Funkamateure sind gesetzlich verpflichtet, bestimmte Grenzwerte für die Leistung ihrer Funkanlagen einzuhalten. Besonders wichtig ist dabei die Senderausgangsleistung sowie die Vermeidung unerwünschter Aussendungen – auf Letztere gehen wir im nächsten Kapitel ein. In diesem Kapitel befassen wir uns zunächst mit der Senderausgangsleistung.
In vielen Amateurfunkbändern, die dem Amateurfunk primär zugewiesen sind, gilt die maximale Senderausgangsleistung – auf Englisch Peak Envelope Power (kurz PEP) – als maßgeblicher Grenzwert. Die genauen Leistungsvorgaben finden sich in der Anlage 1 der AFuV.
Wie in Abbildung NE-14.4.1 gezeigt, wird die Ausgangsleistung eines Senders immer direkt am Senderausgang gemessen – ohne dass zusätzliche Geräte, Filter oder Kabel dazwischengeschaltet sind. Um die Leistung eines SSB-Senders zu bestimmen, muss er mit einer geeigneten Modulation mit konstanter Amplitude betrieben werden. Ein einfaches Verfahren ist die Einspeisung eines Eintonsignals, etwa durch Drücken der Morsetaste im CW-Betrieb; noch besser ist jedoch eine Zweitonaussteuerung. Eine Messung mit Sprache ist ungeeignet, da die Ausgangsleistung hierbei stark schwankt.
Prüfungsfrage EF401
Die Ausgangsleistung eines Senders ist die unmittelbar nach ...
Prüfungsfrage EF402
Wie und wo wird die Ausgangsleistung eines SSB-Senders gemessen? Die maximale Hüllkurvenleistung (PEP) wird gemessen...
Die PEP beschreibt dabei die Spitzenleistung des Senders unter normalen Betriebsbedingungen: Sie ist die Leistung, die der Sender während einer Periode der Hochfrequenzschwingung an der höchsten Spitze der Modulationshüllkurve (vgl. Abbildung NE-14.4.2) im Mittel an einen reellen Abschlusswiderstand abgeben kann. Wie die PEP exakt misst – beispielsweise mithilfe eines Oszilloskops – werden wir erst in der Klasse A genauer behandeln.