Bei mittengespeisten Dipolen im Freiraum liegt die Speiseimpedanz bei $73,1 Ω$, also in der Größenordnung von $50 Ω$ - aber eben nicht exakt! Dies gilt auch bei einer Aufbauhöhe von einer Wellenlänge oder darüber hinaus.
Prüfungsfrage EG207
Die Fußpunktimpedanz eines mittengespeisten Halbwellendipols in einer Höhe von mindestens einer Wellenlänge über dem Boden beträgt ungefähr ...
A
75 Ohm.
B
600 Ohm.
C
30 Ohm.
D
50 Ohm.
Bei Wechselwirkung mit dem Boden aufgrund geringerer Aufbauhöhe bewegt sich die Speiseimpedanz eines mittengespeisten Dipols im Bereich von $40 Ω$ bis $90 Ω$ wie in der Abbildung EA-14.8.1 dargestellt.
Prüfungsfrage EG208
Der Fußpunktwiderstand in der Mitte eines Halbwellendipols beträgt je nach Aufbauhöhe ungefähr ...
A
100 bis 120 Ohm.
B
120 bis 240 Ohm.
C
40 bis 90 Ohm.
D
240 bis 600 Ohm.
Prüfungsfrage EG209
Welchen Eingangswiderstand hat ein gestreckter mittengespeister Halbwellendipol?
A
ca. 30 Ohm
B
ca. 40 bis 90 Ohm
C
ca. 120 Ohm
D
ca. 240 bis 300 Ohm
Führt man einen Dipol als Faltdipol aus, dann verdoppelt sich aufgrund der in Reihe geschalteten jedoch teilweise parallel geführten Antennenabschnitte die anliegende Spannung und der benötigte Strom halbiert sich. Dies entspricht einer Vervierfachung der Speiseimpedanz. Deshalb hat ein Faltdipol eine Fußpunktimpedanz von $240-300 Ω$.
Prüfungsfrage EG210
Welchen Eingangs- bzw. Fußpunktwiderstand hat ein Faltdipol?
A
ca. 30 bis 60 Ohm
B
ca. 60 Ohm
C
ca. 120 Ohm
D
ca. 240 bis 300 Ohm
Bei einer Groundplane-Antenne hingegen entfällt der eine Dipolschenkel und wird durch eine Erde mit möglichst geringem Widerstand ersetzt. Hier kommt man also auf einen Speisewiderstand von $\frac{73,1 Ω}{2} \approx 37 Ω$, was der Hälfte des Speisewiderstands eines Dipols im Freiraum entspricht. Bei Groundplaneantennen mit um $45 °$ nach unten abgewinkelten Radialen ergibt sich durch zusätzliche Abstrahlung durch die Radiale ein Speisewiderstand von genau $50 Ω$, so dass keine weitere Anpassung an übliche Koaxialkabel notwendig wird. Deshalb liegt die Fußpunktimpedanz einer Groundplane zwischen $30-50 Ω$.
Bei schlechter Erdung oder Wechselwirkung mit dem Erdboden kann sich für eine Groundplane-Antenne auch bei horizontal verlegten Radialen (z. B. auf der Erdoberfläche) ein Speisewiderstand von über $37 Ω$ ergeben. Der zusätzliche Widerstand ergibt sich dann durch Bodenverluste.
Prüfungsfrage EG211
Welchen Eingangswiderstand hat eine Groundplane-Antenne?
A
ca. 600 Ohm
B
ca. 30 bis 50 Ohm
C
ca. 240 Ohm
D
ca. 60 bis 120 Ohm