NE · Kapitel 14 · Einheit 5

Dummy-Load

Möchte man die Sendeleistung eines Senders überprüfen, schließt man anstelle der Antenne eine sogenannte Dummy Load an (Abbildung NE-14.5.1). Eine Dummy Load wird auch als Abschlusswiderstand oder künstliche Antenne bezeichnet. Sie besteht aus einem Lastwiderstand (vgl. Kapitel Bauteile und Schaltkreise) und einem Kühlkörper.

Eine Dummy Load wird bei Abgleicharbeiten und Messungen an Sendern genutzt. Die Sendeleistung wird im Gegensatz zu einer echten Antenne fast vollständig in Wärme umgesetzt. Somit wird verhindert, dass Signale abgestrahlt werden. Unnötige Aussendungen und eventuelle Störungen bei anderen Funkverbindungen werden dadurch vermieden.

Es ist wichtig, dass in jedem Fall entweder eine möglichst angepasste Antenne oder eine Dummy Load am Transceiver angeschlossen ist, wenn mit diesem gesendet wird. Ansonsten wird die gesamte Sendeleistung am Antennenanschluss reflektiert und kann z. B. den Hochfrequenzverstärker (Endstufe) beschädigen.

Prüfungsfrage VD111

Was ist bei Abgleicharbeiten und Messungen an Sendern im Hinblick auf die Aussendung zu beachten?

Prüfungsfrage NJ202

Wie verhindern Sie beim Abgleichen Ihres selbstgebauten Senders Störungen anderer Funkverbindungen?

Prüfungsfrage NF107

Warum sollte ein Sender nie ohne angepasste Antenne oder Dummy Load betrieben werden?


Ganz vermeiden lassen sich Aussendungen zum Abstimmen nicht, beispielsweise bei der Benutzung von automatischen Antennenanpassgeräten. Wenn diese Art von Aussendungen allerdings so kurz wie möglich erfolgen, sind sie zulässig, auch wenn nur ein Träger ohne Modulation gesendet wird.

Prüfungsfrage VD112

Unter welcher Bedingung ist das Aussenden eines unmodulierten oder ungetasteten Trägers zulässig?