Oszillatoren sind eines der wichtigsten Schaltungselemente im Amateurfunk. Sie sind sozusagen das Herz eines jeden Funkgerätes. Oszillatoren dienen der Erzeugung von hochfrequenten Schwingungen in Sendern und Empfängern.
Herzstück eines Oszillators ist ein Verstärkerelement, dessen Ausgangssignal wieder auf dessen Eingang rückgekoppelt wird.
Damit ein Oszillator ungedämpfte Schwingungen erzeugen kann, müssen zwei Grundbedingungen erfüllt sein.
Zum einen muss das Ausgangssignal gleichphasig auf den Eingangspunkt der Schaltung rückgekoppelt werden.
Hierbei muss zum anderen die Amplitude des rückgekoppelten Signals mindestens die gleiche Größe wie die des Eingangssignals haben. Man sagt auch, dass die sog. Schleifenverstärkung größer 1 sein muss, damit eine Selbsterregung möglich ist, die die Schwingung aufrechterhält.
Prüfungsfrage AD613
Welche Bedingungen müssen zur Erzeugung ungedämpfter Schwingungen in Oszillatoren erfüllt sein?
Die in Abbildung EA-8.8.1 abgebildete Schaltung stellt einen kapazitiv rückgekoppelten Dreipunktoszillator dar. Das Ausgangssignal wird vom Emitter der Schaltung über einen kapazitiven Spannungsteiler auf die Basis des Transistors rückgekoppelt. Die Frequenz des Oszillators wird überwiegend durch den Schwingkreis in der Basis (bestehend aus Spule und Trimmkondensator) sowie den zum Schwingkreis parallel geschalteten kapazitiven Spannungsteiler bestimmt.
Bei der Schaltung handelt es sich um einen Oszillator in Kollektorschaltung, da der Kollektor wechselspannungsmäßig auf Masse liegt.
Prüfungsfrage AD614
Bei dieser Schaltung handelt es sich um ...
Prüfungsfrage AD616
Welche Funktion haben die beiden Kondensatoren $C_1$ und $C_2$ in der folgenden Schaltung?
Zur Erhöhung der Frequenzstabilität eines Oszillators kann dessen frequenzbestimmende Komponente (Schwingkreis) durch einen Quarz ersetzt werden. Quarze können sowohl bei ihrer Grundfrequenz als auch auf ihren harmonischen Frequenzen (Oberschwingungen/Obertöne) zum Schwingen angeregt werden. Damit ein Quarz jedoch auf einer Oberschwingung betrieben werden kann, muss der Verstärker frequenzselektiv (z.B. durch Verwendung eines Schwingkreises) ausgelegt sein. Ist dieser nicht vorhanden, so kann man daraus ersehen, dass der Quarz auf seiner Grundfrequenz betrieben wird (siehe Abbildung EA-8.8.2 ).