In den Lektionen der Klassen N und E haben wir bereits typische Beeinflussungen elektronischer Geräte und Anlagen kennengelernt – etwa durch direkte Einstrahlung in das Gehäuse oder durch Einkopplung in Zuleitungen – sowie passende Gegenmaßnahmen und Verhaltensweisen. In der Klasse A werden diese Aspekte noch etwas weiter vertieft.
Prüfungsfrage AJ105
Ein starkes HF-Signal gelangt unmittelbar in die ZF-Stufe des Rundfunkempfängers des Nachbarn. Dieses Phänomen wird als ...
A
Direkteinstrahlung bezeichnet.
B
Direktabsorption bezeichnet.
C
HF-Durchschlag bezeichnet.
D
Direktmischung bezeichnet.
Kommt es bei digitalen Eigenbauempfängern zu Empfangsstörungen so kann eine mögliche Ursache hierfür eine schlechte Schirmung des Empfängers sein. Hier bietet es sich an die Leiterplatte des Empfängers in ein geerdetes Metallgehäuse einzubauen. Insbesondere bei SDR-Empfängern oder Eigenbaulösungen in SDR-Technik ist eine gute Schirmung zur Vermeidung von Einstrahlungen unbedingt erforderlich. Umgekehrt werden so auch unerwünschte Abstrahlungen durch diese Geräte vermindert.
Prüfungsfrage AJ103
Beim Betrieb eines digitalen Eigenbau-Funkempfängers ist dessen Empfang erheblich beeinträchtigt. Dies kann verbessert werden, indem die Leiterplatte ...
A
über kunststoffisolierte Leitungen angeschlossen wird.
B
in einem geerdeten Metallgehäuse untergebracht wird.
C
in einem Kunststoffgehäuse untergebracht wird.
D
in Epoxydharz eingegossen wird.
In der Klasse E haben wir uns bereits mit Einkopplungen in Netzleitungen beschäftigt. Es gibt jedoch eine weitere Gegenmaßnahme, die wir uns im Folgenden genauer ansehen wollen. Sollten Störungen über die Netzzuleitung einströmen, so bietet sich der Einbau eines Netzfilters in Form eines Tiefpassfilters (Vgl. Abbildung EA-11.12.1 und Abbildung EA-11.12.2 ) an. Diese Filter sind unter Beachtung der VDE-Vorschriften als fertige Geräte erhältlich.
Prüfungsfrage AJ116
Ein Nachbar beschwert sich über Störungen seines Fernsehempfängers, die allerdings auch bei abgezogener TV-Antenne auftreten. Die Störungen fallen zeitlich mit den Übertragungszeiten des Funkamateurs zusammen. Als erster Schritt ...
A
ist ein Netzfilter im Netzkabel des Fernsehgerätes, möglichst nahe am Gerät, vorzusehen.
B
ist das Fernsehgerät und der Sender von der Bundesnetzagentur zu überprüfen.
C
ist die Rückseite des Fernsehgeräts zu entfernen und das Gehäuse zu erden.
D
ist der EMV-Beauftragte des RTA um Prüfung des Fernsehgeräts zu bitten.
Prüfungsfrage AJ117
Falls nachgewiesen wird, dass Störungen über das Stromversorgungsnetz in Geräte eindringen, ist wahrscheinlich ...
A
die Entfernung der Erdung und Neuverlegung des Netzanschlusskabels erforderlich.
B
der Austausch des Netzteils erforderlich.
C
der Einbau eines Netzfilters erforderlich.
D
die Benachrichtigung des zuständigen Stromversorgers erforderlich.
Prüfungsfrage AJ107
Welche Modulationsverfahren haben das größte Potenzial, einen NF-Verstärker zu beeinflussen, der eine unzureichende Störfestigkeit aufweist?
A
Frequenzmodulation (FM) und Frequenzumtastung (FSK).
B
Einseitenbandmodulation (SSB) und Frequenzmodulation (FM).
C
Frequenzumtastung (FSK) und Morsetelegrafie (CW).
D
Einseitenbandmodulation (SSB) und Morsetelegrafie (CW).
Prüfungsfrage AJ106
In einem NF-Verstärker erfolgt die unerwünschte Gleichrichtung eines HF-Signals überwiegend ...
A
an der Verbindung zweier Widerstände.
B
an einem Basis-Emitter-Übergang.
C
an einem Kupferdraht.
D
an der Lautsprecherleitung.
Um DVB-T Empfänger vor starken Signalen eines VHF/UHF Amateurfunksenders in unmittelbarer Nähe zu schützen sollte in die Antennenzuleitung des DVB-T-Empfängers ein Hochpassfilter eingebaut werden. Dies ist jedoch nur bei passiven Empfangsantennen wirksam. Insbesondere unselektive TV-Antennenvorverstärker werden durch benachbarte Sendesignale schnell übersteuert, da diese einen breiten Frequenzbereich verstärken.
Bei aktiven Empfangsantennen muss ein Hochpassfilter vor dem Antennenvorverstärker der Antenne eingebaut werden.
Beim Einbau von Filtern ist auch die Einfügedämpfung der Filter im Durchlassbereich zu beachten. Diese sollte so gering wie möglich sein und nicht mehr als $2-3 dB$ betragen um das gewünschte Empfangssignal möglichst ungehindert passieren zu lassen.
Prüfungsfrage AJ113
In der Nähe eines 144 MHz-Senders befindet sich die passive Antenne eines DVB-T2-Fernsehempfängers. Es kommt zu einer Übersteuerung des Empfängers. Das Problem lässt sich durch den Einbau eines ...
A
460 MHz-Notchfilters hinter dem Tuner des Fernsehempfängers lösen.
B
Hochpassfilters ab 460 MHz in das Antennenzuführungskabel des Fernsehempfängers lösen.
C
Tiefpassfilters bis 460 MHz in das Antennenzuführungskabel des Fernsehempfängers lösen.
D
Bandpassfilters für das 2 m-Band vor dem Tuner des Fernsehempfängers lösen.
Prüfungsfrage AJ114
Die Einfügedämpfung im Durchlassbereich eines passiven Hochpassfilters für ein Fernsehantennenkabel sollte ...
A
mindestens 40 bis 60 dB betragen.
B
höchstens 10 bis 15 dB betragen.
C
höchstens 2 bis 3 dB betragen.
D
mindestens 80 bis 100 dB betragen.
Prüfungsfrage AJ108
Ein unselektiver TV-Antennen-Verstärker wird am wahrscheinlichsten ...
A
durch Übersteuerung mit dem Signal eines nahen Senders störend beeinflusst.
B
auf Grund von Netzeinwirkungen beim Betrieb eines nahen Senders störend beeinflusst.
C
durch Einwirkungen auf die Gleichstromversorgung beim Betrieb eines nahen Senders störend beeinflusst.
D
auf Grund seiner zu niedrigen Verstärkung beim Betrieb eines nahen Senders störend beeinflusst.
Grundsätzlich macht es Sinn hinter einem starken Kurzwellensender ein Tiefpassfilter mit einer Grenzfrequenz von $30-40 MHz$ zu installieren. Auch durch Verwendung eines Antennen-Tuners in Tiefpass-Konfiguration (Pi- oder LC-Filter) kann eine Tiefpasswirkung erreicht werden, die Oberwellenaussendungen wirksam unterdrückt.
Prüfungsfrage AJ112
Welche Filter sollten im Störungsfall vor die einzelnen Leitungsanschlüsse eines UKW-, DAB- und TV-Empfängers oder anderer angeschlossener Geräte eingeschleift werden, um Kurzwellensignale zu dämpfen?
A
Ein Bandpassfilter für 30 MHz mit 2 MHz Bandbreite unmittelbar vor dem Antennenanschluss und ein Tiefpassfilter bis 30 MHz in das Netzkabel der gestörten Geräte.
B
Je ein Tiefpassfilter bis 40 MHz unmittelbar vor dem Antennenanschluss und in das Netzkabel der gestörten Geräte.
C
Ein Hochpassfilter ab 40 MHz vor dem Antennenanschluss und zusätzlich je eine hochpermeable Ferritdrossel vor alle Leitungsanschlüsse der gestörten Geräte.
D
Eine Bandsperre für die entsprechenden Empfangsbereiche unmittelbar vor dem Antennenanschluss und ein Tiefpassfilter bis 40 MHz in das Netzkabel der gestörten Geräte.
Prüfungsfrage AJ104
Um die Möglichkeit unerwünschter Abstrahlungen mit Hilfe eines angepassten Antennensystems zu verringern, empfiehlt es sich ...
A
nur vertikal polarisierte Antennen zu verwenden.
B
mit einem hohen Stehwellenverhältnis zu arbeiten.
C
die Netzspannung mit einem Bandpass für die Nutzfrequenz zu filtern.
D
einen Antennentuner und/oder ein Filter zu verwenden.
Starke Sendesignale einer Amateurfunkstation können bei DAB, TV und UKW-Empfängern Empfangsstörungen, Störgeräusche oder Aussetzer/Artefakte/Verstummen (insbesondere bei digitalen Empfängern wie DAB/DVB-T) hervorrufen. Diese Störungen werden oft durch Übersteuerung des Empfängereingangs durch hohe Signalstärken am Empfangsort hervorgerufen und führen zur Verringerung der Empfindlichkeit des Empfängers oder Übersteuerung der Eingangsstufe des Empfängers.
Prüfungsfrage AJ110
Das Sendesignal eines VHF-Senders verursacht Empfangsstörungen in einem benachbarten DAB-Radio. Ein möglicher Grund hierfür ist ...
A
die unterschiedliche Polarisation von VHF-Sende- und DAB-Empfangsantenne.
B
eine nicht ausreichende Oberwellenunterdrückung des VHF-Senders.
C
eine zu große Hubeinstellung am VHF-Sender.
D
eine Übersteuerung des Empfängereingangs des DAB-Radios.
Prüfungsfrage AJ111
Wie können sich störende Beeinflussungen in digitalen Rundfunkempfängern (DAB+) äußern?
A
Die Lautstärke des Rundfunkempfangs schwankt sehr stark.
B
Der Empfänger produziert Störgeräusche und/oder schaltet stumm.
C
Der Rundfunkempfang bleibt einwandfrei, da die digitale Fehlerkorrektur alle Störungen eliminiert.
D
Die Differenz zwischen Störsignalfrequenz und der Abtastfrequenz ist im Gerätelautsprecher hörbar.
Prüfungsfrage AJ109
Ein SSB-Sender bei 432,2 MHz erzeugt an einer Richtantenne, welche unmittelbar auf die DVB-T2-Fernsehantenne des Nachbarn gerichtet ist, eine effektive Strahlungsleistung von 1,8 kW ERP. Dies führt gegebenenfalls ...
A
zur Erzeugung von parasitären Schwingungen.
B
zu unerwünschten Reflexionen des Sendesignals.
C
zur Übersteuerung der Vorstufe des Fernsehgerätes.
D
zu Störungen der IR-Fernbedienung des Fernsehgerätes.
Um die vorgenannten Probleme zu vermeiden sollte seitens des Funkamateurs daher immer nur mit der minimal erforderlichen Sendeleistung für eine zufriedenstellende Kommunikation gearbeitet werden.
Prüfungsfrage AJ101
Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, andere Stationen zu stören, sollte die benutzte Sendeleistung ...
A
die Hälfte des maximal zulässigen Pegels betragen.
B
auf das für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderliche Minimum eingestellt werden.
C
auf die für eine zufriedenstellende Kommunikation erforderlichen 750 W eingestellt werden.
D
auf den maximal zulässigen Pegel eingestellt werden.
Zum Abblocken von HF-Störungen in Schaltungen und Geräten werden oft Abblockkondensatoren verwendet. Diese müssen die Eigenschaft haben die HF möglichst effizient gegen Masse abzuleiten. Hierfür eignen sich insbesondere Keramik-Kondensatoren sehr gut. Ungeeignet sind Elektrolyt- und Kunststoff-Folienkondensatoren, da diese durch ihren gewickelten Aufbau eine hohe Eigeninduktivität besitzen. Bei Tantal-Kondensatoren wird oft aufgrund der besseren HF-Ableitungseigenschaften ein Keramik-Kondensator parallel geschaltet, da diese alleinig nur für mittlere HF-Frequenzen bis ca. $30 MHz$ geeignet sind und Keramik-Kondensatoren weitaus höhere Frequenzen abblocken können.
Um HF-Störungen wirksam abzuleiten muss eine wirksame Erdung mit niedriger Impedanz vorliegen.
Prüfungsfrage AJ119
Welche Art von Kondensatoren sollte zum Abblocken von HF-Spannungen vorzugsweise verwendet werden? Am besten verwendet man ...
A
Tantalkondensatoren.
B
Aluminium-Elektrolytkondensatoren.
C
Polykarbonatkondensatoren.
D
Keramikkondensatoren.
Prüfungsfrage AJ102
Eine wirksame HF-Erdung sollte im genutzten Frequenzbereich ...
A
über eine hohe Reaktanz verfügen.
B
über eine hohe Impedanz verfügen.
C
über eine niedrige Impedanz verfügen.
D
induktiv gekoppelt sein.
In Stromversorgungsleitungen von HF-Stufen werden oft Hochfrequenz-Drosseln eingesetzt. Diese stellen eine Längsimpedanz für Hochfrequenz dar und blocken wirksam hochfrequente Einströmungen in Stufen sowie auch HF-Rückströmungen in die Stromversorgung der Stufen ab.
Bedingt durch den gewickelten Aufbau haben diese Drosseln auch Eigenkapazitäten, so dass sie in Verbindung mit Ihrer Induktivität unerwünschte Resonanzstellen (Schwingkreise) bilden. Hierdurch kann es in den HF-Stufen zu unerwünschten Nebenresonanzen , welche durch die Eigenresonanzen der HF-Drosseln hervorgerufen werden, kommen. Nebenresonanzen können die Charakteristik von HF-Stufen negativ beeinflussen. Hierdurch kann es zu unerwünschten Rückkopplungseffekten, insbesondere bei Verstärkern, kommen sowie zu Einbrüchen in der Leistungscharakteristik von HF-Stufen.
Prüfungsfrage AJ214
In HF-Schaltungen können Nebenresonanzen durch die ...
A
Stromversorgung hervorgerufen werden.
B
Eigenresonanz der HF-Drosseln hervorgerufen werden.
C
Widerstandseigenschaft einer Drossel hervorgerufen werden.
D
Sättigung der Kerne der HF-Spulen hervorgerufen werden.