NEA · Kapitel 10 · Einheit 15

Spannungsstabilisierung

In jedem Funkgerät sind eine oder mehrere Spannungsstabilisierungen vorhanden, da die Eingangsspannung, vor allem bei mit Akku betriebenen Geräten, schwanken kann und dann empfindliche Baugruppen, wie z. B. Oszillatoren, ihre Frequenz ändern würden.

Spannungsstabilisierungen gibt es in 3 Varianten:

  1. Schaltung mit Z-Diode
  2. Lineare Spannungsregler
  3. Festspannungsregler in einer integrierten Schaltung

Die Schaltung mit Z-Diode (vgl. Abbildung NEA-10.15.1) stellt eine sehr einfache Schaltung zur Stabilisierung der Ausgangsspannung dar, da die Z-Diode die Ausgangsspannung in Grenzen stabil halten kann.

Die Z-Diode wird immer mit einem Vorwiderstand und in Sperrrichtung ($-U_Z$) betrieben. Z-Dioden mit Durchbruchspannungen $U_Z$ ab $5 V$, zeigen einen sehr steilen Verlauf der Kennlinie (vgl. Abbildung NEA-10.15.2) und eignen sich deshalb sehr gut zur Spannungsstabilisierung. Der Wirkungsgrad der Schaltung ist sehr niedrig, da die Verluste im Vorwiderstand $R_V$ und in der Z-Diode berücksichtigt werden müssen.


Lineare Spannungsregler stabilisieren die Ausgangsspannung dadurch, indem ein Leistungstransistor als veränderlicher Widerstand betrieben wird und zusammen mit dem Lastwiderstand einen Spannungsteiler bildet.

In der folgenden Frage ist eine diskrete Spannungsstabilisierung mit Längstransistor dargestellt. Über eine Z-Diode wird eine Referenzspannung von $5,6 V$ an der Basis des Transistors erzeugt. Das Emitterpotential ist im Betriebszustand eines Siliziumtransistor um etwa $0,6 V$ niedriger als das Basispotential. Die geregelte Ausgangsspannung liegt dann bei etwa $5 V$.

Der Laststrom fließt auch durch den Transistor und dadurch wird er bei hohem Laststrom sehr warm. Die sogenannten Längstransistoren befinden sich deshalb bei linear geregelten Spannungsstabilisierungen immer auf einem Kühlkörper.