welchen Eingangswiderstand hat eine Groundplane-Antenne?